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Kontaktproblem bei DHG 500 Märklin

#1 von U 43 , 12.08.2017 23:04

Hallo zusammen,
ich habe hier eine gebrauchte alte blaue DHG 500 von Märklin. Wenn man sie an den Strom anklemmt, läuft der Motor einwandfrei. Stellt man sie aber auf die Schienen, stottert sie nur herum. Das Problem scheint die Masseaufnahme über die Achsen zu sein. Kann das an altem Öl liegen? Wenn man an die üblichen Stellen einen Tropfen SR 24 gibt, läuft die Lok wieder super. Nach ein paar Tagen muß man die Prozedur aber dann wiederholen. Kann man da was machen, ohne die Achsen auszubauen?


Gruß, Gernot.
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RE: Kontaktproblem bei DHG 500 Märklin

#2 von koef2 , 12.08.2017 23:45

HAllo U43,

Mit SR24 die Räder reinigen. GGfs bei unbrünierten Rädern mit Messingbürste (z. B. Dremel) die Laufflächend er Räder reinigen. Voricht bei den Haftreifen. Ausgelutschte Lager könnten ggfs. die Kontaktfreidigkeit verringern.

Ich würde aber auch nachschauen, ob dein Schleifer kein problem hat udn ob die Lötstelle des Kabels am Schleifer noch intakt ist.

Viele Grüße
Kai
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RE: Kontaktproblem bei DHG 500 Märklin

#3 von U 43 , 13.08.2017 00:22

Danke, Kai. Hab ich natürlich schon gemacht. Ich meine das Problem so eingekreist zu haben, daß der Strom nicht von den Achsen auf das Fahrgestell übergeht.


Gruß, Gernot.
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RE: Kontaktproblem bei DHG 500 Märklin

#4 von Wellnessi , 13.08.2017 13:48

Tach auch Gernot,

vorausgesetzt alles Augenscheinliche ist o.k., bleiben eigentlich nur noch die Achsbuchsen - also die Löcher, wo die Achsen drin drehen - übrig.

Ich würde jetzt mal ATF-Oil anstelle von dem 24ziger Zeug testen. Erhöht auf alle Fälle den Stromfluss. Dann Lok auf Rollenstand oder Schienenkreis und laufen lassen - Geduld ist angesagt,

Wenn das nichts hilft : Achsen raus - Bohrungen mit passender Reibaale reinigen - Achsen wieder rein und Du solltest Dich wundern !

Funzt sogar bei gebadeten ( Feuerwehreinsatz ) völlig verrosteten Loks von MÄRKLIN - echt jetzt.

Mit Gruss
Wolfgang


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RE: Kontaktproblem bei DHG 500 Märklin

#5 von U 43 , 13.08.2017 16:36

Hallo Wolfgang,
aha, ATF-Öl also. Ich nehme an, daß es für diesen Zweck kein besonderes sein muß? Z.B. das hier:https://www.google.de/search?q=atf+oil&s...221662208073279


Gruß, Gernot.
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RE: Kontaktproblem bei DHG 500 Märklin

#6 von 60903 , 13.08.2017 19:26

Mit einer Reibaale geht man wohl besser nicht in die Lager!


Grüße

Martin

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RE: Kontaktproblem bei DHG 500 Märklin

#7 von Morzi , 14.08.2017 07:48

Zitat von Wellnessi im Beitrag #4
Bohrungen mit passender Reibaale reinigen
.

Hallo!

Das würd ich auch nicht machen. Ich stell solche Loks in ein kleines Plastikgefäß und fülle etwas Waschbenzin so hoch wie notwendig ein.
Hat bis jetzt noch alle Kontaktprobleme beseitigt.

Gruß
Martin

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RE: Kontaktproblem bei DHG 500 Märklin

#8 von united.trash , 15.08.2017 08:52

Moin,

ich gehe auch davon aus, dass es ein ganz einfaches Verschmutzungsproblem ist, wenn alle Lötstellen und Kontakte -auch am Schalter- in Ordnung sind, Räder und Schleifer gereinigt. Die Motorkohlen können es nicht sein, also Fahrgestell grundreinigen und fertig, dann fährt die wieder!

Martin

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RE: Kontaktproblem bei DHG 500 Märklin

#9 von U 43 , 15.08.2017 10:01

Tja, äußerlich habe ich alles gemacht. Es bleiben die Achsführungen. Da komme ich ohne Ausachsen nicht ran. Geht vielleicht was mit Ultraschallbad, solange die Achsen noch drin sind? Wenn man die lok nur bis über die Räder reinstellt?


Gruß, Gernot.
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RE: Kontaktproblem bei DHG 500 Märklin

#10 von united.trash , 15.08.2017 10:16

klar, sollte gehen, einfach etwas länger drinlassen.

Martin

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RE: Kontaktproblem bei DHG 500 Märklin

#11 von Wellnessi , 15.08.2017 12:38

Tach auch Gernot und FAM,

@Martin : Da hast Du recht, eine Reibaale sollte Mann nicht nutzen, sondern eine Reibahle ( Habe ich im Duden nochmal nachgeschlagen . mein Fehler ).Ansonsten ist so eine Reibahle aber ideal dafür, wenn sie passend ist.

@Gernot : Ich nutze nur das hellrote, das bei Opel früher als Automaticoil genutzt wurde. Zu anderen Produkten muss ich mich unwissend outen. Siehe Beitrag "was aus Fehlern entsteht"

Da ich mal davon ausgehen würde, dass die Lagerbuchsen / Bohrungen und die Achswellen eine Oxydationsschicht ( Rost ) haben, würde ich die Lok mal 1 Tag in echte Cola stellen. Bei einigen Metallegierungen funzt das. Nicht bei allen. Vorher müssen aber die Haftreifen ab, weil die evtl. das nicht überleben. Lackschäden hatte ich dabei bisher keine.

Miit Gruss
Wolfgang


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RE: Kontaktproblem bei DHG 500 Märklin

#12 von U 43 , 15.08.2017 23:38

Cooola? Nix für ungut, aber die Imperialistenbrause trinke und kaufe ich nicht. Geht eventuell auch Pils...?


Gruß, Gernot.
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RE: Kontaktproblem bei DHG 500 Märklin

#13 von U 43 , 18.08.2017 21:26

So, ich habe das Pils lieber selbst getrunken und die Lok hat jetzt mehrfach in Ultraschall gebadet bis über die Achslager. Und siehe da: Verbesserung! Von dem Erfolg beschwingt habe ich dann die blanken Achsen minimalst neu geölt, da ich glaubte, jetzt sei überhaupt keine Schmierung mehr da. Was für ein Bärendienst! Das alte Problem kam sofort wieder. Allerdings nur, wenn die Lok in Richtung ihres langen Vorbaus fuhr. Das Stocken kam auch immer an den selben Stellen der "Teststrecke". Also nochmals Schienen akkurat geputzt: nix! Lok nochmal gebadet und neues Öl auch wieder raus. Wieder Verbesserung, aber auch nicht zufriedenstellend.Die mittlere Achse macht gelegentlich Funken, da muß es wohl sein. Etwas SR 24 drauf, geht! Aber soweit war ich eigentlich vorher schon.
Tja, Fazit: Am Öl oder der Strecke kann es nicht liegen, alle anderen Loks (darunter auch mehrere 3achser und eine weitere DHG500) machen keine Zicken. Aber an der Masseaufnahme muß es liegen. Eigentlich ist ja nur die vordere Achse auf der "langen Seite" bei der Masseaufnahme richtig belastet, wenn die Lok in Richtung langes Teil fährt, oder? Müßte also optimal funktionieren, ist aber genau umgekehrt. Das Stottern wird übrigens jetzt schlimmer, je schneller die Lok fährt. Läßt man sie schön vorbildlich langsam laufen, geht's eigentlich. Da könnte man zufrieden sein, aber die Sache interessiert und ärgert mich doch!


Gruß, Gernot.
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RE: Kontaktproblem bei DHG 500 Märklin

#14 von gn800 , Gestern 11:29

Hallo Gernot, entgegen deiner Vermutung:

Tritt der Fehler immer an der selben Stelle auf, muss dort zumindest ein Teil der Ursache zu finden sein.

Ich würde mir eine zweite DHG 500 besorgen und sie testen. So teuer sind die Dinger ja nicht.

Gibt es die gleichen Probleme, liegt es einwandfrei doch am Gleis.

Übrigens entstehen Funken bei mangelndem Kontakt und / oder bei Kurzschlüssen.

Sind die Fahreigenschaften der Lok nach den ganzen Arbeiten schlechter,

ist wohl dabei etwas falsch gelaufen oder der Fehler lag eben doch nicht primär an der Lok.

Dass ein Lok nach dem Ölen schlechter läuft als vorher, kann nur wenige Ursachen haben:

Die Lager sind trotz Reinigung nicht richtig sauber.

Evtl. verwendest du ein Öl, was für diesen Zweck nicht geeignet ist.

Ein weitere mögliche Ursache:

Die Räder laufen nicht gerade, weil sie schief sitzen oder die Achsen krumm sind.

Wie hast du die Achsen heraus bekommen?

Bei ein paar Methoden können schon beim Ausachsen die Achsen verbogen werden,

wenn nicht sorgfältig und dem nötigen Sachverstand vorgangen wird.

Bei der Methode "Hebeln mit Schraubendreher" wird das Rad meist schief abgezogen,

was schon während oder nach dem Wiederaufziehen zu Problemen führt.

Werden die Räder nicht exakt gerade wieder aufgegezogen, gibt es auch Probleme.

Grüße

Johannes


Schrott wird flott - Geht nicht gibt´s nicht. Alles eine Frage des Aufwandes.

 
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RE: Kontaktproblem bei DHG 500 Märklin

#15 von U 43 , Gestern 17:55

Hallo Johannes,
danke für die Tipps. Daran habe ich natürlich auch schon gedacht. Aber ich habe die Achsen nicht rausgemacht und meine zweite DHG 500 und auch alle anderen Loks laufen auf der Strecke einwandfrei. Auch das Öl (Harz- und Säurefreies Maschinenöl) macht keine Probleme bei allen übrigen Fahrzeugen und das sind einige. Aber wenn ich nicht dahinterkomme, muß ich die Achsen wohl doch rausmachen (lassen).


Gruß, Gernot.
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RE: Kontaktproblem bei DHG 500 Märklin

#16 von raudteelane , Gestern 18:42

Hallo Gernot,

nachdem alle bisherigen Versuche kein zufriedenstellendes Ergebnis gebracht haben, ist mir auch noch eine Idee gekommen.

Es stellt sich die Frage, ob es wirklich eine Kontaktproblem zwischen den Schienen und dem Fahrzeug selbst ist.
Die Möglichkeit besteht auch, dass es sich im vorliegenden Fall um eine kleine "Herzschwäche" der DHG handelt ?

Eventuell sollte einmal überprüft werden, ob nicht der Kollektor die Schwachstelle ist.
Ich hatte das auch schon bei Fahrzeugen, wo entweder die Kontaktflächen des Kollektors verzundert waren, oder sogar beim Kollektor selbst einer der Kontakte selbst schadhaft waren.
Eventuell hilft in diesem Fall reinigen der Kontaktfläche und eventuell durchmessen der Kontakte, um auszuschließen, dass hier ein Problem vorliegt.
Vielleicht hast Du in der Bastelkiste noch einen Kollektor liegen, den Du mal einbauen könntest ?

Ziehe dies doch auch mal in die Überlegung mit eine und überprüfe es, bevor die DHG noch entachst werden muß.

Dann wünsche ich Dir viel Erfolg bei der weiteren Wartung, dass die Maschine wieder läuft wie ein geölter Blitz.

viele Grüße
R.t.l.

 
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