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Trix Express 20/59 unbekanntes Lokgehäuse........Aufarbeitung und Reparatur

#1 von geopiri , 05.04.2018 21:30

Hallo Forum,

meine gesamte Trix Anlage habe ich vor 30 Jahren gekauft, seitdem steht alles gutverpackt in Kartons im Schrank, und ich nehme jetzt Teile heraus zum Check und Reparaturen....

Eine 20/59 ist dabei gewesen, allerdings ein völlig anderes Gehäuse der gewohnten 01 mit Wagnerblechen, das Gehäuse passt genau auf das Motorgestell der 20/59, es ist etwas "bulliger" und auch filigraner verarbeitet.
Der Tender ist ebenfalls anders, hat Echtkohle drauf und funktioniert ebenfalls mit automatischer Kupplung, Anzeichen von Gemarkungen sind mit Goldstift ö.ä. aufgetragen, aber absichtlich unleserlich, vielleicht angelehnt an Märklin.
Diese Lok mit Tender habe ich von einem alten Mann bekommen der sie lange irgendwo im Schrank gehabt hatte.... unwissend was das war habe ich sie gekauft, denn ich fand sie sehr schön....

Ich habe später das Gehäuse durch ein neues Trix- Gehäuse ersetzt, dieses Gehäuse mit dem Tender tief unten in den Schrank gesteckt und vergessen....

jetzt krame ich es heraus und habe keine Antwort was es überhaupt ist...

ins Forum gefragt, kann jemand damit was anfangen, woher... und wie alt, vielleicht ist es auch nur ein Eigenbau, der aber was vom Handwerk verstanden hat...?
ich weiss es einfach nicht, hier ein paar Bilder...

zum Vergleich ist immer oben das originale Gehäuse der 20/59....





















Danke im voraus, mit Grüssen Georg


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RE: Trix Express 20/59 unbekanntes Lokgehäuse.....weiss jemand Rat...?

#2 von geopiri , 06.04.2018 07:49

Nachtrag.....

ich habe mal das neue Gehäuse abgenommen und die Lok im Ursprung zusammengestellt...

die Trix- Fahrwerke haben beidseitig den roten waagerechten Behälter unter dem Führerhaus, hier fehlt einer auf der rechten Seite, weil dieser jetzt am unbekannten Gehäuse sitzt.

Die Kuppel- sowie die Treibstangen haben aufgemalte rote Striche, der Tender hat nicht, wie ich vorher gesagt, die automatische Kupplung, das Kabel dient der Beleuchtung für den Tender.

Das unbekannte Gehäuse hat vorne zwei Stirnlampen, die Vorrichtung dafür war auf dem Motorgestell auch vorhanden, ich habe es in den Originalzustand versetzt, dass heisst....eine Stirnlampe oben am Kessel, entsprechend auch das neue Gehäuse....





mit Grüssen Georg


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RE: Trix Express 20/59 unbekanntes Lokgehäuse.....weiss jemand Rat...?

#3 von geopiri , 09.04.2018 20:19

Hallo Forum,

habe viel recherchiert aber nix herausgefunden, Fleischmann, Schicht, aber warum soll ich woanders schauen, dieses Gehäuse muss etwas mit Trix zu tun haben, denn ich glaube niemals, dass irgendein Fremdgehäuse auf ein Trix Fahrgestell so einfach passen würde....

Das "UFO" Gehäuse ist, wie gesagt, viel grösser, auch der Tender überragt den Tender der 20/61 deutlich, es ist also eine sehr grosse 2C1 auf H0 Ebene....

Zinkdruckguss, sehr filigran verarbeitet, ich glaube nicht an Eigenbau, doch warum diese Grösse.....?

Nochmal ein paar Bilder, jetzt habe ich sie zusammengebaut, im Vergleich mit der 2C1 von Trix Express, der 20/61....













Alles Trix Express, was ich von den alten Mann bekommen habe, war deutlich Vorkrieg, der Triebwagen 20/58 ist sogar die erste Version....
Das "UFO" Gehäuse ist auf einem Fahrgestell von 1938 geschraubt, der 20/57, leider läuft dieser noch nicht, alles ist komplett verharzt, aber ich möchte ihn in den Originalzustand reparieren, also mit "UFO"....
ich denke es ist und wird ein Unikum bleiben.... solange ich nicht weiss, was damals der Grund war....soetwas zu konstruieren...

Danke fürs zuschauen, mit Grüssen Georg


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RE: Trix Express 20/59 unbekanntes Lokgehäuse.....weiss jemand Rat...?

#4 von aus_Kurhessen , 09.04.2018 20:40

Hallo Georg,

bist Du sicher, dass das Gehäuse aus Guss besteht. Könnt es nicht auch Zinkblech sein, denn - wie es aussieht - sind keine Teil angegossen, sondern alle sind angelötet (z. B. Sandkasten), manche auch ein wenig schief, wie z. B. der Vorwärmer. Der Kessel könnte auch ein abgedrehtes Rohr zur Darstellung der Kesselringe sein, dass unten aufgeschnitten wurde. Der beschaffbare Rohrdurchmesser war möglicherweise der Grund für die Größe des Gehäuses.
Auf jeden Fall gut gemacht, etwas besonderes und erhaltenswert.

Viel Erfolg bei der Herstellung der Lauffähigkeit.

Gruß
Jürgen


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#5 von geopiri , 09.04.2018 20:48

Hallo Jürgen,

es ist sicher Zinkdruckguss, habe beide Gehäuse gewogen, beide gleiches Gewicht, das Gehäuse ist schwer und der Lack blättert auch an einigen Stellen ab, ein typisches Zeichen von Zinkdruckguss....?
und wenn du mal das Teil von unten betrachtest.... ich bin sicher... es ist Guss, klar, einige Teile sind aufgelötet, wie du schon richtig gesehen hast...

mit Grüssen Georg


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#6 von geopiri , 09.04.2018 21:10

Jürgen....

ich werde das mal aufmessen, nicht schlecht dein Argument.... habe dazu auch nix dagegen, wenn es auf "deine" Recherche gebaut wurde...
sehr interessant, danke...

mit Grüssen Georg


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RE: Trix Express 20/59 unbekanntes Lokgehäuse.....weiss jemand Rat...?

#7 von geopiri , 09.04.2018 21:46

....und so wird es sein...

wie Jürgen es aus seinen Augen gesehen hat.

Die Aufbauten sind angelötet, der Sanddom ist sogar aus Blech und mit Blechlaschen nach innen befestigt, es scheint wirklich ein "Wasserrohr" zu sein, welches gut gedreht wurde und unten abgeschnitten...

Ja Mensch, daran habe ich nicht gedacht, nun hat sich dieses kleine Rätsel aufgelöst, finde ich super, vielen Dank...

Jetzt fehlt nur noch dieses warum das ganze, hatte das Gehäuse schon damals Zinkpest gehabt, oder wollte ein Modellbau- Profi etwas besseres bauen...? Fest steht dass der Tender keine Spule für die automatische Kupplung hat, das Kabel ist nur für die Schlussbeleuchtung.... wäre ein Tender mit automatischer auf dem Markt gewesen, dann hätte dieser Erbauer ihn sicherlich auch eingebaut.... nein, das geht nicht, weil der Lokrahmen eine 20/57 ist, und da geht keine automatische Kupplung wegen der Schaltung.... also kann der Umbau auch tatsächlich wesentlich später erfolgt sein...

Jürgen, das war gut,

mit Grüssen Georg


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#8 von aus_Kurhessen , 09.04.2018 21:50

Hallo Georg,

es sind einfach Beobachtungen, die ich mache und Schlüsse, die ich daraus ziehe und ich habe selbst schon etwas aus Zinkblech zusammen gelötet, wenn auch kein Lokgehäuse. Das fühlt sich ziemlich massiv an. Aber ich sehe ja nur die Fotos und Du hast das Gehäuse in der Hand und vor Augen und kannst es letzlich besser beurteilen. Ich wollte nur einen Denkanstoß geben.

Gruß
Jürgen


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RE: Trix Express 20/59 unbekanntes Lokgehäuse.....weiss jemand Rat...?

#9 von united.trash , 09.04.2018 22:07

Moin,

für einen Eigenbau spricht die Tatsache, dass es keine erhabenen Loknummern wie damals bei allen Herstellern gibt. Stattdessen flache Schilder, die irgendwie schlampig mit Farbe verkleckert sind: Das passt nicht zu der ansonsten guten Erscheinung und Verarbeitungsqualität des Exponats. Der Mann konnte ein gutes Gehäuse bauen, aber Schilder gießen wie eine echte Modellbahnfabrik, das konnte er nicht. Was hätte er auch draufschreiben sollen?

Oder ist es wie bei meinen Fliegeruhren, die ab Produktionsjahr 1943 keinen Herstellercode mehr eingraviert bekamen, damit der Gegner keine Rückschlüsse ziehen konnte?

Vielleicht gehört die Lok ja zu dem grünen Sonderzug, mit dem mein hochverehrter Eisenbahnfreund Kim neulich publikumswirksam zum chinesischen Modellbahntreffen gefahren ist - mit vollen 14 Volt auf Bakelitgleisen.
Auf dem Zug stand auch nix drauf!

Martin

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RE: Trix Express 20/59 unbekanntes Lokgehäuse.....weiss jemand Rat...?

#10 von geopiri , 10.04.2018 08:13

Hallo Jürgen, Martin und Forum,

es ist wirklich ein Wasserrohr, 1 Zoll.... was es nicht alles gibt, klasse.
Dann werde ich die Lok komplett überholen, das Gehäuse muss entlackt werden und bekommt einen neuen Anstrich, am liebsten hätte ich die Galeriestangen ohne Anstrich, also silber, das wird aber schwierig sein...

...und wie ich kleine Blechschildchen mit der Aufschrift (zum Beispiel)..01 2066-7 hinbekomme, das weiss ich noch lange nicht...

mit Grüssen Georg


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#11 von aus_Kurhessen , 10.04.2018 14:53

Zitat von geopiri im Beitrag #10

...und wie ich kleine Blechschildchen mit der Aufschrift (zum Beispiel)..01 2066-7 hinbekomme, das weiss ich noch lange nicht...



Hallo Georg,

warum willst Du ein Vorkriegslokmodell mit einer Computer-Nr. versehen? Dann doch lieber 01 066, so hieß sie von ihrer Entstehung bis ca. 1970. Ätzschilder gibt es bei Gaßner, Beckert oder Ostmodell.

Gruß
Jürgen


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RE: Trix Express 20/59 unbekanntes Lokgehäuse.....weiss jemand Rat...?

#12 von geopiri , 10.04.2018 17:33

Hallo Jürgen,

weil es die erste 01 Lok war die ich bei Gockel im Bildarchiv gesehen habe, und wenn man weiter bei Wiki schaut, dann ist die 2066-7 eine Umbaulok, also ist die Nummer nix...
Die 066 ist 1924 gebaut und die 118 ist 1934 gebaut, eins von den beiden werde ich nehmen, Trix begann 1936 mit H0....

Es sind immer gute Tipps, macht man alles eigensinnig, sind Fehler da.....Danke..

Wegen der kleinen Schildchen frage ich mal nach, weisse Schrift auf schwarzen Untergrund, bin gespannt...

mit Grüssen Georg


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RE: Trix Express 20/59 unbekanntes Lokgehäuse.....weiss jemand Rat...?

#13 von united.trash , 10.04.2018 20:53

Hallo Georg,

dann erklärt sich die Größe durch das Wasserrohr selbst: der Erbauer hat den Maßstab an diesem Wasserrohr orientiert! Ich finde diese Arbeit aber außerordentlich gut, da hatte einer das handwerklich/technische Knowhow
und genau deshalb ist das Teil erhaltenswert, auch wenn's kein Markenartikel ist!
Schau Dir nur einmal in alten Mibas an, was früher für ein Schrott als "erstklassiger Eigenbau" durchging: Da hebt sich dieses Modell doch wirklich vorbildlich ab!

Mich würde die Intention für diese Arbeit interessieren: Wollte hier einer die "bessere" Lok bauen oder war ihm schlicht das Originalgehäuse zerbröselt? An der Trixtechnik ist doch offenbar nix verändert.

Ich würde die wieder flott machen und dann als Vitrinenmodell ab und an mal ein paar Runden vorführen, am besten mit den Papp- Behelfs- Wagenmodellen von Ernst Ganzer oder so, dann hast Du ein Stück authentische Nachkriegsgeschichte!

Martin

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RE: Trix Express 20/59 unbekanntes Lokgehäuse.....weiss jemand Rat...?

#14 von geopiri , 10.04.2018 22:39

Hallo Martin,

das ist auch meine Vermutung...Gehäuse zerbröselt, oder Teile davon, und irgendwie landet sie bei einem guten "Reparateur" oder jemand, der dieses Geschick hatte eigenes zu bauen, so nach dem Motto...das kann ich auch und auch ein bisschen besser, warum nicht...?
Die Lok werde ich in jeden Fall aufarbeiten, aber ich habe die erste harte Nuss zu knacken....
Die Räder samt den Zahnräder waren komplett verharzt, nix bewegte sich, und jemand muss versucht haben mit Gewalt die Räder zu drehen, so muss irgendein Rad auf der Achse sich minimal gedreht haben.
Ich habe die Halteplatte gelöst und alles saubergemacht, geölt an den Achsen, nicht die Zahnräder, aber die Räder laufen eine halbe Umdrehung und blockieren.
Also muss ich das Gestänge abnehmen und nur mit der Kuppelstange versuchen zu justieren, zuerst eine Seite, dann die andere, und dann werde ich sehen wo etwas falsch sitzt...

Du hast Recht, das könnte eine schöne unikate Lok werden, ich versuchs einfach mal.....

Also berichte ich hier weiter....

mit Grüssen Georg


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RE: Trix Express 20/59 unbekanntes Lokgehäuse.....weiss jemand Rat...?

#15 von geopiri , 12.04.2018 17:25

Hallo Forum,

mittlerweile habe ich das Gestänge entfernt, die Radhalteplatte auch und habe alle Räder mit allen Zahnräder saubergemacht, die Achslager ebenfalls sauber und anschliessend alles wieder eingebaut, aber ohne Radhalterplatte, dann habe ich einseitig die Kuppelstange eingesetzt und die Räder entsprechend um die Zähne versetzt, ging es links gut war rechts auch OK, das war schon mal gut....

Dann habe ich die Radhalteplatte wieder anmontiert sowie die Kuppelstange festgeschraubt, jetzt, angetrieben durch die Treibritzel, läuft das Fahrwerk rückwärts prima, vorwärts blockiert es teilweise...

Wahrscheinlicher Grund, vielleicht auch für Bernd, Doc1981 interessant, die Achslager sind etwas ausgeschlagen, dreht die Antriebsritzel das erste Treibzahnrad an, dann hebt sich das Rad minimal hoch bei Vorwärtsfahrt, dadurch verkanten die Zahnräder etwas und blockieren... drehe ich jedoch an allen sechs Räder gleichzeitig, dann ist die Blockade sehr geschwächt...

Es kann also sein, dass, wenn die Lok auf den Gleisen liegt, das Gewicht der Lok die Räder gut in die Achslager drängt, und sie fährt gut, aber es kann auch das Gegenteil passieren, komplette Blockade, dann muss ich den Rahmen buchsen lassen, das kann ich natürlich nicht machen....





Das wird sich zum Schluss zeigen, wenn der Motor läuft....

mit Grüssen Georg


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#16 von aus_Kurhessen , 12.04.2018 18:23

Hallo Georg,

was mir auffällt: Die Räder haben auf der Innenseite noch eine Scheibe aus anderem Material. War das damals bei Trix grundsätzlich so oder ist das noch eine Besonderheit?

Gruß
Jürgen


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#17 von geopiri , 12.04.2018 18:26

Hallo Jürgen,

stimmt, sieht aus wie eine dünne Pertinaxscheibe, ich weiss nicht warum.....

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#18 von geopiri , 12.04.2018 18:38

....vielleicht dazu folgendes...

die Achsen samt den Zwischenritzeln sind Masse, die Räder sind auf Messingbuchsen plus Plastikring gepresst, also Plus eins und zwei, damit die Zwischenritzeln nicht an die Räder reiben, ist diese dünne Pertinxscheibe eingesetzt.... möglich so....?

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#19 von united.trash , 12.04.2018 20:51

Hallo Georg,

Die Achslager sind das letale Problem aller Trix-Loks. Weil sie geizmäßig auf Buchsen verzichtet haben, sind gerade die richtig alten Chaisen oft völlig ausgenudelt. Da reinigt man stundenlang, fettet die Lager sorgfältig und am Ende will es doch nicht nicht einwandfrei laufen. Deshalb sind die Teile auch oft recht billig zu haben. Der Märklinkollege zahlt fünfmal soviel, macht seine Lok mal sauber und fährt los...

Martin

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#20 von geopiri , 12.04.2018 22:27

Hallo Martin und Forum,

sie sind eben da, Trix, Fleischmann oder Rokal, und sie werden gepflegt... das Ausbuchsen würde mich etwa 100 Ocken kosten, ich denke das ist kein Thema für eine superschöne Lok.
Wer viel fährt hat Verschleissteile, das wird auch bei Märklin sein, und es wäre langweilig, wenn jeder eine Märklin zu Hause hätte und einen Mercedes vor der Türe....?

Die Achslager dieser Lok werden noch ein Weilchen halten, ohne Kohlen und übriges Gestänge läuft sie, geschoben auf Filz, gut....und ich denke sie wird auch gut laufen, vorausgesetzt ich bekomme den Motor hin...

Das Gehäuse, tja, da werde ich wahrscheinlich nix daran machen, viel überlegt, denn damit hätte ich den Ursprung des Erbauers total ruiniert... es hat eben Macken, auch wenn die Beschriftungen "naiv" sind, und ich kann sagen, dass diese Lok vor langer Zeit umgebaut wurde, in dem Sinne repariere ich sie nur...möge mein Nachfolger sie richtig restaurieren....

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#21 von united.trash , 13.04.2018 08:13

Moin,

mit den Motoren gibt es erfahrungsgemäß keine Probleme, habe über 20 von den alten Wechselstromern wieder aufgebaut. Zinkpest und verschlissene Lager waren regelmäßige Themen! Ach ja, und das Justieren der Automatikkupplungsmechanik kann ganze Abende füllen...

Martin

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#22 von geopiri , 13.04.2018 10:47

Hallo Martin,

du bist mir weit voraus, ich denke dass deine Berichte gut sind und auch genutzt werden, das würde ich natürlich auch machen...

Trix hat nur drei mit automatischer Kupplung, 56, 59 und 60, stimmt, ist verdammt aufwendig, aber es ist eine feine Sache, was da in so einer kleinen Lok drin steckt....
Hat Märklin auch automatische Kupplungen wie Trix....?

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#23 von united.trash , 13.04.2018 18:56

Ja, technisch sind gerade diese Automatikmaschinen wirklich etwas besonderes, vor allem die E 94. Auch die mechanische Lichtumschaltung des Triebwagens ist hochinteressant. Man gewinnt bei der E 94 den Eindruck, dass sie es so aufwändig wie möglich bauen wollten, war auch das Konkurrenzprodukt zu Märklins Krokodil. Fleischmann hatte damals sowieso noch nichts Vergleichbares.

Übrigens, meine erste Trix- Lok war vor 6 Jahren eine 20/54. Hab die mal auseinander geschraubt und wieder zusammengepfriemelt und seitdem weiß ich wie es geht. Das Ding hat so 20 Euro gekostet.
Mit Märklins 800ern habe ich erst später richtig angefangen, waren mir damals noch zu teuer.

Martin

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RE: Trix Express 20/59 unbekanntes Lokgehäuse.....weiss jemand Rat...?

#24 von Glienicker , 13.04.2018 22:19

Zitat von aus_Kurhessen im Beitrag #16
Die Räder haben auf der Innenseite noch eine Scheibe aus anderem Material. War das damals bei Trix grundsätzlich so oder ist das noch eine Besonderheit?

Liebe Leute,

TRIX Express hatte immer die dicken "Sumpf-"Räder. Der Umbauer hatte wohl keine Expressräder und hat sie mit Hilfe der Scheiben dicker gemacht.

Gruß,
Eckhard


 
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#25 von geopiri , 13.04.2018 22:28

Hallo Martin,

auf der letzten Börse habe ich gesehen, dass ein 800er E- Lok Gehäuse, total ramponiert und ohne Pantos, für 100 Öre verkauft wurde, ich kann mir vorstellen wie die Dinger ins Geld gehen....

Hallo Forum,

einen Tender mit Schlusslicht hat es nie bei Trix gegeben, dieser Umbau hat es aber, die Birnchen waren hinüber und alter Schein ist wieder da....



ich bin gespannt wie und ob es funktioniert, die Bürstenbrücke musste ich erneuern weil die alte zerbröselt ist, ein Kabel wieder an die Zunge gelötet und müsste funzen.
Die Schaltung ist vierfach, die Schaltstange für den 57er ausgelegt, trotzdem ist der Stift hinten vorhanden, an dem auch der Tender mit automatischer Kupplung angesteckt wird, oder...?
Das andere Kabel der Tenders wird oben über dem Führerhaus als Masse eingesteckt, wäre super, wenn das Schlusslicht des Tenders nur bei Rückwärtsfahrt leuchtet, da glaube ich aber nicht daran...



Morgen könnte ich schon die ersten Probeläufe machen, ohne Gestänge....mal sehen...

mit Grüssen Georg


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