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RE: Fotografieren für qualitätsbewusste Laien, mal ein paar Unterschiede bildlich vorgeführt

#26 von dabbelju , 23.02.2016 00:56

Hallo Fotofreunde -

beim digitalen Knipsen ist ein wichtiger Punkt, wie groß der SENSOR der Kamera ist. Bei Spiegelreflexen und Systemcameras meist APS-C verbaut, also ca. die Hälfte vom guten, alten Kleinbild. Das ist gut für Bildqualität mit vielen Megapixeln, bringt aber Tiefenschärfenmäßig größere Probleme als das Knipsen mit mini-kleinen Sensoren der Kompaktcameras oder gar Handys. Daher sind Smartphone-Photos oft überraschend gut - wenn man sie nicht bis Ultimo vergrößert.

Ansonsten finde ich eine Parallele zur Immobolien-Thematik: Am wichtigsten ist der Standort und das Licht, das Licht, das Licht. Intensität, Lichtführung, Hell+Dunkel, Kontrast, Lichtfarbe, und, und, und. Blitz - total, oder nur Aufhellung mit hohem Restlicht-Anteil? Ohne einige helle Lampen geht nix im Keller, und / oder ein bis zwei Blitze (mit denen man umgehen können muß :-( Diese Probleme werden einfacher, wenn nur kleine Ausschnitte der Anlage oder Details fotografiert werden.

Für den Anfang finde ich mit am Wichtigsten: störende Hintergründe vermeiden! Entweder durch knappe Ausschnitte, die "auf der Anlage bleiben". Oder mit Hintergrund-Tüchern, wie schwarzen Decken, Stoffen, etc. Das macht mit am meisten aus, was die Bildwirkung betrifft. Ein bißchen Unschärfe (soweit sie nicht im Hauptblickpunkt liegt) kann ich da schon mal tolerieren. Am Schwierigsten finde ich Fotos, die als Überblick einen Eindruck von der gesamten Anlage verschaffen sollen. Starke Weitwinkel sind da auch kein Allheilmittel.

Uli


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RE: Fotografieren für qualitätsbewusste Laien, mal ein paar Unterschiede bildlich vorgeführt

#27 von Hein Lok , 23.02.2016 16:57

Hallo Serge,

auch ich finde dieses Thema höchst interessant. Von den Tilt/Shift-Objektiven hatte ich noch nie gehört. Aber vor vielen Jahren hat mal ein Berufsfotograf in einem Vortrag Gebäude-Fotos gezeigt, die mit einer Balgen-Kamera aufgenommen worden waren. Bis dahin hatte ich diese "Geräte" für altmodisch gehalten, aber dann hat er vorgeführt, wie man durch Parallelverschiebung des Objektivs gegen den Film die Kanten der Gebäude gerade ausrichten kann. Das hatte mich sehr beeindruckt.
Ich denke, die Tilt/Shift-Objektive sind die modernen Nachfolger der Balgen-Kameras.


Peter
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RE: Fotografieren für qualitätsbewusste Laien, mal ein paar Unterschiede bildlich vorgeführt

#28 von M-Nostalgiker , 23.02.2016 17:12

Zitat von Hein Lok im Beitrag #32
Ich denke, die Tilt/Shift-Objektive sind die modernen Nachfolger der Balgen-Kameras.

Stimmt,
obschon man auch heute noch u.a. Makro-Fotos mit Balgen machen kann.


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RE: Fotografieren für qualitätsbewusste Laien, mal ein paar Unterschiede bildlich vorgeführt

#29 von M-Nostalgiker , 23.02.2016 21:34

Hab mal ein paar Sachen zusammengefasst :

Zitat von MS 800 im Beitrag #23
Hallo, Serge,
Ich finde ja schlechte Fotos absolut ätzend - besser habe ich kein Foto von irgendetwas als ein übles.
MS 800

Ganz meine Meinung !!
Schlechte Fotos, auch hier, schaue ich mir nicht (im Detail) an. Ganze Serien, wo jedes Bild nur um ein paar Grad anders aussieht, eigentlich auch nicht. Ein ordentlich und überlegt geschossenes Foto ist weitaus sehenswerter als eine ganze Kaskade von ähnlichen Bildern, mal davon abgesehen dass man ein Bild geniessen kann, 100 Stück am Stück aber nicht.

Zitat von Nietenschätzer im Beitrag #18
Hallo Serge,
ich liebäugle mit einer Canon EOS 70D. Da könnte ich ein entsprechendes Tilt/Shift Objektiv vermutlich anschrauben, habe aber daran noch nie gedacht.
Die Frage ist nämlich, ob das tatsächlich sein muss.

Bin ja auch Canon-Fan, allerdings nur Vollformat, und das geht erst ab der 6D, selbstverständlich passt das TS-Objektiv an sämtliche Canon-Cams, wobei bei einem CMOS-Chip die Brennweite dann wieder vergrössert wird, was nicht immer gewünscht ist. Ob das alles sein muss, muss jeder für sich entscheiden. Das Resultat sollte zufrieden stellen.

Zitat von *3029* im Beitrag #19
Hallo Serge,
. . . . . . . von Canon mit der ich die meisten meiner hier gezeigten Bilder anfertige.
Der überwiegende Teil meiner Bilder entsteht mit Macro-Einstellung.
Ich weiss selbst, wie du mir neulich schon kommentiert hast, dass bei mir das Licht der Knackpunkt ist.
Viele Grüsse
Hermann

mit der Macro-Einstellung hast du dann wieder der Nachteil der fehlenden Tiefenschärfe. Bei ganz geschlossener Blende (auf Stativ) ein bisschen besser aber noch nicht zufriedenstellend.
Stimmt, Licht ist wichtig. Auf einem der Bilder meiner Rumpelkammer siehst du eine meiner "Kellersonnen"

Zitat von fliegender Hamburger im Beitrag #24
. . . . . . Gibt es so was nicht auch bei Belichtungsreihen, um den Kontrast über das gesamte Bild perfekt zu haben? Edith: meine Frau ruft mir grade "HDR" zu...
Grüsse, Nils

Nicht Kontrast, sondern Schärfe über die ganze Tiefe des Bildes. Das Endprodukt wird am PC aus 100 Aufnahmen übereinander gestrickt.
Ist aber nicht mein Ding. Das Foto sollte am Apparat gestaltet werden. In der Werbebranche sieht das anders aus, auch in Punkto Budget !

Fortsetzung folgt


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RE: Fotografieren für qualitätsbewusste Laien, mal ein paar Unterschiede bildlich vorgeführt

#30 von M-Nostalgiker , 23.02.2016 22:00

Nochmal zum Vergleich,
gleich vorab, das Resultat wird immer das Gleiche sein :

meine Arbeiter aufgenommen aus "grosser" Distanz mit Super-Tele :

trotz der Distanz keine nennenswerte Tiefenschärfe

aufgenommen mit Tele 105 mm, Ausschnitt

mit Blende 22, auch nicht berauschend


mit Blende 4, geht überhaupt nicht

aufgenommen mit Weitwinkel 24 mm, Ausschnitt

Blende 4, geht auch nicht


mit Blende 22, das könnte klappen (für diese 30 cm), aber man muss sehr nahe ran und hat doch noch zu viel auf dem Foto

und
mit Tilt/Shift 45 mm

Blende 22, Schärfentiefe perfekt !


Tele absolut nicht zufriedenstellend in punkto Tiefenschärfe.
50 mm und weniger ist machbar aber auch nocht nicht wie gewünscht.


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#31 von Nietenschätzer , 23.02.2016 23:12

Hallo Serge,
Tolle Beispiele! Danke für die Mühe.

Aber eine Kleinigkeit fällt mir auf: Die Oberleitungsmasten stehen auf allen Bildern oben auseinander, auch bei der tollen Aufnahme mit TS-Objektiv.
Wie bekommt man die nun gerade (ausser am Rechner)?

Gute Nacht! Alfred

 
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#32 von M-Nostalgiker , 23.02.2016 23:21

hab die Cam bei keiner Aufnahme mit der Wasserwage ausgerichtet, kann sein dass alle leicht nach links hängen.
Bei der letzten, also der mit TS-Objektiv fällt mir das allerdings am wenigsten auf.

Es ging mir hier in erster Linie um die Länge des Schärfenbereichs.
Mit einem 45 mm (also knapp unter Normalobjektiv) dürften es eigentlich keine stürzenden Linien geben.


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#33 von M-Nostalgiker , 02.03.2016 22:30

Heute :
Bewegung auf der Anlage, eine schwierige Sache wenn's dann richtig gut aussehen soll.
Hier mal ein Test meinerseits.



Lok fährt, aber Verschlusszeit zu kurz, somit keine sichtbare Bewegung




Lok fährt, Verschlusszeit > 0,5 sec, Bewegung vorhanden aber erkennen tut man nicht mehr viel




Lok fährt, Verschlusszeit 1/15 sec, Kamera zieht mit, somit Lok +/- scharf, alles andere durch die Geschwindigkeit des Mitziehens verwischt.
Wahrscheinlich das beste Resultat,
wobei es schwierig ist die Bewegunsgeschwindigkeit der Kamera der Lokgeschwindigkeit anzupassen.


Gruss, Serge :-)

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RE: Fotografieren für qualitätsbewusste Laien, mal ein paar Unterschiede bildlich vorgeführt

#34 von Nichtraucher , 07.01.2017 23:26

Hi,

meine vernünftige Kamera benötigt noch einen Film....so wie früher, einlegen, abdrücken, weiter drehen......an der Märklin habe ich mich damit versucht aber das Ding ist einfach zu wuchtig. Darum habe ich eine günstige Digi gekauft und damit knipse ich, weil mein Hauptanliegen bei der Bastelei liegt.
Aber was für eine Kamera wird denn für die Modellbahnfotografie empfohlen?

Willy,
bisher niveauloser Knipser.

 
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RE: Fotografieren für qualitätsbewusste Laien, mal ein paar Unterschiede bildlich vorgeführt

#35 von Nichtraucher , 10.01.2017 18:20

Hi,

heute habe ich mal das Stativ aus dem Keller geholt und damit einige Bilder, unterschiedlich Beleuchtung und Entfernung gemacht. Um sie hoch zu laden muss ich Bilder, weil ein 2000er DSL nicht viel zulässt, natürlich verkleinern. Wie schlecht, nach der Meinung von den besseren Hobbyfotografen hier, sind die denn?

Geht gar nicht
Geht so grad noch
Für ein Forum reicht es

Gruß
Willy















 
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RE: Fotografieren für qualitätsbewusste Laien, mal ein paar Unterschiede bildlich vorgeführt

#36 von Einmotorer , 10.01.2017 18:42

Hallo, Willy!
Ich finde deine Bilder gut. Für ein Forum sind sie allemal ausreichend. Wir bewegen uns ja nicht in einem Fotoforum, sondern in einem für Modellbahnen. Klar finde auch ich scharfe Bilder prima, aber es ist natürlich auch ein Frage des Aufwandes. Um z. B. zu zeigen, welche Fortschritte meine Nostalgieanlage macht, reichen mir sogar die Bilder von der Handykamera.
Wenn die Anlage dann mal fertig sein sollte, kann ich mir gut vorstellen, dass ich dann mehr Qualität bei meinen Fotos haben möchte. Ob ich die dann auch liefern kann, steht auf einem anderen Blatt!
Viele Grüße aus dem Siebengebirge
Johannes


 
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RE: Fotografieren für qualitätsbewusste Laien, mal ein paar Unterschiede bildlich vorgeführt

#37 von Erich Müller , 03.06.2017 17:17

Hallo,

ich habe eine fotografische Vergangenheit mit Exacta Varex (für Kenner: die teuerste SLR der 50er und 60er; James Stewart hält in "Fenster zum Hof" eine in Händen) und Festbrennweiten zwischen 20 und 400mm. Architekturfotografie, Landschaft, Stillleben.
Und habe zuerst auch auf maximale Tiefenschärfe geachtet, prinzipiell. Bis ich irgendwann festgestellt habe: die Unschärfe ist auch ein Stilelement. Eine Rosenblüten vor scharfen Blättern wirkt weniger, als wenn der Hintergrund verschwimmt. Und das Foto vom Capitole, auf der vorhergehenden Seite, wirkt gerade dadurch, dass der Zug unscharf wird: wäre von vorn bis hinten alles scharf, wäre das Foto langweilig.

Nebenbei bin ich erstaunt über die modernen Objektive: mein 50mm von Zeiss öffnet auf 1:1,9, aber heute findet man kaum noch lichtstärker als 1:3,5...


Viele Grüße

Erich

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RE: Fotografieren für qualitätsbewusste Laien, mal ein paar Unterschiede bildlich vorgeführt

#38 von aus_Kurhessen , 03.06.2017 22:36

Zitat von Erich Müller im Beitrag #42
...
Nebenbei bin ich erstaunt über die modernen Objektive: mein 50mm von Zeiss öffnet auf 1:1,9, aber heute findet man kaum noch lichtstärker als 1:3,5...


Hallo Erich,

das sind dann aber Zoom-Objektive mit variabler Brennweite meist 18 - 250/300 mm. Die Objektive mit Festbrennweite von 50 mm die ich kenne öffnen meist bis 1 : 1,8 oder noch weiter.

Gruß
Jürgen


Neuer Anfang mit ROKAL
Es war einmal...

 
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RE: Fotografieren für qualitätsbewusste Laien, mal ein paar Unterschiede bildlich vorgeführt

#39 von Erich Müller , 04.06.2017 08:03

Hallo Jürgen,

selbst die kleinen Zooms, das 17-40 an meiner Olympus ist auch nur 1:3,5 - das konnte mein 35-110 von 1971 auch schon. (Das ist allerdings auch [http://smilies-world.de/inc/module/smilie_generator/vorschau/13583.pngetwas größer.)


Viele Grüße

Erich

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RE: Fotografieren für qualitätsbewusste Laien, mal ein paar Unterschiede bildlich vorgeführt

#40 von M-Nostalgiker , 17.08.2017 14:25

hab mein Fred wiedergefunden und musste etwas grinsen,
aber egal, jeder wie er mag . . . . . .



Zitat von Erich Müller im Beitrag #42
. . . . . . . Bis ich irgendwann festgestellt habe: die Unschärfe ist auch ein Stilelement. Eine Rosenblüten vor scharfen Blättern wirkt weniger, als wenn der Hintergrund verschwimmt. Und das Foto vom Capitole, auf der vorhergehenden Seite, wirkt gerade dadurch, dass der Zug unscharf wird: wäre von vorn bis hinten alles scharf, wäre das Foto langweilig.

Nebenbei bin ich erstaunt über die modernen Objektive: mein 50mm von Zeiss öffnet auf 1:1,9, aber heute findet man kaum noch lichtstärker als 1:3,5...


ja, Erich, das mit der Unschärfe ist so eine Sache :
Dein Beispiel mit der Blume stimmt, da will man ja ein Teil des Gesamtbildes herausstechen lassen und somit MUSS das Drumherum unscharf sein, bei Makro-Aufnahmen üblich und gewollt !

An einem Capitole-Zug an dem nur 1/4 der Lok scharf ist, der Rest aber nicht, sehe ich nichts ansprechendes, dies ist für mich ein auf die schnelle "geknipstes Foto".

Es gehört schon etwas Geschick und Verstehen dazu wenn man ein Porträt (egal welcher Art) fotografiert, dass nicht nur die Nasenspitze sondern auch noch die Ohren scharf abgebildet sind.

Natürlich gibt es gewünschte Unschärfen, bei Produktfotografie die etwas zeigen, vorzeigen oder gar verkaufen wollen, aber sicher nicht !

Zu den Lichtstärken :
Es gibt schon noch Objektive mit Lichtstärke 1,0 bei Brennweite 50 und kleiner, das bringt im Endeffekt aber auch nicht mehr viel. 1,4 sollte gut sein.
Wenn es also rein um Tiefenschärfe geht, und mir geht's bei meinen "Produkt"- Aufnahmen darum, dann geht das nur mit TS-Objektiven, also solche wo man die Achse des "Films" gegenüber der Frontlinse verschieben kann. Beispiele hierzu zeige ich hier minidestens 1 x die Woche

zum Zoom :
Dieser kann nie das was eine Festbrennweite kann, weder in Qualität noch in Lichtstärke. Profi-Fotografen, und dazu zähle ich mich definitiv nicht, benutzen keine Zooms.

Klarstellung :
Will nicht den Klugscheisser spielen, aber beraten auf Wunsch das mache ich immer gerne
Wer was an meinen Fotos zu kritisieren hat, darf mir das gerne mitteilen, bin definitiv nicht beratungsresistent, egal in welchem Fach
Fottos sind auch "nur" eines meiner Hobbys



kleines Beispiel von gewollter und gewünschter Tiefenschärfe :



wäre das Foto interessanter wenn nur der Tender scharf wäre ????


Gruss, Serge :-)

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RE: Fotografieren für qualitätsbewusste Laien, mal ein paar Unterschiede bildlich vorgeführt

#41 von M-Nostalgiker , 17.08.2017 16:59

Hallo Harald,

ich sehe du tickst "fototechnisch" in die gleiche Richtung
Du Nikon, ich Canon-Jünger.
Für die Lichtbox dürfte ein 105mm wohl reichen, hab ich auch als Makro. Hab mir zum ablichten von Kleinsttieren zwar schon mal gedacht auch ein 200er zuzulegen, weil man damit eben nicht ganz so nahe ran muss an schreckhafte Insekten, mal schaun.
Ja, die guten lichtstarken sind alle teuer, egal ob WW oder Tele, z.Z. bzw. schon etwas länger liebäugele ich mit einem 600er f4 >>>> Safari auf deinem Arbeitskontinent



Aber jetzt wieder zurück zur MOBA

Hier noch so ein Bildchen welches man ohne TS einfach nicht hinkriegt, auch nicht mit Blende 32



wünsche einen schönen Abend !


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RE: Fotografieren für qualitätsbewusste Laien, mal ein paar Unterschiede bildlich vorgeführt

#42 von M-Nostalgiker , 10.02.2018 20:23

Schnaabend,

ich stelle fest dass die "etwas andere" Fotografie hier nicht so richtig ankommt.
Dachte eigentlich dass Fotografie dem Modellbau, der Bahn und der MOBA eigentlich ziemlich nahe stünde.
Dies hauptsächlich in einem Forum in dem man ja seine Schätze schönstmöglichst den anderen präsentieren möchte.

Nunja,
wie gesagt, ich stelle nur fest und bemängele nichts. Jedem so wie es ihm gefällt, es muss ja anschliessend nicht jedermann gefallen.

Ein Freund meinte oft, und das in vielen Bereichen : "Am Material liegt's (meistens) nicht"

Wie auch immer :
u.a. Fotografie hat mich noch immer interessiert und heute bin ich
- traurig
nicht bereits im späten Kindesalter eine vernünftige Knipse zur Hand gehabt zu haben, bis auf wenige Ausnahmen besteht da nicht viel Selbstgemachtes.
- froh
dass ich so ab 20 viele Dias und viele Super-8 Filme selbst gedreht habe, nicht nur Eisenbahn übrigens.
- vor einer Aufgabe stehend
das Gute aus dem ganzen analogen Zeugs jetzt digital umzuwandeln


Immer an fotografischen Experimenten interessiert,
heute mal eine Lok, fotografiert in der Fotobox :





leider kommen die Bilder über picr.de nicht so rattenscharf rüber wie sie wirklich sind.


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#43 von M-Nostalgiker , 10.02.2018 20:30

und hier nochmal weil wohl am besten hierher passend,
meine 2 Nachtaufnahmen





wünsche einen schönen Sonntag !


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RE: Fotografieren für qualitätsbewusste Laien, mal ein paar Unterschiede bildlich vorgeführt

#44 von Nichtraucher , 11.02.2018 10:36

Moin,

Nachtaufnahmen finde ich auch immer schön, da reicht oft nicht ein Blick um alles zu erfassen, sondern man muss schon etwas länger und genauer hinsehen.

Grad mit einfachen Apparaten, sie sind oft geeigneter weil kleiner, ist die Beleuchtung entscheidend für ein mehr oder weniger gelungenes Bild, perfekt ist natürlich etwas anderes, da reicht so ein einfacher 69€ Knipser wie ich ihn hier nehme, nicht aus.
Die Standorte, einmal 1 vor dem Bahnsteig mit einer Küchenrolle abgestützt und 2 vom Bahnhofsdach gemacht. Die Beleuchtung einmal ganz aus, dann mit ein oder zwei Deckenlampen, mit einer zusätzlichen LED Arbeitsleuchte (19,95 im Baumarkt) die in den Raum strahlt und mit Blitz. Es muss nicht viel kosten, einigermaßen annehmbare Fotos für Foren zu machen.

Die Kamera habe ich auf Automatik belassen aber selbst an den preiswerten Geräten kann man so viel spielen, man kann sie auf Nacht stellen, auf verschiedene Fixpunkte und so weiter, einfach mal spielen, die Bilder kosten doch nichts mehr.



















 
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#45 von M-Nostalgiker , 11.02.2018 11:16

na,
das ist der Ansatz zur Suche nach dem guten Bild schon mal vorhanden.

Die Automatik solltest du allerdings aussen vor lassen.
Meine Nachtbildchen wie oben gezeigt haben eine Belichtungszeit von ca 25 Sekunden, das geht nur in einem manuellen Modus.


Gruss, Serge :-)

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RE: Fotografieren für qualitätsbewusste Laien, mal ein paar Unterschiede bildlich vorgeführt

#46 von Nichtraucher , 11.02.2018 14:44

Auf Seite 2 hatte ich ja auch schon einige Bildchen, auch bei Dunkelheit, eingestellt.
Nun habe ich wieder den "Unterwegs Apparat" rausgekramt, der war noch günstiger und begleitet mich auf dem Motorrad oder wenn wir auf dem Wasser sind, ist eine kleine Rollei, vor einigen Jahren für 59€ erworben. Sie soll demnächst ersetzt werden weil sie die Karte nicht mehr erkennt...mal sehen was ich dann kaufe, es muss auf jeden Fall in eine Motorradjacke passen, den Tankrucksack habe ich nicht immer dabei.

Hier nun einmal auf "Nachtaufnahme" gestellt und alle übrigen Einstellungen dem angepasst.
Aufnahme zwei nach Rückstellung auf "Werkseinstellung".
Aufnahme drei dieselbe Werkseinstellung aber den Blitz ausgeschaltet.
Der Raum hat einigermaßen Tageslicht mit zwei Leuchtstoffröhren in 2,8m Höhe, alle drei Aufnahmen fest aufgelegt auf dem Bahnhofsdach. Die Bilde hatten alle weit über 3MB, sahen damit auf dem Bildschirm viel schlechter aus, als auf ca. 250KB verkleinert.







Belichtungszeiten die etliche Sekunden dauern kann ich bei meinen Apparaten nicht einstellen, das geben die nicht her.

Ich wollte meine alte Film- Spiegelreflex schon lange mal durch eine Digi gleichen Formats ersetzen, doch anfangs waren sie mir zu teuer, dann schreckte mich die Kurzlebigkeit ab, alle par Monate kam ein verbessertes Modell, dann die Angst dass mir das Ding verschütt geht oder Schaden nimmt. Inzwischen, Papierbilder für Alben sind ja völlig aus der Mode, bleibe ich bei den kleinen, günstigen Geräten. Im Urlaub geht die alte Canon mit und ich ziehe ein oder zwei Filme da durch. Die Aufnahmen sind in der Regel, weil wegen der Kosten sehr viel sorgfältiger und auch bezüglich der Motive überlegter gemacht, besser als die der Digis.
An der Modellbahn habe ich mich damit noch nicht versucht.

Ich finde das hier ganz informativ.

Gruß
Willy

 
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RE: Fotografieren für qualitätsbewusste Laien, mal ein paar Unterschiede bildlich vorgeführt

#47 von Blechfan , 12.02.2018 21:52

Moin,

interessantes Thema, Serge und eine gute Anregung zum Thema
Die Fotografie ist neben der Modellbahn auch ein langjähriges Hobby von mir. Ich bin vor gut 2 Jahren auf die digitale Fotografie umgestiegen, habe aber lange analog fotografiert - und mache das auch heute noch.

Viele Deiner Ansichten teile ich, aber nicht alle. Muss ich ja auch nicht, gibt ja viele Wege

Ich meine, dass bestimmte Kameratechnik hilfreich bei Eisenbahnmodell-Fotografie sein kann - ja, nicht alles geht mit Smartphones oder einfachen digitalen Kameras. Dennoch bin ich überzeugt, dass man auch mit "einfacherer" Technik gute Bilder schaffen kann. Auch mit Smartphones oder Kompaktkameras. Ein T/S-Objektiv ist schon immer sehr speziell gewesen und keine Grundvoraussetzung für schöne Bilder der Modellbahn. Auch wenn man damit natürlich sehr feine Bilder machen kann.

Also lasst Euch nicht entmutigen, viel wichtiger als die Technik ist das Befassen mit der Fotografie. Komposition, Bildaufbau, Licht, Schärfentiefe, Belichtung, etc..
Und das "Machen" - egal ob "einfach drauflos geknipst" oder (erfahrener) Hobbyfotograf.

Außerdem müssen ja auch nicht alle Modelleisenbahnfotos von vorne bis hinten scharf sein.
Sehr starkes Abblenden ist hier übrigens kontraproduktiv, da die Gesamtbildschärfe ab einer bestimmten Blende wieder abnimmt. > Beugungseffekte
Also nur Mut zur Unschärfe. Serge hat dazu ja auch einige Beispiele gegeben.

Und es heißt Schärfentiefe Sorry, dit musste jetzt einfach sein
Die Hintergrundunschärfe wird gelegentlich als Tiefenschärfe bezeichnet und das ist etwas anderes.
Klugscheissermodus aus. Letztendlich ist das auch egal, wie man die Schärfentiefe bezeichnet, wichtig ist, was das bedeutet. Es gibt übrigens Schärfentieferechner, die helfen können, die optimale Einstellung für die Kamera für ein bestimmtes Motiv zu finden.

Schade fände ich es, wenn jemand die Flinte ins Korn wirft, weil seine Fotos keinem imaginärem "Standard" zu genügen scheinen - den gibts hier nicht. Uff, ich hoffe, Ihr wisst was ich meine.
Ich freue mich weiterhin über Fotos der Modelleisenbahn - sei es nun "geknipst", fotografiert, gelichtmalt oder wat auch immer .


Beste Grüße, Ingo

Märklin H0 Blech+Guß der 30er-50er, etwas Spur Z "Amerika" (Casey Jones)

Im Bau: Märklin H0 Anlage, Hauptthema 30er/50er Jahre

 
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zuletzt bearbeitet 12.02.2018 | Top

RE: Fotografieren für qualitätsbewusste Laien, mal ein paar Unterschiede bildlich vorgeführt

#48 von Eisenfresser , 18.02.2018 18:23

Hier kommen mal 2 Beispiele:

Diese beide Fotos wurden ganz im Dunkeln gemacht.





Immer nur mit der Automatic-Funktion.

Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden.

Bei ersten Bild evtl. etwas zu hell.


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RE: Fotografieren für qualitätsbewusste Laien, mal ein paar Unterschiede bildlich vorgeführt

#49 von Eisenfresser , 18.02.2018 18:32

Die nächsten 3 Aufnahmen,
wieder mit der Automatic-Funktion
habe ich auf dem Schreibtisch unter Neonlicht gemacht.







Die ersten beiden Bilder sind viel zu grell.
Der Blitz löst trotz Neonlicht sofort aus.

Beim letzten Bild wurde die Camera versucht so zu drehen
daß der Blitz nicht auslößt.

Das Ergebnis ist gut.

Nun wirst du sagen, das ist Haarspalterei aber ich als Fotolaie
kaufe mir einen Digi-Kamera um mit der Automatic Funktion vieles
abzudecken und durchnittlich gute scharfe Fotos zu erhalten.

Auch schnell. Foto raus und los.

Das klappte mit der Canon EOS immer gut.

Blitz kam wann er gebraucht wurde. Bilder scharf und gut.

Mit der Sony ist das nicht so.

Lieben Gruß,
Micha


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RE: Fotografieren für qualitätsbewusste Laien, mal ein paar Unterschiede bildlich vorgeführt

#50 von dabbelju , 18.02.2018 18:37

Hallo,

ein Shift-Objektiv habe ich seit Urzeiten für die Kleinbild-Nikon SLR: ist sehr gut dort. Da kann man am Dia ja auch nix nachbearbeiten, anders als am SW-Vergrößerungsgerät.

An einer Digicam braucht das eigentlich niemand, weil man softwaremäßig entzerren kann ("Man" - ich nicht!). Für Digital würde ich so ein Tilt/Shift-Ding nicht kaufen.
Sondern ein vernünftiges Macro-Objektiv, mit leichter Tele-Brennweite!

Eine gute Digicam sollte ja einen einigermaßen großen Sensor haben (wichtiger als Anzahl Pixel!). Und damit wachsen eigentlich dei Probleme gegenüber dem Knipsen mit Smartphones, die einen sehr kleinen Sensor haben, Das ist gut für die Einfachheit, und man staunt immer wieder über deren Bildqualität.

Als ernsthafete Camera empfehle ich: schau Mal Fujifilm X-Serie an; es gibt auch ein spezielles Forum dazu. Vielleicht ist aber auch das Smartphone-Knipsen OK. Wie hier schon stand: die Bildgestaltung ist das wichtige! Und: Viieel Licht im Eisenbahnkeller! LED-Lampen nicht zu knapp; Schatten und Kontraste durch Ausleuchten mildern! Blitzen mit intelligenten Steuerungen höchstens noch obendrein.

Uli


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