
Hallo Moba - Kollegen,
Nach meiner Vorstellung im Forum am 10.04.2010, möchte ich Euch kurz
meine Anlage vorstellen.
Auch ich bin bekennder M-Gleis und Analog Bahner der 60 ziger Jahre mit
Hang zum Alten und Ältern. Ich glaube insgesamt nimmt auch der
nostalgische Gesichtspunkt in einer bestimmten Altersgruppe zu.
Ich habe aus meiner Erinnerung an meine Kindheit, die Anlage, die mir
mein Vater einst baute, nachgebaut und etwas mit den Dingen modifiziert,
die ich damals nicht besaß:




Viele weitere Bilder sind auf meiner homepage im Kapitel " Meine letzte
Anlage?" zusehen. Durch die Arbeit mit der HP und das Lesen in den
Foren, schlage ich mich im Moment mit dem Gedanken herum, die Anlage
in Anlehnung an die alten Vorführ - Werksanlagen farblich zu behandeln,
nur mit Dioramen-ähnlichen Bereichen auszustatten-vollzustellen und
keinen eigentlichen ausgestalteten Landschaftsbau zu betreiben.
Was halten Ihr davon?
Wichtig bei der Kozeption der "Kindheits" - Anlage war mir ein hoher
Spielwert, also Kopfbahnhof, Rangier - und BW-Betrieb mit Ablaufberg,
Wende-/Kehrschleifen in beiden Ebenen, kleiner Landbahnhof für
Schienenbusverkehr ( o. links ), Parade - Viaduktstrecke, Unterbringung
aller elektromechanischer Zubehörteile ( Schotterwerk, Wassermühle,
Drehkran u. Wiadkran, Sägewerk, Kohlebunker, Windmühle, Faller
Tankstelle, usw.)
Ich habe die Anlage so geplant, daß ich sie nach links durch Anbau mit 2
Gleisen verlängern kann. Hier geplant ist das Kopfbahnhofsgebäude (
Cortina oder Flüelen ) mit Dorf/Stadt. Unter der Platte im Tiefparterre soll
noch ein Schattenbahnhof entstehen.
Tatsache ist, daß schon mein Vater die Idee mit dem hohen Spielwert gut umgesetzt hatte.
Grüße
Wolfgang - nodawo

Wolfi`s Modelleisenbahnseiten - http://www.modelleisenbahnfan.de/

Zitat von nodawo
mit Ablaufberg...
Wolfgang - nodawo
Hallo Wolfgang,
mein lieber Herr Gesangsverein, da hör´ich Charles Augustin de Coulomb, den "Erfinder der Haftreibung", sich aber im Grab umdrehen, bei der Steigung im Vordergrund. ![]()
Ich nehme aber an, die ist nur "proveschores" so aufgebaut, um die Idee zu verdeutlichen, denn nach vorsichtiger Schätzung beträgt die Steigung ungefähr 1:10 !!
("und wenn die Steigung 1:100 ist, wir fahren da hoch!"Zitat eines Heeresfeldbahn-Begleitoffiziers im 2. Weltkrieg)
Sind die alten Märklin-Loks solche Bergziegen, dass sie da hochkommen?
Da kann ich als Fleischmann-Fahrer nur staunen.
Frage ist natürlich, wieviel an "Kopffreiheit" für den Schattenbahnhof überbleibt, wenn man die Steigung reduzieren müsste. Oder früher anfangen...
Gruß und nichts für ungut
Dennis

Hallo - Guten Abend Dennis,
Du hast natürlich recht aber in meiner Kindheit konnte die Br44 mit 8
Waggons diese Rampe bewältigen.
Auf der jetzigen Anlage habe ich im Bahnhofsbereich am Beginn der
Rampe ein Abstellgleis für eine E 94 und BR 41 für Doppeltraktion oder
Schubarbeiten vorgesehen.
Der ICE 1 und der TEE schaffen die Steilrampe übrigens problemlos.
Die Rampe besteht aus 6x5100 gebogen und 5x5106 gerade mit einer
Strecke von 2.01m bei einer Höhe von 0 auf 15 cm.
Das heißt nicht reale 7,4 % Steigung. Man kann nicht alles haben!
Um die Funktionsfähigkeit meiner sehr "Steilen Rampe" zu zeigen, hier
ein paar Bilder:

Die E 194 steht auf dem Bereitstellungsgleis zum Beginn der Rampe für Doppeltraktionsdienste.
Grüße
Wolfgang - nodawo

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Einfach ein schoene "alte" Anlage.
Und das mit der Steigung - alles eine Frage des Kompromisses - die alten Loks schaffen das.
LGaCZ
Wolfgang

Zitat von czfrosch
Einfach ein schoene "alte" Anlage.
Und das mit der Steigung - alles eine Frage des Kompromisses - die alten Loks schaffen das.
LGaCZ
Wolfgang
neugierige Frage: warum schaffen das die neuen Loks nicht?
gruß
ralfbayern

Hallo Wolfgang,
bevor sich Deine E94 am Prellbock ausruhen kann, würde ich mal die Schaube entweder versenken oder entfernen ... sorry Spitzfindigkeit, bringt der Beruf so mit sich ...
Aber auch Neid ... so weit bin ich noch nicht ... Jungs noch zu klein!
Grüße
Olaf
BR 50 - mehr Varianten wie Märklin erlaubt!

Lieber Olaf,
Ich bin immer wieder erstaunt, wie genau im Forum hingeschaut wird.
Du hast ja recht, aber die Schrauben werden erst versenkt, wenn ich die
Oberleitung im Bahnhofsbereich installiert habe.
Gruß
Wolfgang - nodawo

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hallo ralfbayern,
czfrosch hat folgendes geschrieben:
Zitat
Einfach ein schoene "alte" Anlage.
Und das mit der Steigung - alles eine Frage des Kompromisses - die alten Loks schaffen das.
LGaCZ
Wolfgang
Ich denke, es hat schon etwas mit der Leistungsstärke der alten Motoren zu tun. Wobei dafür damals die langsamen Fahreigenschaften nicht so gut wie heute waren - halt analog mit Schwung und Gewicht.
Von der Fa. Seuthe gab es übrigens für starke Steigungen Anfang der 60er Jahre einen Gleis - Aufrauer zur Verbesserung der Traktion mit Haftreifen.
Gruß
Wolfgang - nodawo

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Zitat von nodawo
...
Ich denke, es hat schon etwas mit der Leistungsstärke der alten Motoren zu tun. Wobei dafür damals die langsamen Fahreigenschaften nicht so gut wie heute waren - halt analog mit Schwung und Gewicht.
Von der Fa. Seuthe gab es übrigens für starke Steigungen Anfang der 60er Jahre einen Gleis - Aufrauer zur Verbesserung der Traktion mit Haftreifen.
Gruß
Wolfgang - nodawo
Nicht nur mit der Leistungsstärke der Motoren. Die Motoren sind im Regelfall so ausgelegt, dass sie auf jeden Fall mehr Zugkraft am Rad aufbringen als überhaupt Haftreibung zur Verfügung steht. Denn sonst würden sie im Überlastungsfall stehen bleiben und überhitzen.
Das Durchrutschen ist also eine Art Lebensversicherung (Überlastschutz) für den Antrieb.
Ein anderes Problem ist m.E. das Nachlassen der Reibung bei alternden Haftreifen. Der beste Haftreifen ist auf die Dauer der, der gar nicht gebaucht wurde.
Gestern habe ich z.B. eine alte 40 Jahre alte EMD-F-Lok (GFN1343) vor 6 Box-Cars und 3 offenen Vierachsern ohne nennenswerte Steigung aufgeben sehen, während die 50 Jahre alte Mikado-Dampflok 1367 (vgl. http://alte-modellbahnen.foren-city.de/t...ot-leiterw.html) nicht nur die 9 Wagen, sondern auch noch 3 Flats, 2 Hoppers und 3 Caboose-Wagen ohne Murren durch die Wendekehre gezogen hat. Die 1367 hat keine Haftreifen.
Trotzdem erstaunt mich, dass auch Deine Triebwagenzüge die Steigung meistern! Alle Achtung!
Masse ist eben durch nichts zu ersetzen außer durch Masse. Diese muss aber auch geschickt angeordnet und genutzt werden. Ohne Reibungsgewicht nützt jedoch das beste Antriebskonzept wenig.
Alles in allem: Wenn´s funktioniert: wirklich eine schöne Anlage, und die Idee mit der farblichen Werksanlagen-Ausgestaltung finde ich gerade bei der vorliegenden recht eng "beschienten" Gleisanlage interessant.
Viele Grüße
Dennis

Hallo Wolfgang,
gefällt mir gut, diese Anlage. Da ist ja alles dabei, was das Herz begehrt.
Schön, daß Du auch über den Märklin-Tellerand hinausschaust, sehe ich doch auf einem Deiner Abstellgleise 3 schöne TRIX EXPRESS Kesselwagen 20/78.
Grüße aus KA
Ulf
AC oder DC?
Dumme Frage, natürlich AC/DC - Rock'n'Roll Train!
-----------
Hast Du nix als Stress? Brauchst Du TRIX Express!

Hallo Wolfgang,
in den 60er Jahren hat mein Vater eine Märklin-Anlage für uns Kinder aufgebaut, in der eine enorme, kurze Steigung vorhanden war. Wenn man bei der einzig vorhandenen Lok, einer BR81 (Märklin 3031) so richtig „Gas“ gab schaffte sie den Berg mit den vorhandenen 5 Wagen spielend. Danach bekamen wir eine V200 (Märklin 3021) und 3 Personenwagen geschenkt. Diese Lokomotive schaffte diesen „Steilhang“ dann nicht mehr. Die Steigung wurde „gestreckt“ und das Problem damit behoben.
Auf deinen Fotos ist man gleich über den steilen Anstieg im Vordergrund gestolpert. Auch wenn jetzt die Lokomotiven den Berg noch schaffen, ist es vielleicht keine schlechte Idee die vorhandenen Möglichkeiten auszunutzen und die „Steilstrecke“ etwas zu entschärfen. Es sieht auch ausgeglichener aus. Dazu braucht man die Steigungsstrecke nur so früh wie möglich beginnen und durch kleinere Erhöhungen zu strecken.
Meinen herzlichen Glückwunsch zu dieser schönen M-Gleis-Anlage. Ist wirklich ganz toll.
Wenn ich das nächste Mal etwas aufbaue werde ich jede Menge Ideen von dir klauen
Grüße
Manfred

Zitat von nodawo
hallo ralfbayern,
czfrosch hat folgendes geschrieben:Zitat
Einfach ein schoene "alte" Anlage.
Und das mit der Steigung - alles eine Frage des Kompromisses - die alten Loks schaffen das.
LGaCZ
Wolfgang
Ich denke, es hat schon etwas mit der Leistungsstärke der alten Motoren zu tun. Wobei dafür damals die langsamen Fahreigenschaften nicht so gut wie heute waren - halt analog mit Schwung und Gewicht.
Von der Fa. Seuthe gab es übrigens für starke Steigungen Anfang der 60er Jahre einen Gleis - Aufrauer zur Verbesserung der Traktion mit Haftreifen.
Gruß
Wolfgang - nodawo
hallo wolfgang,
das war ja ein toller hinweis mit dem gleisaufrauer. wie hat der denn ausgeschaut? einfach so eine art schleifstein? Was waren denn die Gründe, das so etwas heute nicht mehr gemacht wird? Kontaktprobleme dürfte wohl nicht der Grund gewesen sein. Aber ich behalte das auf alle Fälle mal im Hinterkopf
danke und gruß
ralfbayern

Hallo Alle zusammen,
Zunächst einmal Vielen Dank für die Resonanz auf meinen Beitrag!
Ulf - UlfHaN
ja, mit "zunehmenden Spielalter" gefallen mir auch andere Sachen gerade aus der Blech - Metallzeit, z.B. TrixExpress, Fleischmann Guß-GW. Die bis dato umgebauten Trix Kesselwagen sind auf meiner hp mit Fotos beschrieben.
Manfred - ReelToReel
gegen Ideenklau oder besser Anregungen verwerten, ist nichts einzuwenden.
ralfbayern -
es war ein Griff mit einem Rad am Ende um mit den Rad die Gleise
abzuziehen.
Beschrieben im Messeheft Miba um 1960 von der Fa. Seuthe. Wenn ich das Heft wieder finden werde ich es genau mitteilen.
Gruß
Wolfgang - nodawo
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Hallo Wolfgang, Glückwunsch zu deiner sehr schönen Anlage.
Was mich interssieren würde: Welche Grundfläche hat sie? Grüße, Johannes
Schrott wird flott - Geht nicht gibt´s nicht. Alles eine Frage des Aufwandes.

Hallo Johannes,
Grundplatte 2,30m x 1,60m,
1.Etage 2,20m x 80cm,
Anbauteil 80cm x 60cm.
Gruß
Wolfgang - nodawo


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