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? Rätselhafte alte Ersatzteilnummern

#1 von BW-Werner , 12.05.2013 10:12

Hallo,

bei ebay wurden am 10. Mai gegen 20.30 Uhr (noch einsehbar) mehrere Tütchen weiße Ersatzhaftreifen verkauft. Die Teilenummern die in den scheinbar ungeöffneten orginalen Beutelchen auf den Fleischmann Teile Blättchen abgedruckt waren, konnte ich aber nicht zuordnen. Andere wußten es und haben sie hoffentlich zu gutem Nutzen gekauft.
Die Nummern waren zB 82/16 , 34/16 , 51T/16, usw, alle auf 16 endend. Wenn ich die alten Ersatzteilblätter durchschaue zB von der Ur E 44 1335 ist die Teilenummer für die Haftreifen ED/3/00. 00 schien die übliche Endung für Haftreifen zu sein. Weiß jemand zu welchen Loks diese Haftreifen gehörten und wie sich dieser scheinbare Nummernsalat erklärt? Ich würde so ungern dumm sterben.

Gruß Werner

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RE: ? Rätselhafte alte Ersatzteilnummern

#2 von tane , 12.05.2013 11:36

Dies hier
hab ich auch gerätselt, taucht in keinem Fleischmann-Katalog auf, allerdings wurden die Ersatzteilnummern für Haftreifen auch dort nicht erwähnt, leider auch nicht in den Original-Anleitungen, soweit ich welche aus der Zeit vor der Nummern-Umstellung habe (58, 62, 63/64, 66, 69).


Gruß von Tane

 
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RE: ? Rätselhafte alte Ersatzteilnummern

#3 von frankenmafia , 12.05.2013 11:57

Nix rätselhaft - ganz einfach.

So ab ca 1963 wurde die Ersatzteilnummern mal wieder umgestellt.

Zum Beispiel : Lok 1331 - Ersatzteile erhielten die Hauptnummer 31/, danach folgten die Unternummern, hier zB 1 = 31/1 war dann das Gehäuse

Also dann : 82/16 = Lok 1382, Unternummer 16 waren die Haftreifen = 82/16

Für Standardteile/Kleinteile gab es feste Nummern, zB 24 = 1 Paar Drehgestelle für US - GW


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RE: ? Rätselhafte alte Ersatzteilnummern

#4 von BW-Werner , 12.05.2013 19:14

Hallo,

danke schon mal für die Antworten. Das was aus_usa an Ersatzteilblättern eingestellt hat, stimmt mit dem überein, was ich auch gefunden hatte. Das ist nach frankenmafias Auskunft also der Zustand vor 1963, damals hatten die Haftreifen die Endziffern 00. Die vorstehenden Ziffern hatten keinen Bezug zu einer speziellen Lok (zB 0/1/00 gilt sowohl für die E 10, E 40 und Ae 6/6 ....) Ab 1963 dann ein Lokspezifisches Nummernsystem bei dem die Endziffern 16 nun für die Haftreifen stehen. (Welche Lok war denn die 1351T?) Und vermutlich ab 1971, mit der großen Artikelnr. Reform dann die Umstellung auf das heute noch bekannte 54 4001, 54 4002......
Mal ehrlich, der Zustand nach 1963 war dann aber für die Ersatzteilverwaltung ziemlich gaga, da dann gleiche Teile unterschiedliche Nummern haben konnten (Bsp E 10 - 37/16, der gleiche Haftreifen aber für die Ae 6/6 - 34/16).

Gruß Werner

PS: jetzt hab ich das auch mit 51T kapiert, 1351 war ja die BR 55, die hatte ja als erste Dampflok Tenderantrieb, daher also das T.

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RE: ? Rätselhafte alte Ersatzteilnummern

#5 von frankenmafia , 12.05.2013 20:04

Hallo bw-werner,

die Ersatzteilkataloge waren dann nur noch relativ dünne Gehefte - siehe 1. Bild.

Auf der 1. Innenseite dann die Kleinteile - siehe 2. Bild.

Dann kamen die Loks - wie erwähnt - siehe 3. Bild






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RE: ? Rätselhafte alte Ersatzteilnummern

#6 von Ochsenlok , 12.05.2013 21:40

Zitat von BW-Werner im Beitrag #8
Hallo,
...
Mal ehrlich, der Zustand nach 1963 war dann aber für die Ersatzteilverwaltung ziemlich gaga, da dann gleiche Teile unterschiedliche Nummern haben konnten (Bsp E 10 - 37/16, der gleiche Haftreifen aber für die Ae 6/6 - 34/16).

Gruß Werner



Hallo Werner,

das ist eine klassische Art Sachnummern zu vergeben, nach zwei unabhängigen Zuordnungen, von denen jede für sich stehen kann. Also der erste Teil der Nummer für die Verwendung, der zweite für das Bauteil. Für Außenstehende jedoch schwer zu verstehen.

Schau mal HIER unter "Parallelnummernsystem".

Gruß
Dennis

 
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RE: ? Rätselhafte alte Ersatzteilnummern

#7 von BW-Werner , 12.05.2013 22:49

Hallo,

danke für die Abbildungen, man sieht da ja am Beispiel der Haftreifen sehr schön, daß Fleischmann sich in diesem System glücklicherweise nicht konsistent in der Zuordnung zur Artikelnr der Lok verhielt. Bsp, den Haftreifen der E 10 (1337) gab es schon, er war identisch mit dem der Ae 6/6 (1334), also hieß er nicht 37/16 wie eigentlich zu erwarten, sondern ebenfalls 34/16. So genug der Systematik, allen hier herzlichen Dank für die Aufklärung.

Gruß Werner

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RE: ? Rätselhafte alte Ersatzteilnummern

#8 von Startset1000 , 03.11.2013 16:15

Hallo allerseits,

ich würde diese Diskussion gerne noch mal wieder aufwärmen. Es müsste doch eigentlich bei der Nummernumstellung 1971 auch eine Vergleichsliste mit Ersatzteilnummern gegeben haben. Hat die vielleicht jemand?

Gruß
Harald

 
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RE: ? Rätselhafte alte Ersatzteilnummern

#9 von Startset1000 , 25.10.2017 15:28

Hallo allerseits,

Zitat von Startset1000 im Beitrag #8
(...)
Es müsste doch eigentlich bei der Nummernumstellung 1971 auch eine Vergleichsliste mit Ersatzteilnummern gegeben haben.
(...)



Mittlerweile bin ich klüger. Ich schreib's mal auf, falls noch mal jemand die Frage haben sollte.

Die Systematik der Ersatzteile hat sich geändert und ist daher nicht vergleichbar. Von ca. 1963 bis 1970 gab es Ersatzteilpakete für jede Lok, also z.B. "alle Zahnräder und Sprengringe" oder "alle Räder und Achsen" oder "alle Stromabnehmer". Ob Fahrzeuge Gleichteile hatten, ließ sich daher aus den Ersatzteillisten nicht erkennen. Nach 1971 gab es viele Teile einzeln, aber keine Ersatzteilblätter für Modelle, die zu diesem Zeitpunkt nicht mehr produziert wurden. Für solche alten Modelle hilft also nur Vergleichen oder inspiriertes Raten -- so dürften in fast allen Loks vor 1971 die Achsen 51 4001 verbaut worden sein.

Gruß
Harald

 
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