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Zum Jahresausklang 2x Bing 7094

#1 von riera , 29.12.2016 15:59

Guten Tag, zum Ausklang von 2016 noch etwas fürs Auge:
Bings frühe Spur I Lokomotiven, vor allem die englischen Ausführungen sind nicht allzu häufig zu sehen. Das gibt Anlass, 2 dieser 2 B Maschinchen mit jeweils dem beidseitigem Führerhausaufdruck 7094 in der Spiritus- und der Uhrwerksversion vorzustellen. Der GNR-Tender muss z.Zt. beide Maschinen versorgen.
-Spirituslok: Fast identisch im englischen Katalog 1906 unter Nr.: 3659/1: Steam Lokomotive with Reversing Gear, hier jedoch mit größerem zweiachsigen Tender.
-Clockworkausführung im gleichen Katalog unter der Nummer 17594 mit dreiachsigem Tender und 2 Wagen als Zug, beiden Maschinen gemeinsam die Kesselumlaufstangen, die sich halbkreisförmig bogig um die Rauchkammertür schwingen und das verschlungene GBN-Logo auf der Rauchkammertür.













Gute Fahrt nach 2017,
R.R.

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zuletzt bearbeitet 29.12.2016 | Top

RE: Zum Jahresauskalng 2x Bing 7094

#2 von Knolle , 29.12.2016 16:08

Guten Abend zusammen,

das ist mal wieder große Klasse was Du hier zeigst!
Vielen Dank riera.

Grüße

Knolle


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RE: Zum Jahresauskalng 2x Bing 7094

#3 von haensel , 30.12.2016 19:33

Hallo,
wirklich schöne Stücke!
Danke fürs zeigen!
Gruß haensel

 
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RE: Zum Jahresauskalng 2x Bing 7094

#4 von horst-dieter , 30.12.2016 20:16

Hallo Reira,
Danke fürs zeigen.
Tolle Maschienen.
Ist das Lochblech bei der 1. Lok serienmäßig?


Grüße aus Langen Rhein-Main

 
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RE: Zum Jahresauskalng 2x Bing 7094

#5 von riera , 31.12.2016 16:21

Zitat von horst-dieter im Beitrag #4
Hallo Reira,
Danke fürs zeigen.
Tolle Maschienen.
Ist das Lochblech bei der 1. Lok serienmäßig?

Hallo Horst-Dieter!
Du fragst nach der Serienmäßigkeit des Flammschutzes der Bing-Spirituslokomotiven.
Dazu ist anzumerken, dass dieser Flammschutz bei fast allen frühen Spiritusmaschinen zu finden ist. Ein Hinweis auf den zum Patent vorgesehenen „praktischen Flammenschutz, D.R.G.M., um das Ausschlagen der Flammen zu verhindern“, ist bereits im II. Nachtrag vom Juli 1900 zur Preisliste von 1895 zu finden. Auf diesen Gebrauchsmusterschutz wird auch auf den späteren, den Packungen der Sprituslokomotiven beigelegten Betriebsanweisungen aufmerksam gemacht..



Die originale Patentschrift liegt mir leider nicht vor, aber die hilfsbreiten Forumsweisen werden sicherlich mehr dazu sagen können.
In Unkenntnis der patentierten Neuerungsschrift kann ich nur spekulativ versuchen das Funktionsprinzip zu deuten. Durch die Spiritusflammen unter dem Kessel wird ein ständiges Strömen der Luft von unten nach oben bewirkt, was, entsprechend der Thermik, die Flammen um die Kesselwandung lenkt. Dies hat zur Folge, dass, dem „Sog“ der strömenden Luft und Verbrennungsgase folgend, Luft auch von seitlich durch die perforierten Blechöffnungen des erhitzen "Blechsiebes" mit eingeschleust wird, und entsprechend dieser Strömungsrichtung von „außen nach innen“ ein diesem Luftstrom entgegengerichtetes, also nach außen seitlich gerichtetes Schlagen der Flammen aus der Hauptströmungsrichtung, verhindert wird.
Eine frühe Spirituslok zeigt dieses Flammenschutzgittersystem:









Ein etwas technisch anderes, einfacher konstruiertes „Flammschutzsieb“ zeigt sich hier, aber mit gleichem Funktionsprinzip:














Festzustellen ist, dass alle folgenden frühen Spiritusmaschinen von Bing diesen Flammenschutz aufweisen, sodass von einer gewissen „serienmäßigkeit“ in Deinem Sinn über einen bestimmten Zeitraum gesprochen werden kann:
Dazu ein paar Bild-Beispiele:












Es ließen sich noch viele weiter Spirituslokomotiven aufführen, aber bei einigen ist dieser Flammenschutz nicht umgesetzt, so bei Maschinchen, bei denen der Luftstrom durch eine V-förmige Anordnung eines Blechstreifens jeweils links und rechts neben dem Kessel am Rahmen offensichtlich den Luftstrom um den Kessel und somit auch die Flammenrichtung leitet. Bing führt dies auf eine neue Vergasungslampe und Schutzvorrichtung zurück.






oder bei 161/1593 von 1912.



wobei hier doch alte, deutliche Brandspuren auszumachen sind.









Dieses Prinzip der neuen Vergaserlampe wurde bis zum Schluss, hier bei einer Maschine im Katalog von 1927, beibehalten, weil es sich bewährt(?) hatte; Brandspuren am Lack sind jedoch unvermeidlich gewesen.

Noch ein Modell von 1912:



Und von 1927:
















Zusammenfassend ist also auszusagen, dass eine gewisse „Serienmässigkeit“ des von Dir erfragten Flammenschutzes nur über den Zeitraum bis zur Einführung der neuen Vergaserlampe „nachzuweisen“ ist.
Hoffe Du bist mit der Antwort zufrieden und wünsche für 2017 weiter Interesse und Freude am alten, historischen Eisenbahnspielzeug.
Grüße,
R.R..



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