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LIMA Katalog-Bilderdesaster

#1 von Django , 23.05.2017 13:41

Mal für Zwischendurch was zur "Auflockerung". Mir ist aufgefallen, dass in den LIMA-Katalogen vor allem in der 2. Hälfte der 1970er (vielleicht gibt's ja noch mehr Beispiele) einige ganz üble Schnitzer enthalten waren:

Katalog 1978/1979: Hier wurde bei beiden Versionen (wobei die rote eh' eine Fantasievariante darstellt) offensichtlich ein Startpackungs-Modell abgebildet. Erkennbar an den angegossenen "Stummel"-Puffern sowie an der vereinfachten Lackierung, die unter anderem die ganze Front einfarbig liess:


Aus demselben Katalog: Hier wurde offenbar ein Modell mit einer Fehllackierung abgelichtet... oder abermals eine Startpackungsversion. Jedenfalls ist auch hier die komplette Front einfarbig, was selbst für ein LIMA-Modell der damaligen Zeit "nicht normal" ist:


Katalog 1979/1980: Hier fehlen bei der 103 die Puffer... Kommentar überflüssig... Wie kann man nur? Die gehen ja wohl kaum einfach so verloren!? Da muss man schon beinahe böswillige Absicht vermuten:


Also dem Absatz der Produkte war das wohl kaum förderlich... War aber wohl ohnehin egal - die haben auch so genug Zeugs verkauft. Dennoch ist es irgendwie typisch für LIMA in der damaligen Zeit: Quantität ging eindeutig vor Qualität.

 
Django
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RE: LIMA Katalog-Bilderdesaster

#2 von Charles , 23.05.2017 15:29

Hallo,

Lima war eine Kaufhausmarke und wollte auch lange Jahre nicht mehr sein. Für 50 DM gab es ein Startset mit 2 Zügen und doppelgleisigem Oval. Die 103 wurde übrigens damals in den Startsets ohne Pufferteller ausgeliefert. Das reduzierte die Versandschäden.

Über die Wartezeiten und Katalogabbildungen der Neuheiten hat damals die ganze Branche geschmunzelt. Aber diese Abbildungen waren damals, vor Erfindung der digitalen Bildbearbeitung, aufwendig und kostenintensiv. Und wo gab es damals im Handel einen Lima Katalog zu kaufen ?

Geschmunzelt wurde auch als Lima mehrere Fleischmann Modelle kopiert hatte. Man konzentrierte sich auf ältere Modelle , die noch im alten Fleischmann Maßstab 1:82 gehalten waren.

Oft fehlte den hiesigen, erwachsenen Modellbahnern auch einfach das Verständnis. So wurde kritisiert, dass die Kupplungen ungefedert und ohne Mittelstellung waren. Sie kuppeln deshalb nur schlecht mit anderen Bügelkupplungen. Aber man kann sie untereinander problemlos in Position schieben und dann auch noch im Gleisbogen kuppeln.

Die anfänglich vorhandene Entladefunktion bei den Erzwagen war sehr voluminös. Aber sie war auch für Kinderhände problemlos bedienbar und sehr zuverlässig weil man beim Entladen zwangsläufig den Wagen auf das Gleis drückte.

Auf dem letzten Bild sind vier Lokschuppen zu sehen. Ohne Türen, denn die könnten verklemmen und die Fahrzeuge beschädigen. Genau bei diesen Lokschuppen wurde moniert, dass diese vorne an der Öffnung so einen hässlichen Anguss hatten. Das war aber kein Anguss sondern eine Gleithilfe für die Pantographen der E-Loks. Das verhinderte Bruch und Kindertränen.

Man sollte auch bedenken, dass Lima nicht in die Bredouille geriet weil sie Spielbahnen herstellten sondern weil sie plötzlich versuchten richtige Modellbahnen zu bauen. Hinzu kam das Pech bei der Auswahl der deutschen Importeure.


Grüße aus dem Odenwald

Charles

 
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zuletzt bearbeitet 23.05.2017 | Top

   

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