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Märklin 3125 roter Pfeil

#1 von koef2 , 28.10.2017 16:03

Hallo,

nachdem Ihr aus beruflichen Gründen und auch aufgrund meiner anderen Hobbies länger nichts von mir gehört habt, hier eine kleine Revision zum roten Pfeil von Märklin 3125.


Ansicht 1


Ansicht 2

Der Gleichtsrommotor treib über eine Kardanwelle das Getrieb an. Das Getriebe saß fest aufgrund verharzter Öle und Fette.


Unterseite


Getriebe/Treibachsen

Hier die Kunststoffplatte abklipsen. Ist nur gesteckt. Aber vorsichtig, bitte.


Stromaufnahme


Innenleben


Motor und Kardanwelle mit Getriebedrehgestell


Seitenansicht Drehgestell mit Getriebe

Nun auf der Seite der abgeklipsten Abdeckung die Schraube lösen (1 oder 2?). Oder war es doch von oben her? Ist schon ein paar Tage her, sorry.
Vorsichtig Drehgetell herausnehmen, dabei von Unten Gegenhalten und oben die Kunstoffwelle herausnehmen und weglegen.


Herausgenommenes Drehgestell


Ansicht auf Motor mit Kunststoffhaltebügel

Die 2 Kabel an der großen Platine stellen die Spannungsversorgung des Motor dar. Bitte Ablöten.


1 Abgelötetes Kabel Motorantrieb von Platine


Motor mit abgelöteten Kabeln des Antriebs, aber noch Kabelverbindung zur Glühbirne an Motorseite zwischen Kondensator vorhanden.

Kabelverbindung zur Glübirne ablöten. Über dei Anschlüsse des Motros ist ein Kondensator verlötet. Daran befinden sich auch die Anschlüsse zur Glühbirne.


Komplett abgelöteter Motor

Da das Getriebe sich nicht bewegte habe ich diesen GLEICHSPANNUNGSMOTOR bis max. 12 V an einer regelbaren Gleichspannungsquelle (Labornetzteil oder Mobatrafo von Gleichstrombahnen mit Voltmeter) angeschlossen. Langsam auf max. 10 bis 12 V drehen. Er drehte sich schon bei 4 bis 5V. Das war schon mal sehr gut.

Die Glühbirnen vertragen auch nur max. 12 V Gleichspannung.


Motortest mit max 12 V Gleichspannung

Da das Getriebe verfettet war und sich nicht bewegte, habe ich es aufgrund von Empfehlungen aus diesem und anderen Foren 24 h in SR24 eingelegt und dabei auch das Getriebe vorsichtig weiter gedreht. Das geht mit den Fingen an der Kardanwellenaufnahme. Oder dort einen Schraubendreher sclitzform reinstecken und vorsichtig drehen. An den Rädern kann das saubere Getriebe nur schwer gedreht werden. Die Übersetzung durch die vielen Zahräder und die Zahnschnecke führt dazu, dass es sich von den Radachsen her schwierig drehen lässt. Von der Kardanwellenaufnahme her ist es leicht zu drehen.


Einlegen des Getriebes in SR24 im Glasbehältnis

Nach dem Einlegen in SR24 und Sauberkeitscheck, habe ich das Getriebe noch einen Tag an der Luft liegen lassen. Dabei ist es schön abgetrocknet. Dann habe ich es mit Mobaöl vorsichtig geölt und mit Feinfett - z. B. Mechatronikerfett für pneumatische Anlagen - leicht gefettet. Der Motor wird aufgeschraubt mit dem Kunststoffbügel. Vorher noch etwas Öl an die Achsaufnahmen des Motors direkt um Kunststoffgehäuse geben.


Einbau Motor

Getriebedrehgestell von unten eingesteckt und dann mit der JKardanwelle zum Motor hin gefummelt, dass es ordentlich liegt. Ggfs. muss die Kardanaufnahme am Motor etwas in die Rrichtige Richtung gedreht werden.
Getriebe festschrauben und Abdeckung aufklipsen.


Getriebedrehgestell wieder mit Deckel zugeklipst


Stromaufnahme mit Drehgestell lässt sich einfach drehen


Probfahrt auf Moba

Und Maschine läuft wieder erste Sahne. Radachsen etwas ölen, bitte.

Auch wenn ich mich wiederhole: Motor und Glühbirnen werden mit 12 V Gleichspannung betrieben!!!

Alle Akticvitäten wie immer auf eigene Verantwortung und eigene Rechnung. Als Anfänger würde ich nicht mit dem roten Pfeil anfangen, sondern eine andere Lok zerlegen.

Viele Grüße
Kai
Koef2

 
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zuletzt bearbeitet 28.10.2017 | Top

RE: Märklin 3125 roter Pfeil

#2 von klein.uhu , 28.10.2017 21:56

Zitat von koef2 im Beitrag #1

... auch das Getriebe vorsichtig weiter gedreht. Das geht mit den Fingen an der Kardanwellenaufnahme. Oder dort einen Schraubendreher sclitzform reinstecken und vorsichtig drehen. An den Rädern kann das saubere Getriebe nur schwer gedreht werden. Die Übersetzung durch die vielen Zahnräder und die Zahnschnecke führt dazu, dass es sich von den Radachsen her schwierig drehen lässt.


Moin Kai,

Danke für die schöne und gut gemachte Beschreibung.

Aber den obigen Punkt muss ich kommentieren.
Nie ein Schneckengetriebe von der Zahnradseite zu drehen versuchen. Das führt bei einem Schneckengetriebe zur Zerstörung. Eine Schnecke kann man nur an ihrer Achse bewegen, nie, bitte nie durch das Zahnrad (und nachfolgende Getriebezahnräder) von der Radseite aus! Dabei wird das Schneckenzahnrad seitens der Schnecke blockiert und es löst sich eines der Zahnräder zwischen dem Schneckenzahnrad und den Rädern von seiner Welle, oder es brechen Zähne ab.

Weil der "Antrieb" von Seiten der Räder auf die Schnecke nicht funktioniert haben solche Modelle eine Schwungmasse auf der Schnecken-/Motorwelle, da bei Stromausschaltung sonst das Modell ohne Ausrollen sofort mit blockierten Rädern stehen bleiben würde. Fachbegriff: selbsthemmendes Getriebe. http://www.ahoefler.de/maschinenbau/getr...bsthemmung.html
Dein Vorschlag, das Getriebe von der Kardanwelle aus zu drehen, ist der einzig richtige!


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RE: Märklin 3125 roter Pfeil

#3 von koef2 , 29.10.2017 09:52

HAllo klein.Uhu,

danke für das Lob und die Bestätigung bzw. Erläuterung, warum man nur von einer Seite - Motorseite - das Getriebe drehen soll.

Schönen Sonntag noch und viel Erfolg bei deinen BAsteleien.

Viele Grüße
KAi
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RE: Märklin 3125 roter Pfeil

#4 von koef2 , 29.10.2017 10:28

NAchtrag:
diese Schneckengetrieb bei TrixExpress sind wohl auch der Grund, warum in den alten Anleitungen dort immer steht, dass die Loks nicht händisch auf den Schienen geschoben werden sollen.

VG
KAi
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RE: Märklin 3125 roter Pfeil

#5 von klein.uhu , 29.10.2017 10:48

Schneckengetriebe haben (fast) alle Loks aller Hersteller, die in den etwa letzten 10 Jahren neu konstruiert wurden, grundsätzlich alle Modelle, bei denen der Motor in Längsachse liegt. Dazu zählen auch neue Märklin-Loks! Nicht nur Trix-Express!

Also bitte nicht schieben, nie an den Rädern das Getriebe drehen!

Gruß klein.uhu


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RE: Märklin 3125 roter Pfeil

#6 von gn800 , 30.10.2017 09:26

Hallo Leute, interessant! Es ist für modernere Konstruktionen schon erstaunlich,

dass es im Getriebe überhaupt noch ein Metallzahnrad gibt.

Der Rote Pfeil von HAG ist deutlich solider konstruiert.

Grüße

Johannes


Schrott wird flott - Geht nicht gibt´s nicht. Alles eine Frage des Aufwandes.

 
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RE: Märklin 3125 roter Pfeil

#7 von 60903 , 30.10.2017 09:39

Zitat von gn800 im Beitrag #6
Hallo Leute, interessant! Es ist für modernere Konstruktionen schon erstaunlich,

dass es im Getriebe überhaupt noch ein Metallzahnrad gibt.

Der Rote Pfeil von HAG ist deutlich solider konstruiert.

Grüße

Johannes


Der HAG stammt auch noch aus einer Zeit in der man für die Ewigkeit produzierte. Unkaputtbar; notfalls auch als Hammer nutzbar. Der von Märklin ist antriebstechnisch eine Katastrophe, zumindest die erste Variante 3125. Vermutlich eine Auftragsarbeit.


Grüße

Martin

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