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Einbau elektronischer FRU in Lok

#1 von Morzi , 18.12.2017 09:22

Hallo ihr,

wollte eine Vergleichsfahrt mit einer Märklin 3000er Lok BR 89 machen, und zwar mit Uhlenbrock 55700 und Märklin 614860 (Version ohne Gleichrichter).
Würde gerne wissen, ob der Motor mit dem originalen elektr. FRU auch so knurrt bzw. ob die Fahreigenschaften besser sind wie mit dem Uhlenbrock FRU.

Zu meiner Überraschung funktionierte der 614860 nicht. Kann das sein, daß dieser FRU nur mit dem 5* Anker funktioniert? Verkabelt war bestimmt richtig:
- braun Masse
- grün und blau Feldspule
- rot Schleifer
- schwarz mit Drossel linkes Motorschild
- die Lichtkabel grau, orange und gelb hab ich vorläufig nicht angeschlossen

Oder muß ich da den 614610 (Version mit Gleichrichter) nehmen? (Der Motor in der 3000er Lok ist ein kleiner Scheibenkollektormotor).

Ich hoff, ihr könnt mich da aufklären. Danke schon mal im voraus.

Gruß
Martin

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RE: Einbau elektronischer FRU in Lok

#2 von SAH , 18.12.2017 14:57

Guten Tag martin,

der 614610 ist die Elektronik aus dem 5*-Analoghochleistungsset. Ohne Anpassungen (Elko) ist diese Elektronik nur für den FDCM (610030) geeignet.

Die Elektronik 614860 muss auch in der 3000 funktionieren; diese gibt es in drei verschiedenen Versionen.

mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn


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RE: Einbau elektronischer FRU in Lok

#3 von t.horstmann , 18.12.2017 22:03

Hallo Martin,

es ist natürlich möglich, dass der Märklin 614860 bereits defekt ist. Dieses Risiko besteht insbes., wenn er gebraucht gekauft wurde.

Die Ursache für das Knurren des Motors und die schlechten Fahreigenschaften mit dem Uhlenbrock 55700 sollte sich aber auch ohne Zuhilfenahme des Märklin 614860 finden lassen. Dazu muss man zunächst wissen, dass der Uhlenbrock 55700 mit einem "in den Baustein integrierten elektronischen Getriebe" ausgestattet ist, welches natürlich primär verdächtig für die Probleme ist. Das sog. elektronische Getriebe müsste sich jedoch abschalten lassen. Nach Anleitung müsste das Potentiometer P2 in Linksanschlag gebracht werden, damit die Beschleunigung maximal wird. Außerdem müsste Potentiometer P1 in den Anschlag gebracht werden, bei dem die größte Höchstgeschwindigkeit erreicht wird. (Ob das der Links- oder Rechtsanschlag ist, geht aus der Anleitung nicht ganz klar hervor, also ausprobieren.) Wenn die Lok nun nicht mehr knurrt und besser fährt, hat's am elektronischen Getriebe gelegen, welches damit nicht nutzbar wäre.

Wenn die Fahreigenschaften trotzdem schlecht bleiben, müsste der Uhlenbrock 55700 ausgebaut werden und die Lok ganz ohne jeden Umschalter getestet werden. Also wäre der Mittelschleifer direkt mit der Drossel zu verbinden und einer der beiden Feldspulenanschlüsse mit Masse. (Der andere Feldspulenanschluss bleibt frei.) Wenn die Lok immer noch schlechte Fahreigenschaften hat, liegt's definitiv am Motor der Lok. Zur Sicherheit kann man auch noch die andere Fahrtrichtung testen, indem angeschlossener und freier Feldspulenanschluss vertauscht werden.

Wenn man bei den Tests feststellt, dass das elektronische Getriebe die Schuld an den Problemen hat, sollte der Uhlenbrock 55700 für weitere Umbauten nicht genutzt werden, weil er dann einfach zu teuer ist. Ein funktionsfähiger Märklin 614860 wäre dann z.B. die kostengünstigere Alternative.

Viele Grüße

Thomas

 
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RE: Einbau elektronischer FRU in Lok

#4 von Morzi , 19.12.2017 08:10

Hallo ihr,
danke für die Hinweise!

Schlecht fahren meine Loks bisher mit dem Uhlenbrock FRU nicht. Find halt nur in den unteren Geschwindigkeiten das Knurren des Motors etwas eigenartig.
Möchte einfach nur wissen, ob der Motor/die Motoren mit dem originalen M-FRU auch knurrt/knurren.

Werds nochmals mit dem gebrauchen M-FRU probieren. Nicht auszuschließen, daß er schon eine Macke hat. Einen neuwertigen hab ich eh noch.

Gruß
Martin

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RE: Einbau elektronischer FRU in Lok

#5 von gn800 , 19.12.2017 11:04

Hallo Martin, warum wunderst du dich noch darüber, dass eine Elektronik nicht funktioniert?

Es sollte doch mittlerweile überall bekannt sein, dass Elektronik weder so langlebig

noch so zuverlässig wie analoge Technik ist.

Mich wundert es viel mehr, dass Elektronik gelegentlich sogar nach Jahren noch funktioniert.

Grüße

Johannes


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RE: Einbau elektronischer FRU in Lok

#6 von Morzi , 20.12.2017 08:15

Hallo Johannes,

mag schon stimmen, was du schreibst!

Eine Frage ist bei mir jetzt noch aufgetaucht: muß/müssen die Beleuchtung(en) mit 614680 massefrei zum Gehäuse sein?
Glaube ja, das orange Kabel ist die Rückleitung. Stimmt das?

Gruß
Martin

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RE: Einbau elektronischer FRU in Lok

#7 von Morzi , 28.12.2017 14:01

Hallo ihr,

kleiner Zwischenbericht: hab einen anderen Umschalter eingebaut, der vorige war, wie Thomas weiter oben schon vermutet
hat, defekt.

Der Einbau ist wegen akutem Platzmangel wirklich knifflig. Die Plastikhalterung für den Baustein paßt überhaupt nicht rein,
man müßte einiges unterhalb der Schraube vom Fahrgestell wegfräsen. Das kann und mach ich nicht.
Also hab ich den Umschalter hinten mit Gewebeband isoliert und reingequetscht. Paßt aber wegen der Kabel immer noch sehr
schlecht rein. Leicht schräg gehts dann.

Hab dann alles verkabelt, mit der für mich üblichen Ledbeleuchtung (Vorwiderstand 3,3 KOhm).

Die Lok fährt ohne zu knurren ihre Runden tadellos. Und genau das wollte ich wissen. Ob sie jetzt besser fährt wie mit dem
mechanischen FRU kann ich allerdings nicht sagen. Sie fuhr mit dem auch tadellos.

Hab die Verkabelung dann angepaßt, aber ohne Erfolg. Das Gehäuse paßt nicht drauf. Das schwarze Relais ist im Weg.

Ich probier mal den Baustein um 180 Grad verkehrt einzubauen, mal sehen ob dann das Gehäuse draufpaßt. Das letzte Bild
ist das aktuellste von der Bastelei.







Gruß
Martin

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RE: Einbau elektronischer FRU in Lok

#8 von gn800 , 28.12.2017 15:18

Hallo Martin, bei mir taucht beim Anschauen der Bilder die Frage auf,

wie du das ganze Zeug im engen Gehäuse der 3000 unterbringen willst...

Grüße

Johannes


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RE: Einbau elektronischer FRU in Lok

#9 von Morzi , 29.12.2017 15:18

Hallo ihr,

es ist vollbracht! Ich habe alle Kabel wieder abgelötet, den FRU anders rum reingequetscht. Die Kabel hab ich teilweise wieder
verlängern müssen, weil sie zu kurz waren. Optisch schauts ja mit den grünen Isolierungen wieder furchtbar aus. Aber egal,
es funktioniert so wie es soll.




Und dann versucht, das Gehäuse vorsichtig aufzusetzen. Und es ging, wenn auch wieder sehr knapp. Hab vorne im Gehäuse
wieder etwas Alufolie eingeklebt. Volles Licht schon im Stand, noch bevor die Lok überhaupt losfährt.




Eines weiß ich jetzt schon, so einen elektronischen FRU bau ich in keiner kleinen Lok mehr ein.

Gruß
Martin

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RE: Einbau elektronischer FRU in Lok

#10 von SAH , 29.12.2017 19:47

Guten Abend Martin,

Glückwunsch zum erfolgreichen Umbau!
Für weitere Umbauten brauchst Du Dich nicht zu scheuen, der Kabelsalat kann durch "geringfügige" Umgestaltung sehr klein gehalten werden. Ein ähnliches Problem hatte ich bei meinen Tests mit dem LRA+ in der 3000.6.

mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn


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RE: Einbau elektronischer FRU in Lok

#11 von norbi26 , 31.12.2017 11:11

Hallo Martin

der Erfolg zählt und man hat dazugelernt
Gratuliere ich leibe die kleinen Loks


grüße vom bodensee norbi26

Norbert

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