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Bing Gleise für elektrischen Betrieb

#1 von Rhombe , 29.12.2017 15:12

Hallo,

Ich habe mir vor kurzem eine Kiste mit Gleisen allerlei Hersteller gekauft, am häufigsten ist Bing vertreten. Diese Gleise unterscheiden sich allerdings durchaus nicht unerheblich, was es für mich schwierig, aber auch interessant macht, die Sachen, für mich intern, einzuordnen. Vielleicht kann mir hier jemand noch weiterhelfen, im chronologisch Ablauf oder aber, Fehler meinerseits finden.

1.meiner Meinung ein "normales" Bing Gleis gemarkt mit dem "ineinandergreifenden" BW, ich habe auch noch Gleise, die mit -Patent G.B.N.- und welche, die mit -Trade Mark GBN- gemarkt sind, ist das ein chronologischer oder geografischer Unterschied?


2. Im Grunde das gleiche Gleis (Schwellen, Maße), aber der Mittelleiter ist ein Messingrohr, verkrimpt von unten ähnlich dem Märklin-Mittelleiter. Nicht gemarkt.


3. wieder Mittelleiter aus Messingrohr, aber auf die Schwelle gelötet. Gemarkt mit Bing, aber trotzdem habe ich meine Zweifel, ob das wirklich von BIng selbst stammt. kennt jemand solche Gleise?


4. hier ist der Mittelleiter eine Art Spange, die in das Gleis geklipst wird? Gemarkt mit Patent DRGM G.B.N. Bavaria (mehr Platz war nicht..) Die Sache scheint auch in einer Art Steingrau, oder einem Olivton lackiert zu sein.


5. Offensichtlich eine Stromeinspeiseschiene. Als Spange, warum auch immer, den Sinn dahinter verstehe ich überhaupt nicht.


6. das ergibt Sinn, eine Stromeinspeiseschiene. Gemarkt mit Trade-Mark BW.


7. Frage, ist das ein Gleis von Bing? ich vermute es ist eines dieser "Modellgleise" mit Holzschwellen? Zuerst dachte ich, oh das hat aber ein Kind seine Holzbausteine geopfert, aber dafür sieht es ehrlich gesagt zu industriell aus. Allerdings konnte ich bei keinem Gleis einen Markennamen finden.


8. kein Gleis, aber es kann von unten in ein Gleis geklipst werden. Hier war zuerst die Freude groß, super dachte ich, ein Bremshebel für deine BUB-Lok, aber das kann nicht sein, der eigentliche Wirkungshebel liegt neben den Schienen, nicht dazwischen. es hat auch eine Sicke, vermutlich um den Mittelleiter nicht kurzzuschliessen, also eher für elektrischen Betrieb gedacht, aber wofür genau?


Liege ich mit meinen Vermutungen richtig? Falls ich zufällig etwas seltenes gefunden haben sollte, wäre es nett, wenn jemand mit dem Zaunpfahl in meine Richtung winkem würde, damit ich es erstmal zur Seite legen kann. Die elektrischen Sachen brauche ich eigentlich nicht, aber eine Schwelle oder zwei, fällt ja selbst bei komplett ruinierten Gleisen immer noch ab.

Grüsse, Daniel

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zuletzt bearbeitet 29.12.2017 | Top

RE: Bing Gleise für elektrischen Betrieb

#2 von Sammelwahn , 29.12.2017 15:36

Hallo Daniel,
Nr. 2 und 3 sind mit Sicherheit Eigenbauten.

Nr. 5 ist wohl auch ein Eigenbau, sollte aber funktionieren, ein Anschluss aussen und einer am Mittelleiter. Dieser darf aber den aussen aber nicht berühren.

Nr. 7 ist ein Bing Reformgleis mit Holzschwellen.

Nr. 8 ist mir zwar nicht bekannt, könnte aber zum entkuppeln von Fahrzeugen sein, mehrere Hersteller haben damit experimentiert.

mit bestem Gruß
Arne

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RE: Bing Gleise für elektrischen Betrieb

#3 von haensel , 29.12.2017 15:53

Hallo Daniel,

4. und 5. sind " Isolierte Einsatzschienen " . Habe ich hier mal vorgestellt Bing "Isolierte Einsatzschienen"
Die Sache ist eigentlich ganz einfach. Bing hat diese Einsätze angeboten damit schon vorhandene Uhrwerkgleise zu elektr. Gleisen aufgerüstet werden konnten.
Wobei ich die Anschlüsse so noch nicht gesehen habe.
Viele Grüße Mike

 
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RE: Bing Gleise für elektrischen Betrieb

#4 von Sammelwahn , 29.12.2017 16:02

Hallo Mike,
die isolierten Einsatschienen waren aber keine Messigrohre.

mit bestem Gruß
Arne

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RE: Bing Gleise für elektrischen Betrieb

#5 von Lastra 38 , 29.12.2017 17:14

Hallo,

zur Nr.8
es könnte sich hierbei um einen Anschlaghebel für den automatischen Richtungswechsel von elektr. BING Lokomotiven handeln. Er müsste dann an einer Aussenschiene befestigt werden.

MfG Lastra


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RE: Bing Gleise für elektrischen Betrieb

#6 von joha30 , 29.12.2017 17:49

Ich würde die Nr. 8 gern mal ausprobieren, da ich eine passende Lok habe.


Viele Grüße, JoHa

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RE: Spur 0 Mittelleiter zum Nachrüsten

#7 von Skl , 29.12.2017 17:54

Hallo allerseits,

die Mittelleiter zum Nachrüsten kenne ich als Weißblechröhrchen, ein Schlitz vom Rundbiegen an der Unterseite. Die "Isolierschwellen" aus schwarzer Steinpappe, die zwischen die Schienen gedrückt wurden. Hat bei den Messingröhrchen evtl jemand früher selbst Hand angelegt?

Guten Rutsch und erfolgreiches 2018 für alle Forumianer!


Liebe Grüße

Wolfgang

Unter solchen Umständen wie heute sind nicht notwendige Dinge zwingend notwendig.

 
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RE: Spur 0 Mittelleiter zum Nachrüsten

#8 von haensel , 29.12.2017 18:48

Hallo Arne,
ich meine nur die Bilder 4. und 5. ! Dort ist das Klicksystem verbaut . Interessant wären genauere Bilder von der Stromeinspeisung. Die müsste eigentlich ebenfalls zum einklicken gewesen sein. Die Verlötung wurde sicher erst später gemacht.

Beim Stöbern im Bing-Katalog von 1909 ist mir noch eine Besonderheit aufgefallen welche den Selbstbaugleisen mit Messingrohr verdammt ähnlich sehen. Ich meine die 14342a, 14343d, 14344a und 14345d in der Kategorie Viertel und Halbe Schienen auf Seite 236 (Seite232 im Claude Jeanmaire Archivnr.124)

Selbst habe ich solche Gleise jedoch noch nicht in der Hand gehabt und Messing hat Bing wohl eher auch nicht dafür benutzt.



Viele Grüße Mike

 
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RE: Spur 0 Mittelleiter zum Nachrüsten

#9 von Rhombe , 29.12.2017 19:21

Hallo,

Erstmal Danke für alle Antworten, das hilft mir immer weiter!
Das mit mit den Mittelleitereinsätzen macht natürlich Sinn, dass erweitert das Einsatzspektrum der Gleise, ich kann Sie ja wieder herausnehmen. Warum ein Vorbesitzer aber ausgerechnet diese Konstruktion zu Stromeinspeisung benutzen wollte? Im Prinzip kein Problem, die Schiene ist ja gegen die Spangen isoliert, ein normales 3-Leiter Gleis hätte es aber auch getan. Ich habe noch eine andere Kombination Uhrwerkschiene mit Eingeklipstem Mittelleiter liegen, das ist aber wohl kein Bing.
Bei der Messingrohr Variante fallen bei Nr. 3 natürlich die Dicken Lötpunkte auf, dass kann eigentlich nicht original sein, auch wurde das Logo "überlötet", dass macht man nicht. Seltsam finde ich Nr. 2, da gibt es schlicht kein Logo, da wurde nichts überdeckt und alles akurat gestanzt und verpresst. Das Messingrohr ist endlos, also nicht als gebogenes Profil. Der Mittelleiter ruht auf T-Profilen, das breite Ende unten mit einer Art Klammer verpresst, oben ein Schlitz ins Messingrohr (gestanzt?) und dann verlötet. Alleine der Schlitz im Messingrohr würde mir einiges Kopfzebrechen bereiten, da hat nicht nur jemand mit dem Dremel zugelangt, der ist rechteckig und zwar alle drei gleich. Vielleicht doch kein Bing, ob es damals schon noname Billigderivate von bekannten Herstellern gab, weiss ich leider nicht.

Grüsse, Daniel

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RE: Spur 0 Mittelleiter zum Nachrüsten

#10 von riera , 29.12.2017 19:56

Hallo!
zu Bild 8 siehe Beitrag vom 13.01.1915.
Seltsames Bing-Gleis Spur 0
hier siehst Du auch die Lok zum Umschalt-System.
Gruß,
Rie

Seltsames Bing-Gleis Spur 0

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RE: Spur 0 Mittelleiter zum Nachrüsten

#11 von Rhombe , 29.12.2017 23:49

Hallo Rie,

Vielen Dank für den Link, da habe ich nicht intensiv genug gesucht in den Weiten des Forums. Die Umschaltung sollte ein wenig ruppig, aber im Grunde sicher stattfinden, wenn ich das Prinzip richtig verstanden habe. Der Hebel hat keinen grossen Winkel als Bewegungsradius, 12Uhr ist die obere Position und ca. 60 Grad entgegen dem Uhrzeigersinn ist die "liegende Position" alles weitere ist mechanisch nicht Möglichlich (Sichtweise Hebel zum Betrachter). Ich denke in der oberen Position wechselt die kleine E-Lok die Richtung und liegend fährt sie über den Schalter hinweg.
Das ist jetzt natürlich ein wenig tragisch, weil ich den Verdacht habe, dass der Schalter erhaltenswert ist. Naja, ich lege Ihn erstmal zur Seite.

Grüsse, Daniel

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RE: Spur 0 Mittelleiter zum Nachrüsten

#12 von Rhombe , 30.12.2017 14:53

Hallo,

Ich habe mal eines dieser verlöteten Messingrohr-Mittelleiter-Gleise auseinander gelötet und den Interessenten dieser Bauart möchte ich die Einzelteile vorstellen. Wie schon weiter oben beschrieben, ein Messingrohr mit Schlitzen (im Bild nur zwei, es war ein kurzes Gleis), T-Profile aus Messing als Stützen mit kleinen Blechen auf die Schwelle gelötet zur Isolation schwarze Pappe bzw. Papier. die Schwelle selbst sieht nach dem säubern -für mich- wie eine normale Uhrwerks-schwelle aus, Trade-Mark BW Germany.


die Stromeinspeiseschiene zerlegt. Da sieht man die Lötkunst, meiner Meinung nach, zwei Bleche, eine Seite abgekantet und dann an die Schienen gelötet. Evtl. hat sich der Erbauer für diese Variante entschieden, weil es sich leichter verlöten lässt:


Zumindest die Gleise mit Messingrohr halte ich aber für nicht mal schlecht gemacht, da steckt einiges an Arbeit drin, zumal ich nicht nur zwei oder drei davon habe.
Ich habe noch ein Paar Weichen von BUB und eine von Kraus JKCo, wenn gewünscht, kann ich von diesen auch noch ein paar Bilder einstellen im neuen Jahr.

Ich wünsche allen schon mal allen einen Guten Rutsch ins neue Jahr, Daniel.

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