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Modellbahn-Fotografie für qualitätsbewusste Laien, mal ein paar Unterschiede bildlich vorgeführt

#1 von M-Nostalgiker , 21.02.2016 13:32

Hallo in die Runde,

es ist Sonntag, es stürmt und regnet, Bürokram ist erledigt . . . . .
Gelegenheit um 2 meiner Hobbys zu verbinden und einige TIpps bzw. Infos weiterzugeben.

Sollte es nicht von Interesse sein, wird sich das ja herausstellen.

Es gibt Fotos da ist Unschärfe erwünscht, bei anderen, Makro z.B., will man nur einen bestimmten Punkt scharf haben.
Bei u.a. der Modellfotografie geht es aber darum dass ALLES scharf ist. Keine MIBA oder andere Zeitung könnte sich erlauben unscharfe Bilder abzudrucken.
Dass dies nicht mit Handy oder anderen Billig-Knipser geht, versteht sich von selbst.
Dass dies auch nicht mit integrierten Blitzen oder überhaupt nur mit einem Direktblitz funktioniert, ebenso.

Ob man's braucht ist eine andere Frage,
aber diese Frage kann man sich bei allem stellen, egal ob Auto, Qualität des Urlaubs, Qualität des Essens, sonstige Komfortansprüche, usw.
Absolut Tabu für ein ordentliches Resultat (nicht nur in der Fotografie) ist und bleibt der Slogan "Geiz ist geil"

Also :
Aufgabe ist eine Zuggarnitur oder einen, sagen wir mal 2m-Abschnitt einer Anlage von vorne bis hinten scharf abzubilden.
- Licht vorhanden,
- Stativ vorhanden,
- Fernauslöser auch,
Mit Knipser nicht möglich, mit Top-Apparat und "normalem" Objektiv auch nicht

Selbst mit geschlossener Blende, also grösstem Tiefenschärfebereich, in meinem Fall 22, nicht machbar.
Beispiel :


Brennweite 58 mm, Blende 22, Bel.-Zeit 1,6 sec., scharf gestellt auf die Lok


gleiche Einstellung, scharf gestellt auf den letzten Wagen

auch eine Fokussierung auf die Mitte der Garnitur bringt kein zufriedenstellendes Resultat !


Wie geht das also ?
Sicher für einige hier nichts Neues, für viele andere aber schon.

Man braucht ein TS-Objektiv (Tilt/Shift). Dieses verschiebt und/oder verschwenkt das Linsensystem gegenüber der Filmebene. Die Schärfen-Ebene wird sozusagen schief gestellt.


Resultat : Das schief aufgenommene Objekt ist scharf, von vorne bis hinten, . . . . . . wenn dann alles richtig eingestellt wurde


gleiche Position, Brennweite 45 mm T/S, Blende 22, Bel.-Zeit 0,5 sec., scharf gestellt auf Ebene zwischen Signal vorne rechts und der Weichennummer "9"

Die Fotos in Originalgrösse, alle über 10MB, zeigen die beschriebenen Unterscheide noch weitaus besser.


Das Thema Foto passt sehr gut zur grossen und kleinen Eisenbahn.
Früher hatte ich diese Möglichkeit nicht und viele Erinnerungen hab ich nur noch im Gedächtnis, nicht aber auf Papier.
Hier im Forum sehe ich viele schöne Motive bei denen aus fotografischer Sicht noch so einiges rauszuholen wäre . . . . . . . . wenn man's dann braucht . . . .


Gruss, Serge :-)

die 60er waren eine schöne Zeit !

 
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Fotografieren für qualitätsbewusste Laien, mal ein paar Unterschiede bildlich vorgeführt

#2 von fliegender Hamburger , 21.02.2016 17:00

Hallo Serge,

SEHR interessantes Thema. Falls du magst, dann zeige uns doch dieses Tilt/Shift-Objektiv einmal.

Im Zusammenhang mit der Erhöhung der Schärfentiefe (oder heisst es Tiefenschärfe?) habe ich vor Jahrzehnten einmal in einer Moba-Zeitschrift (80er Jahre, Titel vergessen, alles längst im Altpapier) einen Artikel zu diesem Thema gelesen:

Meine nebulöse Erinnerung meint, der Autor hat sein Ziel erreicht, in dem er eine Papp- oder Metall-Lochblende in den Fotoapparat einbaute, die nur ein winziges Loch hatte. Also einen sehr hohen "Blendenwert", um z.B. eine H0-Bahnhofshalle innen in ihrer Länge scharf abzubilden. Damit einher ging natürlich eine sehr lange Belichtungszeit.

Wo genau im Fotoapparat diese Blende montiert war, weiss ich heute leider nicht mehr. Aber vielleicht kennt jemand noch diesen alten Artikel. Die Resultate waren jedenfalls trotz des einfachen Equipments sehr beeindruckend.

Wer weiss etwas näheres zu diesem Artikel oder der angewandten Technik?

Viele Grüsse,
Nils

 
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Fotografieren für qualitätsbewusste Laien, mal ein paar Unterschiede bildlich vorgeführt

#3 von Redfox1959 , 21.02.2016 17:33

Hallo Serge
Das ist ein sehr gutes Thema, was Du hier ansprichst. Ich selbst breche mir auch oft genug einen ab, das meine Bilder hier für das Forum gut genug werden.
Leider mit mehr oder weniger gutem Erfolg. Ich benutze eine Canon ESO 70 D mit verschiedenen Objektiven.
Als Objektive habe ich ein 60 mm 1:2.8 und 100 mm 1:2.8 Makro, ein 24-70ger Zoom 1:2.8, ein 16-35 mm Zoom 1:2.8 . Die anderen Objektive sind für meine Begriffe für die Moba nicht wichtig.

Als Blitz habe ich einen TTL Makro-Ringblitz und einen großen TTL Blitzer mit einer Leitzahl von 57 . Das reicht im Normalfall dicke aus, aber nach so einem Shift tilt werde ich mal schauen.
Das wäre wohl eine sinnvolle Ergänzung für meine Knipsschachtel.

Es wäre schön, wenn Du dazu noch mehr berichten könntest. Deine Beispiele mit den Fotos sind dazu als Erklärung sehr gut, man kann sofort sehen, wo die Verbesserung liegt.
Vielen Dank an Dich für das anschneiden dieses nicht unwichtigen Themas.

Viele Grüße vom GG1 Ghert

 
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#4 von M-Nostalgiker , 21.02.2016 18:38

Zitat von fliegender Hamburger im Beitrag #2
Hallo Serge,
SEHR interessantes Thema. Falls du magst, dann zeige uns doch dieses Tilt/Shift-Objektiv einmal.
Viele Grüsse,
Nils

gerne :



das mit deinen nebulösen Erinnerungen kann stimmen. Bevor es das gab was es heute eben gibt hat so mancher Tüfftler sich seine Ideen eben auf seine Weise realisiert.
Da wie in meiner Erläuterung eine Blende 22 oder 32 nicht reicht um eine totale Tiefenschärfe über 2 Meter bei der kurzen Distanz zu erreichen, musste eben eine nicht ab Werk lieferbare Blende 64, 128 oder noch höher, "gebastelt" werden. Warum auch nicht, wenn das Resultat dann zufriedenstellend war.
Heute scheint es einfacher zu sein ein "schräges" Objektiv mit komplizierter Linsengeometrie herzustellen als ein paar Blenden mehr am "normalen" Objektiv.


Zitat von Redfox1959 im Beitrag #3
Hallo Serge
Das ist ein sehr gutes Thema, was Du hier ansprichst. Ich selbst breche mir auch oft genug einen ab, das meine Bilder hier für das Forum gut genug werden.
Leider mit mehr oder weniger gutem Erfolg. Ich benutze eine Canon EOS 70D mit verschiedenen Objektiven.
Als Objektive habe ich ein 60 mm 1:2.8 und 100 mm 1:2.8 Makro, ein 24-70ger Zoom 1:2.8, ein 16-35 mm Zoom 1:2.8 .
Als Blitz habe ich einen TTL Makro-Ringblitz und einen großen TTL Blitzer mit einer Leitzahl von 57 .
Viele Grüße vom GG1 Ghert

Hallo JiJi-one-gheert
Deine Grund-Ausrüstung ist ja schon mal ganz ok, dein 24-70 und 16-35 dürften die geeignesten sein um vernünftige Modellfotos zu machen.
Blitzen ist nur gut wenn du mehrere TTL-Blitze, davon ein oder zwei mit Diffuser-Schirm zünden kannst.
Ich bevorzuge Tageslicht welches aber bei mir im Keller auch künstlich zustande kommt
Um grosse Blenden zu erhalten, muss auf jeden Fall auf Stativ fotografiert werden, kleiner ISO, lange Belichtung, geht nicht anders.

Mit TS-Objektiven wird übrigens auch draussen einiges anders. Plötzlich stehen die Häuser alle gerade, was ja mit normalen Objektiven, da von unten fotografiert, nicht möglich ist.

Einblick in meine derzeitige Rumpelkammer :


Gruss, Serge :-)

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#5 von Schwelleheinz , 21.02.2016 18:42

Hallo Serge,

so ne Rumpelkammer hätte ich auch gerne


Grüße vom Hochrhein,

Hans-Dieter
Märklin Anlage 2 aus 0350 leicht abgewandelt
Märklin HO Anlage 17 neu gestrickt
HO Betriebsdiorama Bahnhof Säckingen um 1960 in Wechselstrom
Märklin-Anlage nach Faller D850 Vorschlag
http://wehratalbahn.de/

 
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#6 von Omm33 , 21.02.2016 19:03

Hallo Serge,

gut, dass du das Thema mal wieder aufgreifst.

In dem Zusammenhang sollte auch an die beiden Threads
Wie komme ich zu besseren Bildern
Kleine Tipps zum besseren Bild
erinnert werden.

Ergänzend dazu:
Beiträge, die mit Myriaden von ähnlichen Bildern (gefühlte zwanzigmal das gleiche Motiv von nahezu dem gleichen Standort...) zugeballert sind, finde ich ziemlich ermüdend.
Da erlischt sofort jegliches Interesse und es wird weitergeblättert. Also auch hier gilt der Grundsatz: 'weniger ist mehr'.
Lieber e i n vernünftig bearbeitetes Bild (z.B. mit Photoshop, gimp) als zehn ähnliche, durchschnittliche Knipsbilder.

Gruß, Frank


Märklin der 50er und 60er Jahre; Werksanlagen; Gleispläne
Frankenthal 1966

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#7 von Redfox1959 , 21.02.2016 19:26

Hallo Serge
Wie recht Du mit dem Stativ hast, ich sollte wirklich mal den inneren Schweinehund überwinden und meins auch aus dem Schrank holen.
Es ist einfach die Faulheit, die hier immer über mich siegt.
Bei einem mittleren Kampfgewicht meiner 70 D von über 2,5 Kg sollte ich das mit dem Stativ echt mal durchziehen.
Ich werde das gleich mal testen.
Im Vertrauen, Deine Rumpelkammer finde ich richtig gut !!! Ach ist das schön, wenn man viel Platz hat. Ich hätte auch gerne so etwa 50-60 m2 mehr zur Verfügung.

Serge, nochmals Dank für Deinen guten, und wie ich finde, wichtigen Bericht hier im Forum zu dem Thema Modellbahn- Bilder.

Viele Grüße sendet Euer GG1 Ghert

 
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#8 von M-Nostalgiker , 21.02.2016 19:52

Danke für den Link zum alten Tröööt,
kannte ich nicht.

auch diese Fotos kriegt man vor dem Abdrücken scharf . . . . . . mit dem richitgen Material !

Zitat von Punktkontakt im Beitrag RE: Kleine Tipps zum besseren Bild

Noch ein paar so Gurkenbilder, nur so zur Verdeutlichung des Problems, ich krieg es einfach nicht hin dass es ansehnlich aussieht.









kleines Beispiel, auch heute "geknipst" :



korrekt fokussiert und scharf von unten rechts bis oben links

Ja, ich weiss, die Schranke ist offen


Gruss, Serge :-)

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#9 von JensB , 22.02.2016 08:15

Vielen Dank für die Tipps.
Auch ich tue mich momentan noch schwer einigermaßen befriedigende Bilder hinzubekommen.
Besonders die Schärfentiefe lässt zu wünschen übrig. Aber jetzt habe ich wenigstens mal gesehen, wie so ein Tilt/Shift-Objektiv aussieht, ich konnte mir bislang nichts darunter vorstellen.

Von mir aus dürfen gerne noch weitere Tipps dazukommen...


Viele Grüße
Jens
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#10 von Haennie , 22.02.2016 11:06

Moin,
von dem Objektiv hatte ich bisher noch nichts gehört. Ist ein interessantes Teil, aber bei den Preisen, werde ich mir bestimmt keins kaufen. ...
Gruß Hans


und immer Ha Ho He, Hertha BSC

 
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#11 von M-Nostalgiker , 22.02.2016 20:13

Wollte eigentlich weitermachen mit Zeigen wie was und wo,
aber ich frage mich natürlich ob das Sinn macht, denn . . . . .


Fasse mich kurz zu den verschiedenen Äusserungen :

- Objektiv-Preis : Jeder wie er es mag oder wie er es kann, oder (ganz oft) wie er es darf.
- Wem die Urlaubserinnerung im Automatik-Modus reicht, auch gut, dem ist das Thema hier zu überspitzt.
- Ich habe keine 4 Cams, dafür eine ordentliche (kommt vom Preis her wahrscheinlich aufs gleiche raus)
- Wer den Unterschied nicht sieht zwischen einer 3047 scharf und einer 3047 unscharf, sorry der braucht eine neue Brille !!
- . . . . . . .


sorry, aber wenn jemand will dass ich weitermache,
dann bitte Kritik, negativ oder positiv, aber nicht niveaulos im Stil "meine Knipserei reicht mir vollkommen aus" . . . . . . darum geht's hier nämlich gar nicht, ansonsten Thema für Automatik-Knipser öffnen !!!!!!!!!!!




Danke an die bisher Interessierten


Gruss, Serge :-)

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#12 von claus , 22.02.2016 20:22

Zitat von Heinz-Dieter Papenberg im Beitrag #13

ganz ehrlich sehe ich auf den Bildern vom Serge auf den ersten Blick keinen Unterschied.


Hallo Heini,

nix für ungut, aber in dem Fall wäre ein Termin beim Optiker vllt. eine Alternative...

Ich kann mich hier im Thread nicht erinnern, dass andere nicht so scharfe Fotos dahingehend kritisiert wurden, dass diese hier nicht mehr gezeigt werden sollen. Warum auch? Es gibt halt gravierende Unterschiede qualitativer Art bei der Fotogestaltung und das ist gut so.
Auch Bernd Schmid hat in seinem Buch schon vor Jahrzehnten Anleitungen geschrieben, wie man - so Interesse vorhanden- zu besseren Fotodarstellungen gelangt.
Insofern finde ich den Thread hier schon sehr gut, nur sollte der in eine andere Rubrik verschoben werden, denn hier im Thread ist das alles völlig unangebracht.
Dass es bei Fotoarbeiten genauso Differenzen gibt wie beim Vergleich Plaste versus Metall liegt auf der Hand, das gibt es in fast allen Hobbybereichen.

Ich freue mich jedenfalls jedes mal, wenn ich solch gelungene Anlagen-Fotos wie u.a. von Serge und anderen ansehen darf, um so mehr, als dass ich das selbst gar nicht in einer solchen Qualität auf die Kette bekäme, wobei mir das Interesse es selbst zu schaffen einfach fehlt.


Viele Grüsse,

Claus

 
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#13 von Nietenschätzer , 22.02.2016 20:39

Hallo Serge,
ich liebäugle mit einer Canon EOS 70D. Da könnte ich ein entsprechendes Tilt/Shift Objektiv vermutlich anschrauben, habe aber daran noch nie gedacht.
Die Frage ist nämlich, ob das tatsächlich sein muss.
Vorausgesetzt man hat genügend Licht, wäre da eine Fotografie aus größerer Entfernung, dann mit Tele herangeholt nicht ein Teilerfolg die Fokussierung einigermaßen gleichmäßig zu erreichen?
Hintergrund der Überlegung: Für Tieraufnahmen brauche ich ohnehin ein fettes Teleobjektiv. Und ein Reh im Wald aus 500m Entfernung hatte bei mir immer die umgebenden Bäume (Abstand plus ca. 50m) immer noch scharf ins Bild gebracht. Übertragen auf Makroaufnahmen könnte das doch bei - sagen wir 10m Fotografier-Entfernung - doch auch gelingen. Mangels Licht an meiner Moba kann ich das leider nicht ausprobieren, denn ich bin der Meinung, starke Ausleuchtung ist das A und O der Fotografie im Innenbereich.

Schönen Abend! Alfred

 
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#14 von *3029* , 22.02.2016 20:49

Hallo Serge,

ich bin sehr an dem Thema interessiert, deine Ausführungen und Fotobeispiele darfst du gerne weiter veröffentlichen,
hoffe doch, dass ich nicht der einzige bin.

Betreffend dem von dir gezeigten Objektiv habe ich mal ein wenig recheriert, wenn man es wirklich nutzt ist es den Preis wert.
Ich besitze eine Canon EOS und die PowerShot von Canon mit der ich die meisten meiner hier gezeigten Bilder anfertige.
Der überwiegende Teil meiner Bilder entsteht mit Macro-Einstellung.

Ich weiss selbst, wie du mir neulich schon kommentiert hast, dass bei mir das Licht der Knackpunkt ist.

Viele Grüsse

Hermann


 
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#15 von M-Nostalgiker , 22.02.2016 20:53

Na also geht doch,

Freue mich dass zumindest einige sich seriös und auf dem richtigen Level der Sache nähern (wollen)
Werde mal zusammenfassen was an Antworten ansteht.
Sehr offensichtliches Beispiel folgt auch noch.

Bis später


Gruss, Serge :-)

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#16 von Nietenschätzer , 22.02.2016 20:56

Hi Serge,
kriegst Du mit Deiner Ausleuchtung einen Versuch großer Abstand/Tele hin? Würde mich interessieren, ob das was wird bzw. wie das wirkt.

Schönen Abend! Alfred

 
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#17 von pete , 22.02.2016 21:19

Hallo Alfred,

das wird sicher funktionieren, du hast halt dann ein etwas anders perspekivisches Verhältnis. Gibt ja viele Wege die zu einem guten Foto führen können.

Serge, mach bitte weiter!

Gruß
Peter

Achja, vielleicht ermuntert das ja auch den ein oder anderen, seine Bilder nach Qualität auszuwählen, statt dem Pinzip "Qualität durch Masse" zu frönen


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#18 von MS 800 , 22.02.2016 21:20

Hallo, Serge,

Ich finde ja schlechte Fotos absolut ätzend - besser habe ich kein Foto von irgendetwas als ein übles. Daher bin ich auch ein Freund dieser alten "analogen" Verfahren, mit denen sich die Fotografen 100 Jahre lang über Wasser gehalten haben und es freut mich, wenn jemand, der Ahnung hat, das auch hier im Forum zur Sprache bringt und darstellt. Also, auf jeden Fall weitermachen. Alles ist wichtig - und interessant.

Heutzutage wird das Problem von durchgehend scharfen Bildern bei Objekten die nur teilweise im Bereich der Schärfentiefe eines Objektivs liegen - ein Problem, das in der Mikroskopie häufig auftritt - ja anders angegangen. Da macht man einen sog. "Z-Stapel", das sind eine Reihe von Fotos, wobei durchfokussiert wird, d.h.,auf jedem Bild ist ein anderer Bereich des Objekts scharf. Am Ende wird alles gegeneinander verrechnet und die einzelnen scharfen Bereiche zu einem durchgehend scharfen Gesamtbild zusammengesetzt.

Das ist Spielerei mit Algorithmen und Rechenleistung - aber kein ehrbares Handwerk mehr, wie es die Fotografie einmal war. Seien wir doch froh um jeden Vertreter dieser aussterbenden Spezies von Qualitäts-Handwerkern und bewundern wir sie, aber verunglimpfen wir sie nicht mit solchen Killer-Sprüchen wie "Ich brauche das nicht". Ich weiß nicht, wen oder was ich vielleicht doch noch mal irgendwann brauche. Und selbst wenn ich es wüsste, hielte ich mich zurück. Wie hier ja auch oft sehr treffend bemerkt wird: Niemand zwingt mich dazu, einen Beitrag zu lesen, der mich nicht interessiert.

VlG

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#19 von fliegender Hamburger , 22.02.2016 21:33

Hallo Serge,

auch ich kann mich nur wiederholen: ein sehr interessantes Thema! Über eine detaillierte Betrachtung des Themas hier würde ich mich sehr freuen - und darum bitte weitermachen!

@ MS 800 - hättest du so ein Beispielfoto, wo die Schärfe über den gesamten abgebildeten Bereich nachträglich "zusammengerechnet" wurde? Gibt es so was nicht auch bei Belichtungsreihen, um den Kontrast über das gesamte Bild perfekt zu haben? Edith: meine Frau ruft mir grade "HDR" zu...

Grüsse,
Nils

 
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Fotografieren für qualitätsbewusste Laien, mal ein paar Unterschiede bildlich vorgeführt

#20 von M-Nostalgiker , 22.02.2016 21:43

Hallo Alfred,
sicher kannst du auch aus grösserer Distanz mit Tele arbeiten. Wie Peter schreibt hast du dann halt eine andere Perspektive. Verschiedene Sachen wirst du aber trotzdem nicht machen können.
Hier mal ein Beispiel, aufgenommen mit 600 mm aus ca 4 Meter Distanz. Das Foto ist komplett, also kein Ausschnitt.



wie du unschwer erkennen wirst, ist trotz Blende 32, was bei ordentlich Licht ja kein Problem darstellt, die richtige Schärfe nur beim Mann mit Pickel da genau auf diesen fokussiert wurde, einfach um mal zu schauen wievel Arbeiter davor und dahinter noch scharf abgebildet werden.

Das gleiche Motiv aus 20 cm Entfernung mit einem Weitwinkelobjektiv z.B. 28 mm oder weniger hätte sicher ein besseres Ergebnis. Mit einem Tilt/Shift wird's dann perfekt.

In der Makro-Fotografie gibt's auch 2 Möglichkeiten :
Distanz 10 cm mit dem Makro-Objektiv oder
2 Meter mit dem 200er Tele, geht beides, das Resultat ist trotzdem nicht das Gleiche, wobei bei der Makro-Fotografie ja die Unschärfe rundherum gewollt ist.


Hier noch 2 Beispiele aufgenommen mit dem 600er :


Blende 32, troztdem nur geringe Tiefenschärfe


Blende 6,3, hier geht's dann wirklich nur um den Effekt um eine bestimmte Sache gut in den Vordergrun zu bringen, alles rundherum ist unwichtig.
Bei einer schönen Blume muss man das Gras rund herum nicht scharf sehen, würde stören und den Blick abschweifen lassen.


Gruss, Serge :-)

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#21 von MS 800 , 22.02.2016 21:44

Hallo, Nils,

Beispiele habe ich genug - in der Firma. Wenn ich dran denke, bringe ich morgen eines mit.

Deine Frau hat Dir das Richtige zugerufen. Auch davon habe ich Beispiele "em G'schäft".

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#22 von M-Nostalgiker , 22.02.2016 21:45

Kurz noch zur Klarstellung :

meine Fotos kommen alle wie gezeigt von der Chip-Karte, nix mit Trickserei und Photoshop usw.
Ich gehöre da noch zum alten Schlag.
Viele Fotos werden heute nicht mehr vom Fotografen gemacht sondern nachher auf dem Computer !!!


Gruss, Serge :-)

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zuletzt bearbeitet 22.02.2016 | Top

Fotografieren für qualitätsbewusste Laien, mal ein paar Unterschiede bildlich vorgeführt

#23 von gs800 , 22.02.2016 22:01

Hallo Serge,

sehr interessante Ausführungen, bitte weiter so.
Meine praktischen Erfahrungen in der zweidimensionalen Fotografie liegen halt gut 30 Jahre zurück, da kann ein Upgrade nicht schaden.

Gruss
Rei


Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. Aber Nichts wissen macht auch nix :-)

 
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RE: Fotografieren für qualitätsbewusste Laien, mal ein paar Unterschiede bildlich vorgeführt

#24 von MS 800 , 22.02.2016 22:40

Physikalisch sieht das ja so aus, dass, je länger die Brennweite eines Objektivs, desto geringer die Schärfentiefe ist. Ein Weitwinkel bringt also in diesem Sinne mehr als ein Tele, nur ist da dann viel zu viel auf dem Foto drauf. Wenn man eine extreme Auflösung - sowohl der Optik als auch des Aufnahmemediums (Film oder Chip) hat, kann man aus den Fotos dann Ausschnitte vergrößern, die dann trotzdem noch Einzelheiten ausreichend genau zeigen. Die obige H0-Arbeitergruppe bekommt man so vielleicht noch hin, aber schon, wenn es reale Arbeiter sind, wird man mit einer solchen Ausschnittsvergrößerung eher unzufrieden sein, weil ein 1:1-Arbeiter natürlich viel mehr und feinere Einzelheiten aufweist als einer in 1:87 und der Typ dann - trotz optimaler Schärfe - verwaschen aussieht.

VlG

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RE: Fotografieren für qualitätsbewusste Laien, mal ein paar Unterschiede bildlich vorgeführt

#25 von klein.uhu , 23.02.2016 00:19

Moin Serge,

Bitte mach unbedingt weiter!

Ich habe zwar früher viel fotografiert, als es noch analog war, mit verschiedenen Objektiven von Tele bis Makro, nur zum Balgen und anderen speziellen Objektiven hat es nie gereicht, ohne Automatik nur mit Blende und Verschlußzeit gearbeitet. Da sah man auch im Sucher / auf der Mattscheibe auch immer, was Sache ist.

Seit noch nicht allzulanger Zeit habe ich jetzt so eine elektronische, mit leider zu viel Automatiken, aber mit Makro. Das ist etwas ganz anderes, denn ich kann Blende und Verschlußzeit nur mühsam steuern. So richtig mein Freund ist diese Kamera noch nicht. Loks und Wagen und andere Kleinigkeiten habe ich mit Makro aufgenommen, das ging einigermaßen (Bilder z.T. hier in meinen Beiträgen), aber beim Foccussieren macht die Automatik schon mal was sie will. Na gut, Bilder kosten ja jetzt nichts mehr, mache ich halt mehrere Versuche und lösche die schlechten wieder. Auf dem Display der Kamera ist die Beurteilung schwierig.

Und ich möchte da gerne noch was lernen. Danke für Deine Beiträge, mach bitte weiter.

Gruß klein.uhu


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