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RE: BUB SPUR 0 Uhrwerkslok

#26 von Rhombe , 19.07.2017 21:54

Hallo Manfred,

Da habe ich zu danken! Das war eine sehr lehrreiche und nette Unterhaltung! Entschuldige bitte nochmals die Länge (auch gegenüber Deiner Familie) ich hoffe das hat die Abend- und Wochenplanung nicht zu sehr beeinflusst.
Ich denke, wenn beide "Formate" zusammenwirken, ist das am effizientesten im Sinne der Sache. Und Kofferraummärkte -auch sinnvoll- aber das ist ein anderes Thema...

Viele Grüsse, Daniel

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RE: BUB SPUR 0 Uhrwerkslok

#27 von Rhombe , 31.07.2017 21:39

Hallo,

Einen Schritt weiter bin ich gekommen, die Spenglerarbeiten sind beendet. Grundplatte, Führerhaus und linkes Windleitblech sind wieder gerade, zumindest gerader als vorher. Die Cockpitseite im Führerhaus, war nicht verzogen, sondern schlecht (weil schief) gestanzt bzw. geprägt. Das habe ich, so gut es ging, zurecht gefeilt, damit sie waagerecht sitzt. In die Loklaterne habe ich zwei Löcher gebohrt und den abgebrochenen Bügel aus Messingdraht nachgeformt an dem unten Stifte angefeilt sind, die in die Löcher greifen.
Auf dem Bild ist alles nur lose zusammen gesteckt, ich warte jetzt buchstäblich auf besseres Wetter, um die die Sachen zu "alkoholisieren".



Grüsse, Daniel

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RE: BUB SPUR 0 Uhrwerkslok

#28 von Rhombe , 05.08.2017 19:35

Hallo,

Da das Wetter sich immer noch quer stellt und ich diesbezüglich mit dem Gehäuse nicht weiter komme, habe ich mich dem Triebwerk gewidmet. Leider auch ziemlich ernüchternd, das Werk hakt und ich komme nicht darauf warum. Ich habe natürlich keine Vergleichsmöglichkeiten, aber der Gesamtzustand beeindruckt mich noch nicht so recht, die Zahnräder sehen nicht traumhaft, aber zumindest OK aus. Mich stört, dass die Platinenhälften nicht fluchten, das ganze Werk sieht eher wie ein Parallelogramm aus, nicht wie ein Rechteck. Ich habe mir das jetzt ein paar mal angesehen und hier und da ein wenig probiert, aber der entscheidende Gedanke ist mir noch nicht gekommen. Am liebsten würde ich die Hälften teilen und dann das ganze Stück für Stück richten und wieder zusammenfügen, dafür bin ich aber noch nicht Verzweifelt genug, da überwiegt noch der Respekt.
Bei den Rädern sieht es leider nicht besser aus. Das eine Aufnahme des Gestänges herausgebrochen ist, war ja von vorneherein klar, da bin ich noch am überlegen, wie ich das - für mich- am besten wieder hinbekomme, Epoxy, 2K-Metall oder ähnliches, da gibt es Möglichkeiten. Aber ein Vorderrad sieht furchtbar aus, im Bild links:



Das sieht fast aus wie Blätterteig, zieht sich bis in die Spreichen, überall Risse zum Vergleich rechts ein Hinterrad:



Das Problem ist, das die Lok Frontantrieb hat, also das Rad muss im Zweifelsfall die Kräfte übertragen können. Ich könnte die Oberfläche mit Epoxy bestreichen, beschleifen und hoffen, dass ich die Sache etwas stabilisiert habe, dann die Mittenbohrung aufreiben und das Rad eher festkleben statt pressen. Eine andere Variante wäre, sich bei Märklin umzuschauen evtl. passen die Räder von einer R910, nur das würde dann wohl auf eine komplette Umrüstung hinauslaufen.
Läuft leider etwas zäh zur Zeit.

Grüsse, Daniel

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RE: BUB SPUR 0 Uhrwerkslok

#29 von Udo , 05.08.2017 21:03

Hallo, Daniel,

Blätterteig ist Zinkpest. Nicht zu stoppen.

Ich sehe aber nur etwas im ersten Bild links an der Nabe. Ansonsten sind das bekrönte Räder, also mit einer Blechmanschette. Blätterteig sehe ich keinen.

So einen Abbruch habe ich mal mit UHU-Plus Endfest 300 repariert. Hält bis heute.

Spur 0: "Ist das auch ein Krokodil" ?

Zudem gibt es Bluefixx für Metall (es gibt auch andere !) bei Bauhaus, real, Karstadt usw., aber teuer, so gegen 15 Euro. Härtet nach Sekunden aus. Nach dem Aushärten beschleifen/ befeilen.

Schönen Gruß
Udo

 
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RE: BUB SPUR 0 Uhrwerkslok

#30 von Rhombe , 05.08.2017 21:55

Hallo Udo,

Ich habe nochmal zwei Neue Ansichten fotografiert.
So etwas in der Richtung Bluefixx schwebt mir auch vor, ich habe ein wenig die Befürchtung, dass es mir beim ersten Ruck die Nabe komplett von den Speichen wegbröselt.



hier sieht man auch unten auf "sieben Uhr", wie die Speiche gespalten ist, an der Nabe hat sich eine Art Beilagscheibe abgespalten:



Grüsse, Daniel

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RE: BUB SPUR 0 Uhrwerkslok

#31 von Udo , 05.08.2017 22:11

Hallo, Daniel,

jetzt sieht man die Gußpest. Gut sieht das Rad nicht aus. Das Problem ist, dass man wegen der Bekrönung kaum Ersatz bekommt.

Wenn ich mich recht erinnere, soll der Herr Nowak Räder in die Bekrönung gießen können. Aber ich weiß es nicht mehr so ganz genau. Du müsstest da mal nachfragen. Vllt ist hier jemand, der die Adresse usw. nennen kann.

Ansonsten würde ich in dieser Not trotz Gußpest versuchen, mit Bluefixx einiges zu ergänzen und zu stabilisieren. Iwann wird die Gußpest trotzdem siegen. Aber bis dahin läuft die Lok. Für eine so schöne Lok muss man eben einiges tun.

Und man kann auch unbekrönte Räder als Ersatz montieren.

Was die Gusspest angeht: Hier kannst du mal richtige heftige Gusspest sehen, beispielweise in Beitrag # 14

das FAM-Zinkpest-Gruselkabinett in Bildern

Schönen Gruß
Udo

 
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RE: BUB SPUR 0 Uhrwerkslok

#32 von joha30 , 05.08.2017 23:05

Daniel,
keine Panik! Das hält noch lange. Es lohnt nicht, viel Geld auszugeben.


Viele Grüße, JoHa

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RE: BUB SPUR 0 Uhrwerkslok

#33 von ElwoodJayBlues , 06.08.2017 12:40

Ich verstehe auch den ganzen Buhei nicht.
Es kann gut sein, daß das Rad Dich noch locker überlebt.
Und falls nicht, kann man immernoch Handstände machen, wenn es wirklich unbrauchbar geworden sein sollte.... zumal das Uhrwerk selbst ja sowieso nicht zu funktionieren scheint.

Gruß
Felix


Warte, warte nur ein Weilchen....

 
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RE: BUB SPUR 0 Uhrwerkslok

#34 von Rhombe , 06.08.2017 14:56

Hallo,

Danke für Eure Meinungen! Auf das Thema "Zinkpest" habe ich zwar keine Lust, aber was ist, dass ist. Wenn es nicht akut letal ist, werde ich das Rad erstmal wieder in Form bringen, loctite 3450 habe ich, wenn sich Bluefixx bewährt, war es dann wenigstens kein komplett negativer Abschnitt.
Vielleicht taucht bei Ebay und Co im laufe der Zeit mal ein passender Spender auf, dann habe ich evtl. zwei Chancen auf Ersatz.

schönes Restwochenende, Daniel

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RE: BUB SPUR 0 Uhrwerkslok

#35 von Rhombe , 10.08.2017 22:04

Hallo,

Endlich mal positive Nachnichten, Triebwerksseitig läuft es wieder. Distortion Engineering failure würde ich sagen, wenn ich dafür Geld bekommen würde. Es lag an den verzogenen Platinenhälften, die offensichtlich die Probleme verursachten. Nachdem ich das Werk mit einer Zwinge in die Flucht zwang, war die Mechanik leichtgängig, Jetzt kann ich die Antriebsachse zwischen Daumen und Zeigefinger drehen und das gesamte Werk läuft problemlos mit, in beide Fahrtrichtungen. Das Material der Platinen ist nicht sonderlich stabil und ein weiterer Pfeiler unten in der Mitte würde auch nicht schaden. Aber da, dass muß ich zugeben, ist auch kein Platz mehr für nachträgliche Verbesserungen.
Jetzt will ich mich noch mit der Regulierung beschäftigen, die sollte zwar funktionieren, sieht aber furchtbar aus, krumm, schief, wackelt:

Ich habe mir nochmal Udo´s Bilder einer "guten Verstellung" angesehen, die Räder sehen dort aufgepresst aus, bei meiner Lok wurde offensichtlich nachgelötet, mit mässigem Erfolg. Vermutlich ist ein neuer Vierkant die cleverste Lösung.

Als kleine Randbemerkung, wie auf dem Bild im Hintergrund zu erkennen, habe ich der Lok in der Zwischenzeit auch einen Job besorgt, ein normaler grüner Personenwagen, also nichts grossartiges, aber probehalber zusammengestellt, schaut es schon gut aus!

Viele Grüsse, Daniel

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RE: BUB SPUR 0 Uhrwerkslok

#36 von ElwoodJayBlues , 10.08.2017 22:09

Erwarte von dem Uhrwerk nicht zuviel.
Ohne jetzt abwertend klingen zu wollen, das ist, wie so viele Wecker und Küchenuhren aus dieser Zeit, Wegwerfware und dementsprechend ist auch die Fertigungs- und Materialqualität.

BITTE GENAU LESEN: Ich schreibe das NICHT um die Lok abzuwerten, sondern um den Fertigungsstandard zu erklären.
Das heißt nicht, daß man dieser Lok nicht noch ein langes Leben einhauchen kann.

Wie passt sie denn mit ihren eher schmächtigen Proportionen zum Märklin 17510?

Gruß
Felix


Warte, warte nur ein Weilchen....

 
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RE: BUB SPUR 0 Uhrwerkslok

#37 von Rhombe , 10.08.2017 22:37

Hallo Felix,

Ist kein Problem, im Grunde wollte ich das ja auch. Mit dem "geradeziehen" der Platinenhälten habe ich mir erkauft, dass die Befestigungsflächen des Gehäuses nicht mehr fluchten, schlecht abgekantet... da muss ich dann später auch nachbessern.
Rein subjektiv wirken die Lok und der Wagen optisch OK, der Tender ist nicht unbedingt zierlich, nur minimal niedriger als der Wagen, das gefällt mir ganz gut. Zudem ist der Pufferabstand des Tenders nur 1-2mm schmaler als der des Wagens, das passt auch noch. Am besten Du machst Dir später selbst ein Bild, ich kann Dir hier auch eine zurecht gedengelte Redbull-Dose schön Reden.

Grüsse, Daniel

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RE: BUB SPUR 0 Uhrwerkslok

#38 von Rhombe , Gestern 21:25

Hallo,

Eine Sache steht ja schon seit längerem an, der Lack des Gehäuses muss noch aufgearbeitet werden. Die Kiste samt Ausrüstung stand schon länger parat, diese Woche passte es dann endlich mal und ich konnte die Lok "alkoholisieren".

Die Box in der Aufheizphase in der Sonne, da es mich interessierte, habe ich auch ein Thermometer verbaut



Die Teile hängen bis dato nur rum, der Lüfter ist so weit wie möglich herunter geregelt, ich wollte kein Gebläse, nur eine diffuse Luftströmung zur Verteilung derselben. Nachdem ca. 44 Grad erreicht waren, stellte ich die Box etwas geschützter auf und gab das Ethanol hinzu. Immer wieder erstaunlich, wie die Verdunstung des Ethanols die Temperatur um gut 7 Grad absinken lässt, selbst in diesem eher krudem Aufbau. Nach grob zwei Stunden kam dann der Moment der Wahrheit.



Die Flächen mit reinem schwarz verloren ihre "speckigheit" sie wurden Seidenmatt, die Farbe wurde etwas rauer. Die Klarlack-Flächen wurden glänzender und verloren den Weissanteil. Das Rot hat mich am meisten verwundert, es war vorher mehr oder weniger milchig matt, dass verschwand völlig und es wurde zudem strahlender.
Die Lok hat weiterhin ihre Macken, wo die Farbe weg ist, bleibt das auch so, der Kessel hatte vorher Flecken, ich bin mir nicht sicher, ob das abgegriffene Stellen, daneben gegangene Putzversuche, oder eine Kontaktreaktion mit dem Messing waren, diese Flecken sind weniger deutlich, aber noch erkennbar vorhanden.
Wo ich es mir zutraue, werde ich noch mit meinen Humbrol Farben nachbessern, das ist ja immer so eine Sache zwischen gut und verschlimmbessert.
Aber Insgesamt war es Spannend und am Ende eine Verbesserung, also Erfolgreich. Vielen Dank an den Ideengeber Joha!
Jetzt kann ich aus dem puzzle, zusammen mit den neuen und alten Messing Beschlagteilen, das Gehäuse wieder zusammensetzten.

Viele Grüsse, Daniel

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