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Motorenexperte für Bing gesucht

#1 von messingcolera , 13.09.2009 21:48

Hallo liebe Blechbahner,

ich würde mich einmal über Detailinfos von Experten zu den Bing Motoren freuen. Für Märklin finden sich ja diverse Darstellungen und Erläuterungen, aber bei Bing sieht es seht mau aus.

Als Beispiel habe ich einmal 3 verschiedene 523/540 in der kurzen Version gewählt. Ich habe hier Exemplare mit 2 Schleifern ohne Umschaltung, 2 Schleifer mit Umschaltung und mit nur einem Rollenschleifer.

Gibt es eine Systematik dazu? Wie kann ich Stark- und Schwachstrommotoren unterscheiden? Gab es verschiedene Umschaltertypen analog zu Märklin? Und gab es eine offizielle Bezeichnung für die verschiedenen Motoren (in der Form Motor Ausführung 47G - oder wie auch immer)?

Wie ihr seht eine Menge Fragen, es würde mich sehr freuen, wenn jemand diese Fragen etwas erleuchten könnte.

523/540 Variante 2 Schleifer und Umschalter







523/540 Variante 2 Schleifer







523/540 Variante Rollenschleifer





 
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RE: Motorenexperte für Bing gesucht

#2 von Ypsilon , 14.09.2009 21:23

Tatsächlich kenne ich auch keine Übersicht über die verschiedenen Triebwerke von Bing. Sicher ist das Wissen vorhanden, aber es hat wohl noch niemand aufgeschrieben.
Starkstromtriebwerke kannst Du am besten an der Drahtstärke erkennen. Starkstrom hat dünne Drähte.

Gruß Ypsilon


Gruß von Ypsilon

 
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RE: Motorenexperte für Bing gesucht

#3 von frank_from_munich , 17.06.2015 13:01

Ist dieses Problem aktuell?

Ich habe gerade repariert ein 523/540 Variante 2 Schleifer und Umschalter.
Ausgezeichnete Informationen im Thread: Bings frühe elektrische Umschaltung und die technische Neuerung ab 1924 von Riera.

Ich habe einen Schaltplan, Fotos und Erläuterungen als pdf, English (bin Ami).
Sollte ich Sie zu Ihrem Thread einfugen oder sie Ihnen senden?

Ich arbeite derzeit an was Sie ein 523/540 Variante Rollenschleifer nennen.
Schaltplan ist gemacht, aber die Arbeit ist langsam, weil ich mir fast sicher bin, es ist ein 4-V-Maschine handelt. Ich kann der Thread und wer hat gesagt, dass das "Zahnrad ist größer als das Rad" nicht mehr finden, aber ihrem Bild zeigt dies.

Auch in Becher-Reiche, Alte Modellbahnen PG 163 zeigt den Motor für Schwachstrom, 4 Volt!

Gruß aus München

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RE: Motorenexperte für Bing gesucht

#4 von joha30 , 17.06.2015 13:11

Hallo Frank,
herzlich willkommen im Forum. Ich freue mich, dass es einen weiteren Bing-Freund hierher verschlagen hat.
Bilder und Dokumente sind immer gern gesehen. Wenn Du Dir die Mühe machen willst mit der Einstellerei ist das sehr gut.
Gruß JoHa


Viele Grüße, JoHa

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RE: Motorenexperte für Bing gesucht

#5 von frank_from_munich , 18.06.2015 22:48

Der erste pdf ist für der NYC Spur 0 lok. Der zweite ist für einen Bing Spur 1 18 Volt Lok mit Vergleiche zu dem NYC Spur 0 Lok. Mechanik ist nahezu identisch. Vergleich Fotos sind in der Datei.
Es wurde für einen Freund in den USA geschrieben. Wenn jemand interessiert ist, konnte ich schließlich wieder auf Deutsch übersetzen (so gut ich kann). Vielleicht jemand mag die Arbeit genug zu helfen.

Wie ich bereits erwähnt, das Dokument (Und meine eigene Reparaturen) war nur möglich dank der Thread, Bings frühe elektrische Umschaltung und die technische Neuerung ab 1924 von Riera! !! (In Deutsch!!)

Er repariert (und Dokumente!!!!) eine Starkstrom Bing Lok, ich dokumentiere eine 18 Volt Maschine. Man sieht, dass das 18v Motor wurde mit der Absicht, einfach ein Upgrade in ein bestehendes Lok nach dem 1927 Gesetz Änderungen!

Schaltplan für die bing Lok


Ich arbeite derzeit an was Sie ein 523/540 Variante Rollenschleifer nennen.




Bin ich richtig wenn ich annehme, es ist ein 4-V-Maschine? Weiß jemand etwas über diese 4 Volt Maschinen?

Gruß aus München
Frank

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RE: Motorenexperte für Bing gesucht

#6 von caepsele , 19.06.2015 11:43

Hallo Freunde des elektrischen Antriebes!

Bin recht neu in der Antriebsform, aber was mir aufgefallen ist, dass eher die frühen Stromabnehmer die Rollen-Type sind.
Kann es sein, dass es einfach aus Kostengründen den Wechsel zu den einfacheren Löffelabnehmer als Grund gab? Oder laufen die Rollenabnehmer weniger Betriebssicher über Weichen / Kreuzungen?
Ansonsten ist der Ansatz "besser rollen als schleifen" eher von Vorteil?!

Gruß
Harry


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RE: Motorenexperte für Bing gesucht

#7 von riera , 21.06.2015 14:52

Hallo ,
bin z.Zt. über einer anderen Publikation (frühes Fernsprechwesen) und deshalb modellbahnmäßig mal abgetaucht.
@ Frank
Dank für den Hinweis, freue mich, dass meine Gedanken etwas hilfreich sein konnten. So soll es doch sein, denn zu meiner Anfangszeit in den 1970er Jahren der Beschäftigung mit Bing und der Restaurationen des Materials, war es kaum möglich, Hinweise und Unterstützung bei Fragen zu bestimmten technischen Sachverhalten bei Bing zu erhalten. Das war eigentlich nur bei Fragen zu Märklin möglich. Denke, Botho kann das bestätigen. Internet gab’s nicht. Man kontaktierte auf Börsen und Auktionen die Größen der Zeit und bildete sich so fort. Nicht zu vergessen, die Literatursammlung, die in diesem Zusammenhang ständig erweitert wurde. Wenn man sich dann technisch eingedacht hatte, war es möglich mit schulischem Erinnerungsvermögen die Stromläufe, z. B. bei den Umschaltmechanismen nachzuvollziehen und Reparationen durchführen. So bei der kleinen vorgestellten Schnellbahnlok von 1912.
Frank, Anerkennung und Kompliment für die tolle Ausarbeitung und Dokumentation zum Thema Umschaltung vom 18.06.15.
Die mir vorliegenden Gusseisernen Spur 0 Bing-Loks mit Rollen- und Flach-Schleifer haben den von Dir abgebildeten Motor, alle keinen Umschaltmechanismus, laufen alle mit Gleichstrom( bei 4V, 1 Amp. Stromaufnahme, Motor läuft gerade an, maximal bei 12 Volt mit 1,8 Amp. Aufnahme, ebenso mit Wechselstrom)
Bei den Spur I Motoren, die technisch gleich wie die Spur 0 Motoren aufgebaut sind, alte Umsteuerung, Rollenschleifer, bei 18 Volt Gleichstrom und 18 Volt Wechselstrom optimaler Motorlauf mit 0,4 Amp. Stromverbrauch. Es sind Allstrommotore im Gegensatz zu den 4 Volt Schwachstrommotoren mit Permanentmagnet. Einfach den Motor durchmessen, dann behutsam die Spannungsquelle anschließen und dann langsam die Spannung erhöhen.
@ Harry
Ich kann bestätigen, dass die Rollenstromabnehmer vorwiegend bei den frühen Bing-Lokomotiven zu finden sind.
Aus dem eigenen Betrieb heraus konnte ich feststellen, dass die Stromaufnahme über die Rollen vom Mittelleiter häufig durch Oxydationsschichten und ölig-staubige Schichtaauflagerungen an den Rollen und auch auf dem Mittelleiter zu schlechtem Fahrverhalten führen. Die Rollen mussten immer wieder mit Putzwolle oder Schleifpapier „blank“ gemacht werden. Diese Tatsache trat bei den Schleifern wesentlich seltener auf, denn durch den „mechanischen Schleifvorgang“ bei der Stromaufnahme werden die „Widerstandsschichten“, zwar unter Schwund der Stärke des Schleifers, abgeschliffen. Auch Becher nimmt im Buch Bodenläufer, Spielbahn, Supermodell zum Thema Stellung.
Grüße,
R.R.

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Bings frühe elektrische Umschaltung und die technische Neuerung ab 1924

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