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Welche Wagenbeleuchtung gestern und heute?

#1 von michael_borgert , 20.12.2017 17:20

Hallo liebe Modellbahnfreunde
Ich stehe vor eine kleinen Herausforderung und würde gerne von Eurer Erfahrung profitieren.

Ich habe eine Reihe alter Waggons mit Beleuchtung und möchte diese gerne etwas modernisieren. Meist haben die Schleifer nach den vielen Jahren (einige sind 57 Jahre alt) Kontaktschwierigkeiten und flackern. Ich fahre Märklin, Blechgelis und analog.

Da sind
- Beiwagen Schienenbus mit Schleifschuh und Glühlampe
- Güterwagen mit Schlußlicht und diesem Schleifer zum Einhängen zwischen den Achsen
- 2 und 3-achsige Personenwagen mit Schleifschuh und Glühlampe
- Die guten alten Schnellzugwagen aus Blech mit dem kleinen Schleifer am Fahrgestell.

Nun sehe ich, dass es da eine Reihe neuer Schleifer gibt und weiss nicht, welche davon die alten Modelle ersetzen.
Könnt Ihr mir da eventuell etwas auf die Sprünge helfen und mir etwas Erleuchtung geben?

Ich liebäugel auch damit, die alten D-Zugwagen Beleuchtungen mit den Steckbirnchen auf LED umzurüsten.
Die gleiche Idee habe ich auch für die 5,5mm 600100 Birnchen Macht das Sinn?
Oder sollte man lieber einen LED Strip einkleben?

Und was mache ich bei Modellen aus Kunstoff - beispeilweise von Roco, Lima, Fleischmann und anderen?
Baut man da Radschleifer für die Masse ein und ist das irgendwie genormt oder eher etwas Bastelei?
Da kann man doch auch Schleifer untersetzen, oder? Und welche nimmt man dafür?

Und vielleicht zu guter Letzt: Eigentlich hätte ich gerne nur einen Schleifer am ersten Waggon und würde dann gerne ein Kabel zur Versorgung der Wagenbeleuchtung durch
den Zug ziehen. Das hatte mein Vater schon 1961 einmal bei den alten D-Zugwagen so gemacht.

Ich würde mich über Eure Meinung und Eure Tipps dazu freuen.

Vielen Dank im Voraus und einen lieben Modellbahnergruß (wie geht der...?)

Michael


Gruß aus der Heide

Michael

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RE: Welche Wagenbeleuchtung gestern und heute?

#2 von SET800 , 20.12.2017 20:07

Hallo,

einige Tipps:

Statt Schleifer zum Einklippsen ein Loch 3mm bohren. Aus einem Kupferblechstreifen, ca. 6mm breit und 1mm bis 1,5mm dick einen passenden Winkel biegen und mit einer 3mm-Nylonschraube am Wagenbogen isoliert befestigen. Am Kupferwinkel einen Märklin-Ersatzschleifer für Waggonbeleuchtung anlöten. Wenn der kurze Waggonschleifer fast mittig unter einer Achse ist, dann "entgleist" der in keiner Kurve und erzeugt auch keine Kurzschlüße an Weichen.

So habe ich auc Licht in Roco-Preussen-3-Achser gebracht. Für Masse um die nicht isolierten Tauschachsen etwas Cu-Draht wickelen als Anschluß. Bei LED-Beleuchtung mit Stützkondensator ist das völlig flackerfrei.

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RE: Welche Wagenbeleuchtung gestern und heute?

#3 von michael_borgert , 20.12.2017 20:12

Hallo SET800

Danke für den Tipp.

Was für einen Stützkondensator brauche ich denn und wie wird der geschaltet? In Reihe zur Lampe - vom Schleifer zur Lampe oder andersherum? Oder parallel zur Lampe?

Vielen Dank und einen schönen Gruß,
Michael


Gruß aus der Heide

Michael

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RE: Welche Wagenbeleuchtung gestern und heute?

#4 von SET800 , 20.12.2017 20:16

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RE: Welche Wagenbeleuchtung gestern und heute?

#5 von Marcus , 20.12.2017 22:09

Hallo,

die Rheingold Wagen habe ich auch nach dieser Anleitung beleuchtet:

Warmweißer LED Streifen mit 4x3 LEDs = 20cm Länge, mit gelber Transparentfolie abgedunkelt, SMD Gleichrichter, 100Ohm Ladewiderstand, 3,3KOhm Vorwiderstand, sehr kleiner Elko mit 33uF, damit die gesamte Platine mit unters Wagendach passt.
Stromaufnahme ~5mA pro Wagen und eine Nachleucht-Dauer von ca. 1s.
Axel hat den LED Einbau mit einem Spannungsregler hier ausführlich beschrieben.

Nachtrag: Bilder vom Aufbau:



Nur der SMD Gleichrichter ist neu, Widerstände und Elko sind schon 30 Jahre alt, gibts heute sicher noch kleiner.
Die Leiterplatte ist 7 x 2 Lötpunkte groß.


Grüße

Marcus

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RE: Welche Wagenbeleuchtung gestern und heute?

#6 von SET800 , 20.12.2017 22:46

Hallo,
eine Ergänzung zu der Verwendung stromsparende LED-Streifeng: Einweggleichrichtung mit nur EINER Diode funktioniert völlig problemlos, dann aber in dne Waggons die Polung der Dioden jeweils uabwechselnd umgedreht. Dann wird die Digitalzentrale oder auch der Analogtrafo nicht einseitig belastet, keine Gelichstromvormagnetisierung und Sättigung.

Gruß

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RE: Welche Wagenbeleuchtung gestern und heute?

#7 von Eugen & Karl , 21.12.2017 08:47

Hallo,

der Ersatzschleifer 7175 für die Innenbeleuchtungen bzw. Stromzuführungen 7197, 7198, 7320, 7322, 7323, 7324 u.a. dürfte allen Märklin Freunden bekannt sein. Er passt auch bei späten Beiwagen 4018.

Die Stromzuführung 7076 (bzw. 7182 (32 023) bei dem Schlusslichtwagen 4506) kann man mit dem Schleifschuh und der Schleiferfeder des Schleifers 7174 runderneuern.
Heute ist der Schleifer 7174 unter der Märklin Ersatzteilnummer E212010 im gut sortierten Spielwarenhandel zu haben.

Der Niet 77 019 und der Schleifschuh 40 810 für die (späte) Innenbeleuchtung 7074 und die (späte) Stromzuführung 7075 sind werkseitig ausverkauft.


Viele Grüße

 
Eugen & Karl
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RE: Welche Wagenbeleuchtung gestern und heute?

#8 von michael_borgert , 21.12.2017 09:22

Hallo SET800 und hallo Eugen & Karl

Vielen Dank für Eure Anregungen. Eugen & Karl, danke für die Aufstellung der Beleuchtungselemente und der heutigen Schleifer.
Darf ich dazu noch kurz fragen, ob es denn einen modernen Ersatz für die alten Schleifschuhe gibt oder ob man da etwas basteln muss?

Vielen Dank und einen schönen Gruß,
Michael


Gruß aus der Heide

Michael

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RE: Welche Wagenbeleuchtung gestern und heute?

#9 von Eugen & Karl , 21.12.2017 09:42

Hallo,

als Ersatz für den seit diesem Sommer vergriffenen Niet 77 019 (zuletzt: 770190) kann man einen entsprechend gekürzten Niet 77 002 verwenden. Dieser ist noch unter der Märklin Ersatzteilnummer 770020 im gut sortierten Spielwarenhandel zu haben.

Nachbauten der Schleifschuhe 40 810 und auch 21 012 (alte Ausführung, großes eckiges Loch) hat z.B. ein bekannten Anbieter aus Frankfurt am Main im Programm.


Viele Grüße

 
Eugen & Karl
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