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Rote Farbe für Dampflokradsätze

#1 von TEE2008 , 31.10.2017 15:47

Hallo,
ich habe eine recht gut erhaltene Märklin 3000 kaufen, bei der leider auf einer Seite an den Radsätzen die rote Farbe fehlt.
Jetzt will ich die Farbe an den Radsätzen nachpinseln mit Revell Email Lack, nur weiß ich nicht welcher rote Farbton passt.
Feuerrot RAL 3000 in seidenmatt passt meiner Meinung nach sehr gut:
https://www.revell.de/produkte/farben-kl...r/id/32330.html

Was mein Ihr, passt dieser Farbton?
Besten Dank im Voraus!

Das ist die kleine Patientin mit dem kleinen Schönheitsfehler:





Gruß

Tobias

 
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RE: Rote Farbe für Dampflokradsätze

#2 von Fahri01 , 31.10.2017 15:52

Hallo,
guck mal hier, da ist beispielsweise etwas:

https://www.ritter-restaurationen.de/sho...wd=;katKey=1.12

Das Rot nutze ich selbst - allerdings habe ich das in den neunziger Jahren von meinem damaligen Händler bekommen.

 
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RE: Rote Farbe für Dampflokradsätze

#3 von weichenschmierer , 31.10.2017 16:21

Grüß Dich Tobias!

Märklin hat zu unterschiedlichen Modellepochen verschiedene (Rot) Farbtöne verwendet.
RAL 3000 ist vorbildgerecht, aber bei Märklin erst ab den siebzigern.
Die Ritterfarben sind eine sehr gute Basis, wenngleich u.U. mit weiß oder schwarz
eine Feinabstimmung nötig ist. Die klassische sechziger Jahre-Fahrbe habe ich
früher despektierlich als "Rosa" bezeichnet....im Vergleich zu den damals noch
fahrenden DB Dampfloks.....da ist ein gehöriger Weißanteil dabei.
An besten ist immer mit Vergleichsmuster Proben anlegen(mischen) und vergleichen,
nach dem Trocknen !!

Viel Erfolg
Gruß
Wolfgang

 
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RE: Rote Farbe für Dampflokradsätze

#4 von reinerich , 31.10.2017 18:18

Hallo,

hier die korrekten Farbtöne:

Fahrwerksrot alt für 800er Serien
hell RAL 3001 Signalrot = Mixol Rot Nr.10 Abtönpaste, läßt sich mit Klarlack anmischen
dunkel RAL 3004 Purpurrot

Fahrwerksrot neu 3000er Serie RAL 3000

Das Thema wurde schon öfter hier behandelt.
In den Beiträgen werden auch passende Farben von Revell etc. benannt.

Gruß
Reiner

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RE: Rote Farbe für Dampflokradsätze

#5 von Märklin 3095 , 31.10.2017 18:29

Hallo,
sind die Farben die gleichen wie am Rahmen? Das würde mich
interessieren. Da ist ja auch mal was auszubessern. Meine früheren
Versuche waren nicht immer korrekt getroffen. Weiss aber nicht mehr
die Farbnummern da das schon lange her ist und ich die Reste schon vor
einiger Zeit entsorgt habe.

Viele Grüße Rudi

Märklin 3095  
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RE: Rote Farbe für Dampflokradsätze

#6 von TEE2008 , 31.10.2017 18:58

Vielend Dank für die vielen Tipps.
Wenn RAL 3000 dem Vorbild entspricht, werde ich mir die Revell Farbe kaufen.
Für höherwertigere Loks werde ich auf jeden Fall auf die Ritter Farben zurückgreifen (habe ich mir sofort als Lesezeichen gespeichert).

Die kleine 3000 soll nur wieder ordentlich auf der Anlage aussehen und kein restauriertes Sammlerstück sein.


Gruß

Tobias

 
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RE: Rote Farbe für Dampflokradsätze

#7 von reinerich , 31.10.2017 20:19

Hallo,

die Farben passen auch für die Rahmen.

Zierlinien, Luftkessel, Treppen etc. sind aber zumeist in RAL 3000 lackiert.

Fahrwerksrot hell passt auch für DA 800 / 3005.

Rot kann stark ausbleichen, daher ist ein Test unumgänglich.

Im Autolack-Fachhandel kann man sich "Farbpaste" anmischen lassen, die sich mit Nitro-Klarlack vermischen läßt.

Gruß

Reiner

Gruß

Reiner

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RE: Rote Farbe für Dampflokradsätze

#8 von gn800 , 02.11.2017 09:46

Hallo Rudi, man muss bei Farben immer berücksichtigen, dass Sie ausbleichen.

Außerdem gab es bei Märklin keine Farben nach RAL.

Die wurden individuell angemischt und fielen so jedes Mal etwas anders aus.

Grüße

Johannes


Schrott wird flott - Geht nicht gibt´s nicht. Alles eine Frage des Aufwandes.

 
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RE: Rote Farbe für Dampflokradsätze

#9 von Gleis3601 , 02.11.2017 10:05

Zitat von gn800 im Beitrag #8
Hallo Rudi, man muss bei Farben immer berücksichtigen, dass Sie ausbleichen.

Außerdem gab es bei Märklin keine Farben nach RAL.

Die wurden individuell angemischt und fielen so jedes Mal etwas anders aus.

Grüße

Johannes


Nicht nur das , Johannes ,auch war das Rot keine Nitrofarbe , da Nitro auf Nitro nicht funzt. Erst recht nicht bei der Durchgeführten Pinsel/Hand Lackierung .Deswegen ist die Ritter Farbe da ungeeignet und das was der Reiner da schreibt zum Großteil ebenfalls....


Gruß
Andreas

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RE: Rote Farbe für Dampflokradsätze

#10 von Eisenbahn-Manufaktur , 02.11.2017 12:31

Zitat von Gleis3601 im Beitrag #9


Nicht nur das , Johannes ,auch war das Rot keine Nitrofarbe , da Nitro auf Nitro nicht funzt. Erst recht nicht bei der Durchgeführten Pinsel/Hand Lackierung .Deswegen ist die Ritter Farbe da ungeeignet und das was der Reiner da schreibt zum Großteil ebenfalls....




So ein Quatsch!

Nitro auf Nitro geht prima, man muß es nur können! Bei allen meinen Restaurationen und Eigenbauten lackiere ich seit Jahrzehnten die roten Kanten und Anbauten, z.B. Luftkessel, auf den schwarzen Gehäusen (Nitro) mit einem weichen Schlepphaarpinsel ebenfalls mit Nitro, und bei Ritter wurde und wird das auch nicht anders gemacht! Sagt ein ehemaliger Ritters-Mann und hauptberuflicher Restaurator!

Bei Märklin wurde das auch nicht anders gemacht, ich hatte zu meiner Ritterzeit genügend Einblick in die dortige Produktion. Und die Farben für die Restaurationen bezogen wir auch von Märklin, und das war alles Nitro, auch das Rot!


Weißblech - der Stoff, aus dem die Träume sind!

Klaus

 
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RE: Rote Farbe für Dampflokradsätze

#11 von Scampi , 02.11.2017 12:40

Hilft das vielleicht weiter?
http://ttn-shop.com/farben.php?lang=de&spur=

Da sind haufenweise Farben zum Vergleichen wie mit einem Farbmuster eingestellt.
Preislich ist das auch recht moderat.

Gruss
Rolf


Die Alte zickt, das Baby schreit, da bleibt für´s Hobby wenig Zeit.....

Niddertalbahn - oder: Das Stockheimer Lieschen

 
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RE: Rote Farbe für Dampflokradsätze

#12 von Gleis3601 , 02.11.2017 16:47

Lieber Klaus ,

Es geht hier um eine Lok aus den 1960er Jahren , ich habe etliche Filmausschnitte aus dieser Zeit gesehen , wo die Zierlinien aufgebracht werden und das Arbeitsumfeld gezeigt wird .
Und ich bin mir sehr sicher ,das dort keine Nitrofarbe verwendet wird .
Um mit einem Schlepppinsel zu arbeiten muss die Farbe ein bestimmte Viskosität haben und dies über längere Zeit ... Nitro 1K trocknet viel zu schnell und bei zu starker Verdünnung deckt die Farbe nicht ,sondern löst die untere Farbschicht an .
Folge ist eine morz Schmiererei.

Übrigens sind die Farben von TTN anders aufgebaut wie die Farben von Ritter und es mag ja sein das Ritter in den 80ern Farben von M bezogen hat ,das sagt aber nichts aus ,da in diesen Jahren nicht mehr so gearbeitet wurde wie in den 1960ern...


Gruß
Andreas

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RE: Rote Farbe für Dampflokradsätze

#13 von Eisenbahn-Manufaktur , 02.11.2017 18:05

Andreas, ich habe auch geschrieben, daß man das können muß. Einfach einen struppigen Pinsel in die Farbe tauchen reicht nicht!

Und warst Du etwa dabei, als ich meinen Job machte oder wenn ich meine Loks lackierte? Kann mich nicht erinnern! Das ist nämlich keine "morz Schmiererei" (was ist das überhaupt??) geworden, sondern akurates Finish! Frag mal die Kollegen von den großen Spuren!

Wie dem auch sei, ick klinke mich hier jetzt aus, mir ist das zu blöd.

Ich habe langsam keine Lust mehr, meine Erfahrungen hier weiterzugeben, ich habe davon keinen Nutzen. Mein Wissen behalte ich in Zukunft wohl besser für mich, zumindest, was die kleinen Spuren betrifft!

Und Tschüss!


Weißblech - der Stoff, aus dem die Träume sind!

Klaus

 
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RE: Rote Farbe für Dampflokradsätze

#14 von Gleis3601 , 02.11.2017 18:59

Lieber Klaus ,

ich weis nicht wirklich , was du hier jetzt speziell für "Wissen" weitergegeben hast ...außer das du Linien mit nem Schlepp
Pinsel ziehst , hier gehts um das Rot auslegen der Radsätze ....
Einer der Vorredner erwähnte natürlich auch die rote Seitenlinie...

Ich denke auch ,jeder soll mal seine Erfahrungen selbst machen .


Gruß
Andreas

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RE: Rote Farbe für Dampflokradsätze

#15 von Märklin 3095 , 02.11.2017 19:23

Hallo Johannes,
wenn die Lackierer die Farben individuell und immer wieder neu
angemischt haben erklärt das die kleinen Farbunterschiede die bei
einigen Modellen im Tageslicht ganz dezent und nur wenn die Lokomotiven
nebeneinander stehen. Meine 3048 sind 1973 und 1968 gekauft worden.

Viele Grüße Rudi

Märklin 3095  
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RE: Rote Farbe für Dampflokradsätze

#16 von Gleis3601 , 02.11.2017 22:43

Hallo ,
Zu unterschiedlichen Zeiten wurde in Göppingen auch mit unterschiedlichen Farbmitteln gearbeitet .Anfang /Mitte der 1930er Jahre kamen die Nitrofarben in Gebrauch.
Bis zum heutigen Tag werden im Märklin Werk, für sehr wenige Arbeitsschritte noch die alten Lackier Kabinen der 1950er Jahre benutzt ,dort wird vor einem sehr großen Absaug Ventilator mit Schablone und Spritzpistole gearbeitet.
Aus gesundheitlichen Gründen tragen die Frauen dort Atemschutzmasken .
Zierlinien , Luftbehälter , Kesselringe u.ä gehören bei einem Modell zur Feinbemalung, welche in den 1960er Jahren und heute noch, in direkter Handarbeit ausgeführt werden .
Neben der problematischen Verarbeitung von Nitro Farben in der Handbemalung ,z.B. sehr schnelles Antrocknen ,schnelle Konsistenz Veränderung durch verdunsten der Verdünnung und versehentliches anlösen der darunterliegenden Lackschicht in der Großserien Fertigung wurden in der gesamten Spielwaren Fertigung , ab Mitte der 1960er Jahre eine solche Handarbeit mit Nitrofarben aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr erlaubt . Bekanntes Beispiel ua. : die Figuren Herstellung /Bemalung bei der Firma Hausser Elastolin ,deren Kunststoff Figuren waren Anfangs mit Nitrofarben bemalt und ab Mitte der 60er auf Kunstharzfarben umgestellt.

Zurück zu Märklin : Bei sehr gut erhaltenen Dampfloks der Spur H0 aus den 1960er Jahren fällt auf ,das das Schwarz des Kessels einen ganz anderen Glanzgrad besitzt wie das Rot des Luftbehälters,ein deutlicher Hinweis auf unterschiedliche Farbmittel .
Historische Aufnahmen zeigen die Damen beim ausführen der Feinbemalung mit Pinsel ,vor Ihnen ,auf dem Tisch, steht eine relativ kleine Farbdose, in dem ein Lochstreifen des Metallbaukasten zum aufrühren der Farbe steckt...
Wie oben erwähnt war es in dieser Zeit nicht mehr zulässig stundenlang vor einer offenen Dose mit Nitrolack an Tischen zu arbeiten und die Dämpfe einzuatmen...Kunstharz Lacke sind zwar ebenfalls nicht ohne ,aber in dieser Zeit eine Verbesserung gewesen...2017 werden im Werk diese Arbeiten mit Wasser basierten Lacken ausgeführt.

Wie bei der Firma Ritter solche Arbeiten gemacht wurden und werden entzieht sich meiner Kenntnis ... sagt aber auch nicht viel über die Arbeitsweise im Werk aus , da die Arbeitsweise in den 1980er Jahren schon längst eine andere war, als Ritter für Märklin Restaurationen übernahm...


Gruß
Andreas

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RE: Rote Farbe für Dampflokradsätze

#17 von weichenschmierer , 02.11.2017 22:55

Hallo Ihr Lieben !
Mit den Farben ist das schon so eine Sache und sehr von
den Produktions-Epochen abhängig ! Ich gebe Klaus in jedem Fall Recht,
das man durchaus H0 Fahrzeuge mit Nitrolack bearbeiten kann,
mache ich selbst so! Ich weiß nicht was Märklin in den fünfziger
Jahren für einen .Kunststoff bei den Loks verwendet hat, aber der kann
mit Ritterfarbe bearbeitet werden ! Trotzdem Versuche machen, mit sandstrahlen,
die Oberfläche etwas anrauen Haftbrücke (Stichwort CE 800) u. Nicht zu naß spritzen,mit
der Pistole,nicht mit der Dose!!
Hingegen Polystyrol z.B.Piko wird angegriffen. Überlackieren geht auch nicht,
dann kommt die Farbe hoch,auch bei den Märklinloks.
Wer auf Nummer sicher gehen will verwende Kunstharz o.
Wasserlacke,bei Metallmodellen grundiere ich mit Wigranit
2K Grundierfüller und anschließen mit Ritter o. auch Wigranit
Buntlack( Nitro kombinationslack 1K o. auch 2K mit Härter.)
Verdünner nehme ich auch den von Zweihorn, der auch für
Ritter funzt! Das A &O sind Versuche,Erfahrung und Gewissenhaftigkeit.
Schnell ist was verdorben, aber wenn man weiß was man macht,
hat man auch die richtigen Ergebnisse !
Die 800 er Metall- Dampfloks sind fast ausschließlich wie oben
beschrieben restauriert/neu lackiert worden,und die Ergebnisse
sprechen für sich ! Auch gute Ergebnisse habe ich früher mit
schwarzem hitzebeständigem Spray gemacht,welches sich dann
noch moderat bei 60-70 Grad einbrennen läßt.....da löst der Nitrolack
wenn man nicht zügig arbeite bein überlackieren ihn wieder an.....
Zierlinien o.ä. mache ich mit Vallerjo auf Wasserbasis,wenn was in die Hose geht,
ist das mit einem nassen Q-tipp direkt erledigt.
Wie gesagt viele Wege führen nach Rom,allein das Ergebnis zählt !☺
Schöne Grüße
Wolfgang

 
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RE: Rote Farbe für Dampflokradsätze

#18 von reinerich , 03.11.2017 01:24

Hallo miteinander,

ich habe noch einen Restposten originale Märklin Farbdosen und Kunststoff-Flaschen mit den alten M-Farbnummern L001, L002, etc.
Außerdem bin ich mit einem Restaurator gut bekannt, der seit Jahrzehnten auch lackiert.
Der hat noch zig Dosen mit Märklin-Lack.
.. und er macht auch mit Mitte 80 die Zierlinien und Fensterrahmen "frei Hand"! -mit Nitro.

Es sind definitiv Nitro-Farben, wie Eisenbahn Manufaktur auch schrieb. Ich muss ihm in seinen Ausführungen in allen Punkten recht geben.

Die Verwendung von Kunstharz-Farben oder Acryl-Farben schließe ich nach meinen Erfahrungen aus.
Die würden in Verdünnung bestenfalls aufblättern, wie beim Abbeizen mir einschlägigen Mitteln.

Zum Aufbringen der Zierlinien wurden die Modelle in spezielle Halterungen eingespannt und an der aufliegenden Hand mit dem Pinsel vorbeigeschoben.
Desgleichen wurde für Kesselringe mit einem drehbaren Halter gearbeitet.
Das ist in einigen Filmausschnitten zu sehen.
Man muß natürlich bedenken, dass die dort beschäftigten nichts anderes als diese Tätigkeit gemacht haben und somit sicherlich gut eingeübt (eingearbeitet) waren.
Trotz alledem sieht man bei dem Vergleich mehrerer gleicher Modelle oft Unterschiede in der Bemalung.

Die meisten der älteren Loks lassen sich mit Nitrolack austupfen.
Dabei wird die Farbe rund um die Reparaturstelle leicht angelöst.
Mit viel Geduld und Können lassen sich kleinere Lackschäden beseitigen.

Die "geheime" Mischerei der Farben bei Märklin halte ich ohnehin für ein Märchen.
Bei den damaligen Stückzahlen wurde sicherlich der Lack in größeren Gebinden bei einschlägigen Herstellern bestellt.
Ich kann mir auch beim besten Willen nicht vorstellen, dass da jemand kleine Döschen mit "Reparaturfarbe" aus irgenwelchen Kanistern abgefüllt hat.

Angaben in der "Sammlerliteratur" wie Olivgrün sind nichtssagend.
Das kann "Gelboliv" oder "Braunoliv" oder "umbta-irgendwas" sein.
Da hilft nur ein Vergleich mit Farbkarten oder anderen Mustern.

Die immer wieder angeführten Farbunterschiede entstehen zum Einen durch unterschiedliche Dicke des Auftrags, zum Anderen durch Ausbleichen oder Umwelteiflüsse wie Öl, Nikotin, Küchendunst etc.

Manche Dampfloks der 60er Jahre sind so dünn lackiert, dass zwischen Umlauf und Kessel der Guß noch durchschimmert.
Loks der 50er glänzen oft wie eine Speckschwarte und sind fett bis in die letzte Ecke lackiert.

Es gibt Serien. da lässt sich die Farbe mit nichts!!! abwaschen.
Diese sehr resistenten Farben habe ich schon bei verschiedenten Modellen der 3000er Serie erlebt, kann aber leider die Baujahre nicht zuordnen.

Da hilft nur mechanisches entlacken oder Sandstrahlen.

Offenbar hat Märklin zwischendurch mal mit anderen Lackarten experimentiert, ist aber wohl zu Nitro zerückgekehrt.

Sicherlich gibt es auch eine Reihe "Sonderfarben", die nicht in der RAL-Farbkarte vorkommen.

Dazu gehören u.a. das Bllau der Lokschuppenfenster und Türen, das Bllau der 346/6 Wagen und auch das Grün der RE800 sowie das Grüngrau der SEWH, die Brauntöne der Italiener u.v.a.

Ebenso fallen natürlich die Blechwagen (außer Vorkrieg etc.) aus der Reihe, da die Bleche ja lithographiert sind, und somit Druckfarben zur Verwendung kamen.

Außer den RAL-Farbkarten gibt es auch noch jede Menge andere Farbtabellen. (Landmaschinen, Baumaschinen, Sanitärfarben, HEWI, Pantone Druckfarben etc.)

Für alle die es interessiert habe ich mal eine kleine Liste der bei Märklin verwendeten RAL-Farben zusammengestellt, soweit mir Original-Modelle zur verfügung standen.

Die Liste ist natürlich noch nicht vollständig und wird nach und nach erweitert.
Das soll aber nicht bedeuten, dass Märklin ausschließlich RAL und Nitro-Farben verwendet hat.

Zum Vergleich der Farbtöne habe ich nach Möglichkeit mehrere Modelle eines Typs unter verschiedenen Lichtverhältnissen benutzt.

Hier mal meine (vorläufige) Liste :



Ich hatte in den 90er Jahren eine handgeschriebene Kladde mit noch mehr Infos, auch Revell, Humbrol etc.
Die ist leider nicht mehr auffinbar.

Wenn jemand ergänzen kann und möchte, herzlich willkommen

Gruß an alle Interessierten und die, die es werden wollen

reinerich  
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RE: Rote Farbe für Dampflokradsätze

#19 von Eisenbahn-Manufaktur , 03.11.2017 05:49

Zitat von reinerich im Beitrag #18
Hallo miteinander,

ich habe noch einen Restposten originale Märklin Farbdosen und Kunststoff-Flaschen mit den alten M-Farbnummern L001, L002, etc.
Außerdem bin ich mit einem Restaurator gut bekannt, der seit Jahrzehnten auch lackiert.
Der hat noch zig Dosen mit Märklin-Lack.
.. und er macht auch mit Mitte 80 die Zierlinien und Fensterrahmen "frei Hand"! -mit Nitro.

Es sind definitiv Nitro-Farben, wie Eisenbahn Manufaktur auch schrieb. Ich muss ihm in seinen Ausführungen in allen Punkten recht geben.

Die Verwendung von Kunstharz-Farben oder Acryl-Farben schließe ich nach meinen Erfahrungen aus.
Die würden in Verdünnung bestenfalls aufblättern, wie beim Abbeizen mir einschlägigen Mitteln.

Zum Aufbringen der Zierlinien wurden die Modelle in spezielle Halterungen eingespannt und an der aufliegenden Hand mit dem Pinsel vorbeigeschoben.
Desgleichen wurde für Kesselringe mit einem drehbaren Halter gearbeitet.
Das ist in einigen Filmausschnitten zu sehen.
Man muß natürlich bedenken, dass die dort beschäftigten nichts anderes als diese Tätigkeit gemacht haben und somit sicherlich gut eingeübt (eingearbeitet) waren.
Trotz alledem sieht man bei dem Vergleich mehrerer gleicher Modelle oft Unterschiede in der Bemalung.

....






Hallo Reiner, hallo Wolfgang, danke!

Genau so ist es.

Und wenn es Leute gibt, die vielleicht mit einem bestimmten Werkzeug und einem bestimmten Material (in diesem Fall Pinsel und Nitrolack) nicht umzugehen wissen, eine "morz Schmiererei" (Zitat aus #12) veranstalten, und daraus folgern und stoisch behaupten, daß dann auch niemand anders das beherrscht, dann tun mir diese Leute mit ihrer Beratungs-Resistenz einfach nur leid.

So, jetzt bin ich endgültig weg hier. Wenn noch jemand Fragen zu den spezifischen Märklin-Lacken (oder anderen 00- / H0-Themen) hat, kann mich gerne per PN erreichen.


Weißblech - der Stoff, aus dem die Träume sind!

Klaus

 
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RE: Rote Farbe für Dampflokradsätze

#20 von Gleis3601 , 03.11.2017 07:47

Hallo zusammen ,

@Klaus
was soll eigentlich deine persönliche Anmache gegen mich . Glaub mir , ich kann schon mit Pinsel und Farbe umgehen und ich ging in meinen Einlassungen nicht von mir persönlich aus.
Keiner zweifelt hier deine Fähigkeit an , mit einem Schlepp Pinsel Zierlinien zu ziehen.

@ Reiner ,

deine Ausführungen in # 18 ,hören sich klasse an,widersprechen sich aber in Teilen und vermischen die zeitlichen Vorgehensweisen.

Hier noch einige Fotos aus dem Märklinwerk ,man beachte die kleinen Lackdosen für Reparaturzwecke...






Gruß
Andreas

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RE: Rote Farbe für Dampflokradsätze

#21 von ElwoodJayBlues , 03.11.2017 08:06

Also bestätigen die Fotos ja Klaus`Aussagen!
Ausbesserungen mit Nitrolack aus der Dose!

Super!


Warte, warte nur ein Weilchen....

 
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RE: Rote Farbe für Dampflokradsätze

#22 von Gleis3601 , 03.11.2017 08:09

Zitat von reinerich im Beitrag #18
Hallo miteinander,



Die Verwendung von Kunstharz-Farben oder Acryl-Farben schließe ich nach meinen Erfahrungen aus.
Die würden in Verdünnung bestenfalls aufblättern, wie beim Abbeizen mir einschlägigen Mitteln.

Dies stimmt so nicht , Kunstharzfarben werden mit einer anderen Verdünnung vearbeitet, Kunstharz auf Nitro ,da blättert nichts auf

Zum Aufbringen der Zierlinien wurden die Modelle in spezielle Halterungen eingespannt und an der aufliegenden Hand mit dem Pinsel vorbeigeschoben.
das ist richtig ,wurde aber nicht bei allen Modellen gemacht
Desgleichen wurde für Kesselringe mit einem drehbaren Halter gearbeitet.
Das ist in einigen Filmausschnitten zu sehen.
Man muß natürlich bedenken, dass die dort beschäftigten nichts anderes als diese Tätigkeit gemacht haben und somit sicherlich gut eingeübt (eingearbeitet) waren.
Trotz alledem sieht man bei dem Vergleich mehrerer gleicher Modelle oft Unterschiede in der Bemalung.
nach 5 Stunden in Nitrodämpfen arbeiten ,kann dies passieren

Die meisten der älteren Loks lassen sich mit Nitrolack austupfen.
Dabei wird die Farbe rund um die Reparaturstelle leicht angelöst.
Mit viel Geduld und Können lassen sich kleinere Lackschäden beseitigen.

Die "geheime" Mischerei der Farben bei Märklin halte ich ohnehin für ein Märchen.
Bei den damaligen Stückzahlen wurde sicherlich der Lack in größeren Gebinden bei einschlägigen Herstellern bestellt.
Ich kann mir auch beim besten Willen nicht vorstellen, dass da jemand kleine Döschen mit "Reparaturfarbe" aus irgenwelchen Kanistern abgefüllt hat.
siehe Werkfotos

Angaben in der "Sammlerliteratur" wie Olivgrün sind nichtssagend.
Das kann "Gelboliv" oder "Braunoliv" oder "umbta-irgendwas" sein.
Da hilft nur ein Vergleich mit Farbkarten oder anderen Mustern.

Die immer wieder angeführten Farbunterschiede entstehen zum Einen durch unterschiedliche Dicke des Auftrags, zum Anderen durch Ausbleichen oder Umwelteiflüsse wie Öl, Nikotin, Küchendunst etc.

Manche Dampfloks der 60er Jahre sind so dünn lackiert, dass zwischen Umlauf und Kessel der Guß noch durchschimmert.
Loks der 50er glänzen oft wie eine Speckschwarte und sind fett bis in die letzte Ecke lackiert.

Es gibt Serien. da lässt sich die Farbe mit nichts!!! abwaschen.
Diese sehr resistenten Farben habe ich schon bei verschiedenten Modellen der 3000er Serie erlebt, kann aber leider die Baujahre nicht zuordnen.

Da hilft nur mechanisches entlacken oder Sandstrahlen.
Das kenne ich , die Farbe geht auch ohne mechanische Bearbeitung ab

Offenbar hat Märklin zwischendurch mal mit anderen Lackarten experimentiert, ist aber wohl zu Nitro zerückgekehrt.

Sicherlich gibt es auch eine Reihe "Sonderfarben", die nicht in der RAL-Farbkarte vorkommen.

Dazu gehören u.a. das Bllau der Lokschuppenfenster und Türen, das Bllau der 346/6 Wagen und auch das Grün der RE800 sowie das Grüngrau der SEWH, die Brauntöne der Italiener u.v.a.

Ebenso fallen natürlich die Blechwagen (außer Vorkrieg etc.) aus der Reihe, da die Bleche ja lithographiert sind, und somit Druckfarben zur Verwendung kamen.
auch die Blechwagen wurden lackiert , und zwar mit Klarlack im Rundspritzautomat

Außer den RAL-Farbkarten gibt es auch noch jede Menge andere Farbtabellen. (Landmaschinen, Baumaschinen, Sanitärfarben, HEWI, Pantone Druckfarben etc.)

Für alle die es interessiert habe ich mal eine kleine Liste der bei Märklin verwendeten RAL-Farben zusammengestellt, soweit mir Original-Modelle zur verfügung standen.

Die Liste ist natürlich noch nicht vollständig und wird nach und nach erweitert.
Das soll aber nicht bedeuten, dass Märklin ausschließlich RAL und Nitro-Farben verwendet hat.

Zum Vergleich der Farbtöne habe ich nach Möglichkeit mehrere Modelle eines Typs unter verschiedenen Lichtverhältnissen benutzt.

Hier mal meine (vorläufige) Liste :



Ich hatte in den 90er Jahren eine handgeschriebene Kladde mit noch mehr Infos, auch Revell, Humbrol etc.
Die ist leider nicht mehr auffinbar.

Wenn jemand ergänzen kann und möchte, herzlich willkommen

Gruß an alle Interessierten und die, die es werden wollen





Gruß
Andreas

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RE: Rote Farbe für Dampflokradsätze

#23 von Gleis3601 , 03.11.2017 08:11

Zitat von ElwoodJayBlues im Beitrag #21
Also bestätigen die Fotos ja Klaus`Aussagen!
Ausbesserungen mit Nitrolack aus der Dose!

Super!

Hallo Felix,

dies kann genauso gut Kunstharz Lack sein .


Gruß
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RE: Rote Farbe für Dampflokradsätze

#24 von ElwoodJayBlues , 03.11.2017 08:12

Jo...

kann aber auch genausogut Nitrolack sein.


Warte, warte nur ein Weilchen....

 
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RE: Rote Farbe für Dampflokradsätze

#25 von Gleis3601 , 03.11.2017 08:18

Zitat von ElwoodJayBlues im Beitrag #24
Jo...

kann aber auch genausogut Nitrolack sein.

Hallo Felix , das eine Foto stammt aus 1977 /78 bei der Northländer Produktion ... sehr unwahrscheinlich ,das die Damen da im Nitro Dampf sitzen...


Gruß
Andreas

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Heute ist er angekommen -Jahreswagen 2017-
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