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Der M+F - ETA 177/180

#1 von Oldtimerfan87 , 17.01.2016 22:45

Guten Abend, werte Kollegen,
angeregt durch den älteren Thread im DDR-Forum (von "Puschel", 23.09.2010) über den DMV
und dessen Aktivitäten in Sachen Wittfeld - Akku - Triebwagen, möchte ich einmal meinen
Merker + Fischer - ETA ( DB-Version ) in Wort und Bild vorstellen, der ja auf dem
DMV-Modell basiert:







Falls sich jemand über die unterschiedlichen Bezeichnungen ETA 177 und 180 wundern sollte:
Nun, Im M+F-Katalog und auf dem Karton des Bausatzes wurde er als ETA 177 bezeichnet. -
Auf dem Papierblatt mit dem Beschriftngsschema für den Günther - Beschriftungssatz steht
jedoch sinngemäß:
" Bei dem aus der DDR-Produktion vertriebenen Bausatz des Akku-Triebwagens handelt es sich
nicht wie allgemein angegeben um einen ETA 177 ! Umfangreiche Nachforschungen
haben ergeben, daß diese Ausführung dem ETA180 entspricht. Aus diesem Grunde wurden die
Beschriftungssätze für diese Nummern angefertigt!"......
Ob der Günther-Beschriftungssatz nun direkt dem M+F - Bausatz beigelegt war, oder ob ich ihn extra
dazu erwerben mußte, weiß ich heute nicht mehr - es war ja im Jahre 1978!!
Auffallend war die extreme Sprödigkeit des schwarzen Chassis-Kunststoffs - auf den übernächsten
Fotos kann man ein paar Bruchstellen erkennen. Obwohl in der Bauanleitung ausdrücklich vor der
Verwendung von Nitro-Lacken auf Kunststoff gewarnt wurde, lackierte ich Dächer und Gehäuse mit
Günther - Lackspray, ich hatte halt nichts anderes! - Die roten Gehäuse gerieten wunderbar, doch an
den silbernen Dächern gab es stellenweise ganz leichte Kräuselungen, die ich aber in Kauf nahm.



Die Deckel der Vorbauten verklebte ich entgegen der Bauanleitung nicht mit den Gehäusen, sondern
ließ sie verschieb - bzw. abnehmbar, wie beim großen Vorbild! - So konnte ich nachträglich noch 2
Stahl-Gewichte beim hinteren Wagen einlegen, und habe leichteres Spiel, wenn ich doch noch mal
eine LED-Beleuchtung einbauen möchte.



In dem geöffneten Vorbau sieht man neben den 2 Gewichten auch den bogenförmig in das Chassis
gefrästen Schlitz, in dem sich die Zuleitung zu der Drehgestell-Schleiferplatte leicht bewegen kann.





In der schrägen Strebe sieht man deutlich einen Bruch ( unterhalb der linken Kante des linken Fensters).



Direkt unterhalb des DB-Keks sieht man in der Stebe eine Lücke, und weiter rechts ist eine Bruchstelle.
Daß am rechten Ende des Daches ein "Growe"-Luftsauger fehlt, ist meinem damaligen Montagefehler
( aus Unkenntnis) geschuldet: Flüssiger Lösekleber auf lackierten Polystyrolflächen- das hält natürlich
nicht! Mehrere konnte ich rechtzeitig nachverkleben, der eine blieb verschollen....

Nun noch etwas zu den Fahreigenschaften: Also, leise geht anders! Trotz des Schneckengetriebes heult
und winselt er vernehmlich, es ist aber noch erträglich. Im Originalzustand blieb er fast auf jeder zweiten
Weiche hängen - der Strom wurde nur über die nichtisolierten Räder und Achsen per Federbleche
an den Drehgestellen und per Blech-Achshalter der Einzelachse abgenommen ! ( Die Antriebsachse zählt
nicht wegen der Haftreifen!). Mit Hilfe eines modifizierten Günther-Schleifers, 2 selbstgelöteten Schleifer-
platten, einem hochkant eingeklebten Platinenstück sowie einer 2. Verbindungsleitung zwischen den Wagen
( beide Leitungen mit Ministeckern) verhalf ich dem Modell zu insgesammt 10 (!) Kontaktstellen.- Jetzt
fährt er auch in echter Schleichfahrt über jede Weichenkombination, und aus Höchstgeschwindigkeit hat der
Triebwagen einen unglaublichen Auslauf: Rückwärts = 50 cm, Vorwärts = 63 cm, wohlgemerkt cm,
nicht mm! Obwohl ohne jede Beleuchtung und ohne Speichenräder, er gehört zu meinen Lieblings-Altmodellen!
Ich hoffe, meine Modellvorstellung traf Euren Geschmack !
Schöne Grüße

Wolfgang aus dem Sauerland


Tesmo-, Ortwein-, Röwa-Sachen,
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RE: Der M+F - ETA 177/180

#2 von noppes , 18.01.2016 10:19

Hallo Wolfgang,

vielen Dank für die schöne und umfassende Vorstellung des ETA. Trotz der von dir beschriebenen "Verluste" sieht er doch hervorragend aus und wenn man bedenkt wann dieses Modell gebaut wurde, kann sich der moderne Lilliput Pendant da auch nur daneben stellen!
Woher rühren dennn die enormen Auslauflängen? Hat der Motor eine Schwungmasse?

Gruss Norbert


Wer seine Gedanken nicht auf Eis zu legen versteht, der soll sich nicht in die Hitze des Streits begeben..


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RE: Der M+F - ETA 177/180

#3 von Oldtimerfan87 , 18.01.2016 21:18

Hallo Norbert,
danke für die lobenden Worte! - Ja, der Motor hat eine Schwungmasse! Man kann zu M+F ja stehen,
wie man will, aber in Sachen Schwungmasse gehörten sie mit zu den Ersten! ( So weit hat der gute
Willy Ade leider nicht gedacht.). Noch eine kleine Info: Der Faltenbalg gehörte nicht zum Bausatz,
ich hatte nachträglich den aus gefaltetem Papier von Günther nachgerüstet. - Vielleicht maßlich
nicht 100%ig o.k., aber wirklich sehr efektvoll!
Schöne Grüße

Wolfgang aus dem Sauerland


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RE: Der M+F - ETA 177/180

#4 von vit , 16.10.2017 17:20

Grüße!
Ich habe ETA 177 grün zweiteilig von M+F gebaut und gedacht, wie Beschriftung DR oder DRG machen. Aber, wann habe ich foto ETA 177 PKP gesehen, ich habe Beschriftung Ma 090 802 PKP gemacht.
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Tschüss. Vit

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