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Vom Wertverlust der ROKAL-Eisenbahn ...

#1 von Klein_Elektro_Bahn , 15.05.2017 22:27

Vom Wertverlust der ROKAL-Eisenbahn berichtete die Westdeutsche Zeitung aus der Sicht der Sammler-Fraktion, wie soeben gefunden, schon im März 2017. Demnach sinkt das Interesse am Hobby "Modelleisenbahn", als Geldanlage taugt sie selbst in Zeiten von extrem niedrigen Zinsen nicht mehr. So besitzt eine große ROKAL-Sammlung heute nur noch 1/3 ihres Schätzwertes von "früher" ...

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RE: Vom Wertverlust der ROKAL-Eisenbahn ...

#2 von united.trash , 16.05.2017 08:16

Moin,

keine Panik wegen solcher Berichte! Es liegt ja auf der Hand und gilt für alle Marken, dass 08/15 Massenmodelle aus den 60ern eher im Wert sinken als steigen. Seltenere Sachen werden aber gerade im guten Zustand
nicht so schnell zu Pennystock verkommen. Rokal ist natürlich ohnehin eine Nischenmarke, da gibt es nicht so viele Sammler wie bei Märklin, aber auch hier werden richtig gute Sachen selten sein und einen entsprechenden Preis erzielen können.

Welche Geldanlage ist denn überhaupt sicher? Selbst Immobilien unterliegen Wertschwankungen, aber in einem eigenen Haus kann man notfalls immerhin mietfrei wohnen. Eine Eisenbahn ist ein Hobby und nicht in erster Linie eine Bank.

Martin

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RE: Vom Wertverlust der ROKAL-Eisenbahn ...

#3 von tischbahn , 16.05.2017 08:34

Zitat von united.trash im Beitrag #2
Moin,

.... und gilt für alle Marken, dass 08/15 Massenmodelle aus den 60ern eher im Wert sinken als steigen.
Martin


Hallo Martin,

...nur schade, dass immer noch ein paar Zeitgenossen scheinbar von den modernen Medien abgeschnitten sind. Denn sie haben diese Tatsache bei der Preisgestaltung ihrer Angebote immer noch nicht begriffen

Zitat von united.trash im Beitrag #2


Rokal ist natürlich ohnehin eine Nischenmarke, da gibt es nicht so viele Sammler wie bei Märklin,....



...ja, aber regelt nicht Angebot und Nachfrage den Markt?
Ich bin sogar der Meinung, trotz der vielen Märklin Sammler, ist die "08/15-Massen-Schwemme aus den 60ern" dort noch weitaus größer.

Richtig ist, neuwertig wird höher bewertet. Aber "Spielzeug" und "neuwertig" klingt für mich immer wie eine traurige Kindheit. Aber auch das ist richtig,... es hat immer schon Sammler gegeben, die sich mind. 2 Modelle gekauft haben.
Eines zum Spielen und eines zum Sammeln. Schön, wenn früher schon "Geld keine Rolle gespielt" hat
Und noch schöner für die spätere Witwe des Sammlers, wenn die neuwertigen Modell dann ganauso billig über den Tresen gehen, wie die Bespielten.

Eigentlich finde ich diese Zeitungs-Artikel so überflüssig wie einen Kropf, aber es wird ja Sommer, und da sind immer diese Löcher, die sich die Experten nicht erklären können....


Ciao,
Horst

...der jetzt seine ganze wertlose Sammlung verschiedener Marken entsorgen muss.

 
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RE: Vom Wertverlust der ROKAL-Eisenbahn ...

#4 von Blech , 16.05.2017 09:39

...wartet erst mal,
was los ist, wenn für Kredite wieder "richtig" Zinsen bezahlt werden müssen...
Aber auch das ist klar und habe ich immer wieder in meinen Büchern geschrieben:
"Massenware ist nicht wertbeständig"!
Und das gilt auch für die jüngeren Nischenprodukte ohne großen Markt.
Anders sieht es derzeit bei seltenen BLECH-Spielsachen in sehr(!) guter Erhaltung aus:
Sie haben derzeit ihren Höchststand in Europa und den USA
-aber auch da wirds knirschen, denn oft werden Spitzenstücke auf Pump gekauft.
Und wenn dann mal wieder richtige Zinsen kommen...
Und dann noch was:
"Schrott bleibt Schrott" -Wertzuwachs eher ausgeschlossen.
Wer für solche Dinge richtig Geld bezahlt, ist angeschmiert.
Auch das habe ich schon in den Siebzigern geschrieben.
Klar ist auch,
wir reden hier von der (zumindest) wertbeständigen Sammelei
-die Spielerei mit der Bahn folgt ganz anderen Prämissen.
Und!
Wichtig ist wohl auch die (wertmäßige) Trennung zwischen MODELLbahn und SPIELzeug!
Trotzdem, meine Herren, schöne Woche!
Blech

Übrigens,
ich baue diese Woche meinen DUX Mercedes SSK auf
und dann die Reinhardt-Schnellzugwagen in Spur 0
-zwei Nischenprodukte...
bgw

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RE: Vom Wertverlust der ROKAL-Eisenbahn ...

#5 von Klein_Elektro_Bahn , 16.05.2017 10:45

Zitat von tischbahn im Beitrag #3
... Eigentlich finde ich diese Zeitungs-Artikel so überflüssig wie einen Kropf ...

Das sollte man so sehen: Da treffen sich ROKAL-Sammler - teilweise von weit her angereist - zu einer zweitägigen "ultimativen Tausch- und Sammelbörse", bei der sich die Besucherzahlen und Umsätze (mutmaßlich wegen hoher Eintrittspreise und überschaubarem Angebot) sehr in Grenzen halten. Das erzeugt unter den zumeist älteren Anbietern Frust, der beim berichtenden Redakteur abgeladen wird über einige negativ behaftete Aussagen, die wiederum tags später in der Lokalpresse stehen. Der Zeitungsartikel gibt letztlich nur die auf der Veranstaltung eingefangenen Informationen und Stimmungen wieder ...

Zitat von tischbahn im Beitrag #3
Horst ... der jetzt seine ganze wertlose Sammlung verschiedener Marken entsorgen muss.

"Entsorgen" musst Du nichts! Aber bei den besagten "Massenartikeln der späten 1950er und 1960er Jahre", also auch im Falle von ROKAL, wäre es aus monetären Gründen ("ROKAL als Geldanlage/Finanzinvestition") sinnvoll, sich besser jetzt als später von dem ganzen Kram per Verkauf zu trennen. Glücklicherweise gibt es aber auch andere Gründe, sich mit den alten Modellbahnen zu beschäftigen.

Trotzdem lautet meine Prognose: Die im verlinkten Artikel erwähnte ROKAL-Sammlung wird in den nächsten 15 Jahren wohl nochmals gut 2/3 ihres Wertes verlieren. Grund für diese Vermutung ist der recht hohe Altersdurchschnitt der heutigen Sammler und das Desinteresse bei jungen Leuten. Ich selbst kenne eigentlich nur drei (mehr oder weniger) aktive ROKAL-Bahner im Alter unter 30 Jahre, davon zwei in der Familie ...

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RE: Vom Wertverlust der ROKAL-Eisenbahn ...

#6 von Gleis3601 , 16.05.2017 13:02

Hallo ,

"das es auch anders geht " zeigt in jedem Jahr die überaus positive "Berichterstattung" der Presse , über die Veranstaltung in GAGGENAU ... Ich vermute , da ist auch vieles " Hausgemacht " , wenn z.B. ROKAL-Experten , wie Hr. Harms , sich auf solche Fragen von Reportern einlassen .


Gruß
Andreas

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RE: Vom Wertverlust der ROKAL-Eisenbahn ...

#7 von aus_Kurhessen , 16.05.2017 13:05

Hallo,

ich stimme Martin (Beitrag #2) uneingeschränkt zu. Ich kaufe meine Rokal-Sachen auch nicht als Wertanlage, sondern weil ich Freude dran habe. Wenn ich mir in gleichem Umfang neue Modellbahnartikel kaufen wollte, müsste ich mehr Geld ausgeben und hätte mindestens einen ebensolchen Wertverlust.

Wenn die Preise runter gehen ärgert's den Verkäufer und freut den Käufer. Und die jungen Rokal-Bahner brauchen nur ein wenig Geduld, denn irgendwann fällt ihnen ohnehin alles zu, falls nicht doch wieder neue Interessenten auf den Rokal-Zug aufspringen, weil man für kleines Geld eine Sammlung aufbauen oder übernehmen kann.
Da wir im privaten Bereich keine Bilanzen erstellen, spielt der monetäre Wert einer Sammlung ja erst eine Rolle, wenn man sie verkaufen will.

Die Börse in Grefrath habe ich besucht in Verbindung mit einem Besuch des Freilichtmuseums mit Spielzeugmuseum, das auch verschiedene alte Modellbahnen vorzuweisen hat. Die Börse selbst kostete keinen Eintritt.

Gruß
Jürgen


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RE: Vom Wertverlust der ROKAL-Eisenbahn ...

#8 von mobafan2210 , 16.05.2017 13:14

Hallo Modellbahner.

Tja Ralf,da hast Du wieder ein Thema angefangen.Jeder normal denkende
Mensch weiß,Rokal ist auf den absterbenden Ast.Die Modelle sind asbach.
Die Leistungen der Lok's lassen schwer nach.Man bedenke,sie sind teilweise
weit über50 Jahre alt.Es gibt neuwertige,aber keine neuen Teile mehr.Wer
in der heutigen Zeit mit Rokal anfängt,das sind einige,die müssen irre sein.
Die Preise für Rokalmodelle steigen von mitte Oktober bis ende März des
darauf folgenden Jahres.Danach sparen die Leute auf den kommenden Urlaub.
Rokalsammler werden natürlich immer weniger.Würde ich in der heutigen Zeit
mit einer Modellbahn Spur TTanfangen,so käme ich bei Tillig aus.Ich weiß,Tillig
ist sehr anfällig und schwer zu reparieren,da auch sehr filigrane Bauteile.
Aber mal im ernst,wer kann sich in der heutigen Zeit eine nagelneue Modell-
bahn leisten??? die wenigsten.Die Preise sind enorm gestiegen.
Die heutige Jugend steht eben mehr auf telekomunikation,es ist eben so.
Wer mich kennt weiß,ich habe eine große Sammlung,werde mich jedoch im
großen und ganzen davon trennen.Meine Bahn hat die Maße von 12 qm.
Brauche ich 20 Lok's ? nein.Ich gehöre zu den wenigen Rokalenthusiasten,
die sich damit beschäftigen.Fazit,Rokal geht mit großen schritten dem Ende
entgegen.Darum werde ich wieder ab Oktober versuchen,den Krempelskram größtenteils
zu veräußern.Danach gilt das Motto,nach mir die Sintflut.

Gruß vom Lok-Dok aus Nettetal

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RE: Vom Wertverlust der ROKAL-Eisenbahn ...

#9 von Klein_Elektro_Bahn , 16.05.2017 13:38

Zitat von Gleis3601 im Beitrag #6
... Ich vermute , da ist auch vieles " Hausgemacht " , wenn z.B. ROKAL-Experten (...) sich auf solche Fragen von Reportern einlassen .

Statements dieser Art werden von einigen ROKAL-Sammlern bei Anwesenheit eines Reporters auch gerne mal ungefragt "kommuniziert" ...

Zitat von aus_Kurhessen im Beitrag #7
... Die Börse selbst kostete keinen Eintritt.

Ja, stimmt, es ist dort "nur" der Eintritt ins Museum zu zahlen. So war das auch all die Jahre zuvor, ebenso wie in Gaggenau. Die meisten ROKAL-Sammler vor Ort kennen das Niederrheinische Freilichtmuseum in Grefrath inzwischen jedoch zur Genüge, zahlen den Eintrittspreis dann allein für den Besuch der kleinen ROKAL-Börse und kritisieren diesen Umstand.

Ein Besuch des ROKAL-Museums in Losheim ist eigentlich auch umsonst, kostet jedoch den Eintritt in die Spielzeugausstellung der ArsTECNICA.

Zitat von mobafan2210 im Beitrag #8
Tja Ralf,da hast Du wieder ein Thema angefangen. ...

Nix da! Ich habe nur einen Zeitungsartikel zu unserem Lieblingsthema im Netz gefunden und diesen im Beitrag #1 "verlinkt" und zitiert ...

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RE: Vom Wertverlust der ROKAL-Eisenbahn ...

#10 von aus_Kurhessen , 16.05.2017 13:56

Zitat von mobafan2210 im Beitrag #8
...Wer
in der heutigen Zeit mit Rokal anfängt,das sind einige,die müssen irre sein.
....Darum werde ich wieder ab Oktober versuchen,den Krempelskram größtenteils
zu veräußern...


Hallo Wolfgang,

wenn Du Deine Sachen möglichst gut verkaufen willst, musst Du Deine Werbestrategie ändern. Sei froh, dass es noch so "Irre" wie mich gibt.

Gruß
Jürgen


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RE: Vom Wertverlust der ROKAL-Eisenbahn ...

#11 von Flanders , 16.05.2017 14:37

Ooooops.... was ist denn hier los??? ROKAL-Blues??? ...und ich dachte ROKAL rockt!!!

@ Jürgen: Du hast Recht! Die Werbestrategie sollte von der ganzen Truppe geändert werden!

VG, Frank (Ober-Irrer)


ROKAL rockt!!! TINPLATE aber auch!!!

 
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RE: Vom Wertverlust der ROKAL-Eisenbahn ...

#12 von Gleis3601 , 16.05.2017 15:09

...Das dachte ich bisher auch , Frank .


Gruß
Andreas

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RE: Vom Wertverlust der ROKAL-Eisenbahn ...

#13 von tischbahn , 16.05.2017 17:58

Zitat von Gleis3601 im Beitrag #6
Hallo ,

... Ich vermute , da ist auch vieles " Hausgemacht " , wenn z.B. ROKAL-Experten , wie Hr. Harms , sich auf solche Fragen von Reportern einlassen .


Hallo Andreas,

sehe ich genauso! Dazu kommt, dass wohl die wenigsten Reporter wirklich eine Ahnung haben, von dem was sie schreiben.
Am nächsten Tag sind sie beim Kaninchenzuchtverein oder beim Blutspenden.
Frust hin oder her, aber die Aussagen der erwähnten Sammler waren nicht sehr förderlich für die Rokal Bahn oder die Moba überhaupt.

Gruß,
Horst

 
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RE: Vom Wertverlust der ROKAL-Eisenbahn ...

#14 von bubblecar234 , 16.05.2017 19:57

Hallo. Alles hat sein gutes.
Kein Mensch fängt mit einer teuren Lok zu Sammeln an. Aber ein günstiges Konvolut reizt dann doch mal. Und schon ist ein neuer Sammler geboren.
Jede Sache ist nur soviel wert, wie ein anderer bereit ist zu bezahlen.
Henner

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RE: Vom Wertverlust der ROKAL-Eisenbahn ...

#15 von Klein_Elektro_Bahn , 16.05.2017 21:15

Zitat von bubblecar234 im Beitrag #14
... Aber ein günstiges Konvolut reizt dann doch mal. Und schon ist ein neuer Sammler geboren.

Der eine oder andere neue ROKAL-Sammler wird mit fallenden Konvolut-Preisen sicherlich zur kleinen ROKAL-Gemeinde dazu stoßen, aber die zu erwartende Zahl der altersbedingten "Abgänge" oder "Ausstiege" aus der ROKAL-Sammelei kann so wohl kaum kompensiert werden. Es ist daher - wie schon in den letzten ca. 8 Jahren, nach einem wahren "ROKAL-Hype" während der großen Jubiläumsausstellung 2008 in Grefrath - auch zukünftig mit stetig fallenden Modellpreisen zu rechnen.

Auch dies ist ein wichtiges Thema einer ernsthaften Beschäftigung mit der kleinen Modellbahn aus Lobberich und kein "ROKAL-Blues", meint ...

K_E_B


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RE: Vom Wertverlust der ROKAL-Eisenbahn ...

#16 von *3029* , 17.05.2017 00:00

Hallo zusammen,

meine Meinung dazu ist:
Wer sich zu sehr verbissen mit Erwartungen auf Wertsteigerung in ein Hobby, sei es "nur" als Spieler
oder sogar Sammler, begibt, und dies ist die Rokal-Bahn, wird nie wirklich glücklich und zum Schluss
nur rote Zahlen addieren.

Als ich 1962/63 meine erste Rokal-Lok, die BR 24, für DM 39,80 bekam, war mir als Schüler klar,
dass dies ein Gebrauchsgegenstand ist, an dem ich Freude habe, aber keine "zinsbringende Bank"
im Sinne von Wertsteigerung sein könnte.

Der vermeintliche Wertzuwachs in der Vergangenheit war in dem geringen Angebot nach Fertigungseinstellung
bei Rokal, aber die weiterhin bestehende Nachfrage, begründet.

Die durch das Internet entstandene Transparenz war zunächst positiv für die Möglichkeiten der Beschaffung
gesuchter Sammlerstücke. Sicher hatte dies zeitweise Sammlungs-Aufstockungen bzw. neue Interessenten
angesprochen was ein Steigen der Preise bewirkte.

In den ersten EBay-Jahren habe ich verrückt hohe Gebote bei Rokal mitverfolgt:
So wurde 2005 einmal die 01181 Union Pacfic für !! 800 Euro !! versteigert ...
Einige meiner Käufe aus dieser Zeit würde ich heute nicht mehr tätigen, sehe das aber nicht zu eng.

Inzwischen sind durch Erbschaften häufiger Sammlungsauflösungen zu bekommen.
So werde ich auch weiterhin das kaufen was mir gefällt.

Ob ich (oder meine Erben) da später weniger bis gar nichts dafür erzielen ist zweitrangig.
Der Spass, den ich damit habe ist mir das wert.

Viele Grüsse - und weiterhin viel Freude mit dem schönsten Hobby der Welt

Hermann


 
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RE: Vom Wertverlust der ROKAL-Eisenbahn ...

#17 von Klein_Elektro_Bahn , 17.05.2017 07:25

Im verlinkten Zeitungsartikel mit dem provokanten Titel geht's ja nicht allein um das vordergründige Thema "Wertentwicklung". Der dezente Hinweis auf das Alter der Teilnehmer und der mittelfristig zu erwartende Rückgang von aktiven ROKAL-Anhängern verdeutlichen die Konsequenzen für viele kleine, markengebundene Veranstaltungen dieser Art ... Wie lange wird es die ROKAL-Börse in Grefrath unter den beschriebenen Rahmenbedingungen wohl noch geben? Die nächsten beiden Auflagen der Total ROKAL in Hinsbeck sind für den 17./18. März 2018 und für den 28./29. März 2020 geplant. (Das ROKAL-Museum in Losheim wird voraussichtlich im April 2020 schließen, also fast zeitgleich mit dem zweiten Termin.) Doch was kommt danach? Macht das zu erwartende rückläufige Interesse solche Veranstaltungen obsolet? Wer wird dann vergleichbare "Events" organisieren?

Dieses Thema kann man nun lächelnd beiseite schieben oder in Ruhe überdenken ...

K_E_B

PS. "Gaggenau" ist da ein ganz anderes Ding und Kaliber!


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RE: Vom Wertverlust der ROKAL-Eisenbahn ...

#18 von united.trash , 17.05.2017 07:49

Moin,

logisch, zunächst muss man mal trennen: Was ich 1980 für den ersten Walkman (kennt den noch einer?) ausgegeben habe, würde ich heute auch nicht mehr dafür hergeben, klare Sache, damals erschien es ein guter Kauf zu sein und ich hatte auch Spaß dran. Hatte aber nichts mit Sammelei zu tun, war reiner Konsum.

Wenn man nun 1990 auf einer der relativ seltenen Börsen eine alte Lok gekauft hat, dann war die mitunter recht teuer, aber man bekam die auch nicht an jeder Ecke und war vllt. auch 70 Km zu der Börse hingefahren. Teile waren kaum zu bekommen, Infos rar. deshalb guter Zustand = teuer, wenn man es mit heute vergleicht.

Dann kam das Internet, alles war verfügbar, auch Ersatzteile. Das löste erstmal einen Hype aus, denn plötzlich konnte man hochqualitativ auf Vollständigkeit sammeln (z.B. das gesamte Trix- Wechselstromprogramm
bis 1953) Der Hype verursachte dann auf der Verkäuferseite rege Aktivität, viele Leute suchten Gold in den Sedimenten ihrer Keller. Noch heute gibt es diese Angebote: Märklin "3000" für 89,- Euro Sofortkauf.

Nach einigen Jahren hatten dann alle Freaks alle Loks und Wagen ihrer Marke(n) etc zusammen. Die Preise im Segment der ubiquitär verfügbaren Modelle im Stil der Märklin 3039 gingen von 80 Euro auf 40 -50 Euro zurück, weil der Markt hier übersättigt ist. Gleichzeitig sterben Modellbahner der ganz alten Generation, was Erbschaften hinterlässt und auf den Markt spült, gleichzeitig aber auch die Nachfrage schmälert, denn gerade diese Leute waren sehr aktiv.

Das gilt für alle Marken. Jetzt kann man lange darüber diskutieren, warum z.B. Trix gegenüber Märklin immer billiger ist, obwohl gute Exemplare bestimmt seltener sind und warum Fleischmann meistens für pfennige über den Tisch geht. Das ist halt so! Wahrscheinlich hat sich Märklin über die Jahrzehnte einfach in den Köpfen besser etabliert

Tatsache ist aber, dass gewisse Modelle, so wie es Botho schreibt, derzeit wertstabil sind. Modelle, deren Sammler diese in ihrer Kindheit gar nicht kannten! Es ist also nicht das Segment der Erinnerung an die eigene Jugend! Ich nenne da mal die 800er Klasse von Märklin, die die meisten Teilnehmer hier nicht mehr unter dem Weihnachtsbaum gefunden haben dürften.
Richtig teure Sachen sind lt. Botho teils über Kredfite finanziert worden, wohl in der Hoffnung, bei der aktuellen Zinslage Kellergold produzieren zu können, eine neumodische Form der Alchemie. Dass dies mit großer Wahrscheinlichkeit in den meisten Fällren nicht klappen wird, liegt auf der Hand: Eines Tages steigen die Zinsen der Kredite und plötzlich ist der Markt mit Märklin Spur 1 - Krokodilen überschwemmt (neben Ferraris, Porsches, Horex und all dem anderen Truggold).

Ist das dann der Weltuntergang? Werden dann alle arm?

Nö. Das ist der Markt. Jeder trägt Verantwortung für sich selbst.

...und aus dem Geschichtsbuch wissen wir, dass die Alchemie nie funktioniert hat. Seit spätestens 1929 sollten wir wissen, dass Geld allein sich nicht vermehrt, sondern dass es Wertschöpfung braucht.

Eine Moba- Sammlung verliert ja nun nicht gleich schlagartig an Wert. Ich vermute, dass es in der nächsten Zeit keinen besonderen Wertzuwachs geben wird und das Alleweltszeug eher billiger wird.
Eine E 800 mag dagegen noch steigen, aber wer hat denn eine?

Martin

PS: Früher sammelten viele Leute Briefmarken. Das macht heute keiner mehr, diese Alben sind generell wertloses Altpapier. Nur die berühmten Mauritius- Marken, die sind davon nicht betroffen.
Letztendlich waren auch jemals nur diese Mauritius wertvoll. Alle anderen Leute haben nur Altpapier gesammelt - sie wollten das damals nur nicht wissen, es hätte ihre Illusion vom Wohlstand beschädigt!

Der eine erbt dann vom Opa eine Eigentumswohnung, der andere eine Briefmarkensammlung. Beide Opas haben das gleiche Geld investiert, aber ein Enkel freut sich mehr, denke ich...

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RE: Vom Wertverlust der ROKAL-Eisenbahn ...

#19 von mobafan2210 , 17.05.2017 08:16

Zitat von aus_Kurhessen im Beitrag #10
Zitat von mobafan2210 im Beitrag #8
...Wer
in der heutigen Zeit mit Rokal anfängt,das sind einige,die müssen irre sein.
....Darum werde ich wieder ab Oktober versuchen,den Krempelskram größtenteils
zu veräußern...


Hallo Wolfgang,

wenn Du Deine Sachen möglichst gut verkaufen willst, musst Du Deine Werbestrategie ändern. Sei froh, dass es noch so "Irre" wie mich gibt.

Gruß
Jürgen



Hallo Jürgen.
2012 war selbst ich so irre ,und habe eine sehr große Sammlung erworben.Und das nur,weil ich einen Karton original Ersatzteile
haben wollte.Im großen Internetverkaufshaus sind auch zu viele Rokalartikel zu erwerben,die oft sehr fehlerhaft sind.
Noch kann man an Ersatzteile kommen,aber es wird immer weniger.Darum habe ich auch geschrieben,wer jetzt mit Rokal beginnt der muß
irre sein.Wäre ich nicht so ein eingefleischter Rokalanhänger ( fast 58 Jahre) hätte ich auch nicht soviel Teile einer Rokalmodellbahn.
Mir gefällt an dieser Bahn die Robustheit bzw.man kann noch vieles selbst reparieren.Vorausgesetzt solange es Ersatz gibt.
Zu meiner Verkaufsstrategie:Jedem Käufer,der bei mir privat kauft sage ich immer wieder,es ist ein altes Spielzeug.Erwartet nicht zuviel davon.
Klar,ich könnte die Teile in den höchsten Tönen loben,bleibe jedoch lieber realistisch bzw.ehrlich dem Käufer gegenüber.
Eine Rokallok zB.braucht regelmäßige Wartung,wenn sie viel läuft.Dies geschieht meistens,wenn es fast zu spät ist.Meist brennt der Anker durch.
Tja,dann hat man eben ein Problem.Neuwertige Anker kosten,und sind rar.

Gruß.Wolfgang

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RE: Vom Wertverlust der ROKAL-Eisenbahn ...

#20 von Blech , 17.05.2017 08:38

Leute,
ich verstehe die (Rokal-)Welt nicht mehr!
Was soll denn der ganze Wind
wegen so einem einseitigen Zeitungsartikel ohne echte Recherche?
Wenn aber doch hier nun Panik ausbricht,
will ich gerne helfen:
Doppelstockwagen können bei mir ohne Kosten abgegeben werden,
notleidenden Rokalisti erstatte ich sogar das Porto.
Leute,
werdet wach!
Rokal ist doch eine schöne Spielbahn -und mehr war sie nie.
Wer da Gewinnchancen sah, wäre mit einem Lottoschein besser bedient gewesen.
Schöne Grüße aus Hessen
Blech

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RE: Vom Wertverlust der ROKAL-Eisenbahn ...

#21 von Gleis3601 , 17.05.2017 08:49

Zitat von united.trash im Beitrag #18


Martin

PS: Früher sammelten viele Leute Briefmarken. Das macht heute keiner mehr, diese Alben sind generell wertloses Altpapier. Nur die berühmten Mauritius- Marken, die sind davon nicht betroffen.
Letztendlich waren auch jemals nur diese Mauritius wertvoll. Alle anderen Leute haben nur Altpapier gesammelt - sie wollten das damals nur nicht wissen, es hätte ihre Illusion vom Wohlstand beschädigt!

Der eine erbt dann vom Opa eine Eigentumswohnung, der andere eine Briefmarkensammlung. Beide Opas haben das gleiche Geld investiert, aber ein Enkel freut sich mehr, denke ich...








Hallo Martin ,

Genau so ist das mit allen Sammelgebieten , auch diese sind schon immer einem Zeit- und Gesellschaftlichen Wandel unterlegen gewesen. Der momentane Retro- , Oldtimer- , Yongtimer-Trend wird irgendwann auch "kalter Kaffee" sein .
Wichtig für Leute die auf solches " Trug Gold" setzen , ist der möglichst richtige Absprung , aus so einem "Trend" ... für mich persönlich sind solche Leute aber SPEKULANTEN und keine SAMMLER aus LEIDENSCHAFT.
Leidenschaft ist für jeden persönlich zeitlos , auch für den letzten Briefmarkensammler .

Ich zähle mich zu letzteren Sorte und erfreue mich auch am Spiel mit diesen Objekten . Spaß und Spiel kosten , egal Wann ,Wie und Wo .

Eine schöne Restwoche an Alle und nachher drehe ich erst mal ne Runde mit einer weiteren Leidenschaft , meiner Harley Davidson


Gruß
Andreas

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RE: Vom Wertverlust der ROKAL-Eisenbahn ...

#22 von Minormanie , 17.05.2017 09:05

"Ob ich (oder meine Erben) da später weniger bis gar nichts dafür erzielen ist zweitrangig.
Der Spass, den ich damit habe ist mir das wert."

So sehe ich das auch
Was meine Eisenbahn mir an entspannenden Stunden schenkt, ist mit Gold nicht aufzuwiegen.

Viele Grüße, Stefan

 
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RE: Vom Wertverlust der ROKAL-Eisenbahn ...

#23 von Pikologe , 17.05.2017 09:25

Wert ist immer Ansichtssache des Betrachters!


Die Deutsche Reichsbahn - sie ist unvergessen!Güter gehören auf die Schiene!

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"Fahren und Bauen"
Wir sind nä"h"mlich vom Bw Gormorgstod !

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RE: Vom Wertverlust der ROKAL-Eisenbahn ...

#24 von united.trash , 17.05.2017 10:56

Richtig, Andreas,

die Retrowelle wird in dieser Form wieder abebben, aber generell war es schon zu Zeiten der alten Römer so, dass die Menschen sich für Geschichte einerseits und historische Artefakte andererseits interessiert haben,
nur verändert sich der Fokus im Laufe der Zeit.

Augenblicklich schätzen wir den Blick auf die Technik der letzten rund 100 Jahre, also die Dinge, die wir selbst noch kennen, oder jene, von denen die Väter und Großväter erzählt haben. Das wird noch dadurch gepuscht, dass den Vätern durch den Krieg viel verlorengegangen ist (oder durch die nachfolgende Not viele Träume gar nicht erfüllt, also gekauft wurden). Insgesamt ist aber der immense technische Fortschritt der letzten Jahrzehnte wohl auch ein Hintergrund: man schaut einerseits gern auf die alten Dinge, denn sie strahlen das Flair der "guten altzen Zeit" aus (die es niemals gab) und im Vergleich mit den neuen Sachen vermitteln sie uns ja auch, "wie toll und großartig wir als Gesellschaft sind", weil wir doch in den letzten 70 Jahren mehr vermeintlichen Fortschritt geschaffen haben als in der gesamten Menschheitsgeschichte zuvor!

Schau'n wir mal, auf welche historischen Relikte sich die postdigitale Gesellschaft dereinst berufen wird.

Martin

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RE: Vom Wertverlust der ROKAL-Eisenbahn ...

#25 von *3029* , 17.05.2017 12:46

Hallo zusammen,

Rokal hatte nunmal nicht die Marktdurchdringung wie beispielsweise Märklin, Fleischmann, Wiking u.a.,
sodass Veranstaltungen (Tauschbörsen usw.) nie den Zulauf erreichen können wie wir das von Gaggenau kennen.
Andererseits erscheint bei solchen Sammlertreffen überwiegend der "harte Kern" dieser Marken.
Die Dunkelziffer darf man weitaus höher vermuten.

Es ist auch trotz Leidenschaft für einen Hersteller nicht jeder bereit/in der Lage weiter entfernte Orte aufzusuchen,
zumal der Erfahrungsaustausch durch das Internet sehr bequem von zu Hause möglich ist - oder man trifft sich in kleinen
Grüppchen bei Stammtischen in der näheren Umgebung.

Zu den monetären Wertverlusten:
Sicher hat jeder von uns in früheren Zeiten Summen für Dinge bezahlt die sich inzwischen bei Verkäufen schwierig oder
gar nicht mehr "zurückholen" lassen. Dazu habe ich für mich beschlossen, sollte mir ein diesbezügliches Teil sehr günstig angeboten werden, dieses zusätzlich erwerben, beide Käufe addieren ... mit dem Fazit beide "marktgerecht"
eingekauft zu haben

Viele Grüsse

Hermann


 
*3029*
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zuletzt bearbeitet 17.05.2017 | Top

   

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