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Was wäre wenn...

#1 von caepsele , 19.12.2015 23:12

Bing die Spielwarenproduktion 1932 nicht eingestellt hätte?

Bin auf die Frage gekommen, als ich den Thread über das ominöse Bing Krokodil gelesen habe.

Von MÄ kennt man die Handmuster, Bing wird es sicherlich gleich getan haben.

Ansätze in welche Richtung es gehen sollte war ja durch die recht modellhaften Reichsbahn Güterwaggons aufgezeigt. Bei den Loks die 01er.

Leider wird man keine Zeitzeugen mehr fragen können, oder wurde dies von frühen Sammlern getan? Oder schlichtweg versäumt? Bis in die 1980er sollten noch Zeitzeugen gelebt haben.

Von den MÄ Krokodil "Erschaffer" gibt es sogar ein Filminterview.

Indirekt kann man über die B-L Story Hinweise finden, dass eben die Richtung gleich ein Schritt weiter in Richtung Miniaturisierung der Bing Table Train und eben zu Trix führte. Also schon um die Zeit der Anfang / Mitte 30er Jahre das Ende der Spur 0 gesehen wurde?

Evtl. können unser "Dr. Bing" und Bodo als frühe Sammler was dazu berichten?

Bin mal gespannt...

Gruß
Harry


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zuletzt bearbeitet 19.12.2015 | Top

RE: Was wäre wenn...

#2 von caepsele , 20.12.2015 08:44

Bodo meinte, ich soll mal den Botho fragen ;-) Autokorrektur Fehler auf dem Tablett gedattl...

Aber es sind alle Bing-Kenner angesprochen. Leider hat man im Gegensatz zu MÄ hier erst spät - zu spät? - mit der Geschichtsschreibung begonnen. Aber evtl. schlummern hier und da alte Familiengeschichten von Bing- Mitarbeiter oder sonstige Information die als Teil des Puzzle dienen könnten.

Gruß
Harry


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RE: Was wäre wenn...

#3 von Blech , 20.12.2015 09:09

Harry,
ich habe mich von den Sechzigern bis in die Neunziger bemüht,
mehr über die Spätzeit von Bing zu erkunden, gemeinsam mit Carlernst Baecker+.
Claude/Claudia Jeanmaire+, er/sie nannte sich ja Bing Nachfolger, hatte ziemlich viel Original-Material angehäuft,
das mehrheitlich zuletzt in Frankfurt bei Carlernst gelegen hat. Es war ein riesiges Archiv, auch mit Zeichnungen.
Geplant war ein Buch, etwa mit dem flapsigen Arbeitstitel: Was Bing noch auf der Pfanne hatte.
Als Carlernst Baecker starb, wurde dieses Material von der Familie zum Müll geworfen...
Weiteres Material befand sich noch in der Schweiz bei Claudias Lebensgefährtin -auch fort.
Dr. Stofer+ hatte sich darum bemüht, von ihm stammt dieser Information.
Allerdings soll sich in England noch einiges befinden (Bing-Familie und B-L), im Original aber auch Kopien des Jeanmaire-Materials.
Diese Auskunft bekam ich mal von David Pressland, der wohl die Kopien von Jeanmaire unter schwierigen Bedingungen besorgt hatte.
Die beiden konnten es nicht sonderlich gut miteinander -Pressland stand/steht der Bing-Familie in England nahe
-und Jeanmaire nannte sich Bing-Firmennachfolger, was die Familie verneinte.
In den Bing-Rechtezirkus ist wohl auch noch ein Deutscher verwickelt, der wohl eine Bing-Firma in den USA angemeldet hat,
was von England aus vehement bestritten wird. Urmodelle sind dort wohl auch nicht vorhanden, weil erst ganz spät mit Neuschöpfungen begonnen wurde.
Ich habe übrigens zu diesem Thema mal (ziemlich erfolglos) die Enkelin von Adolf Bing befragt, als diese das Bing-Museum von Uwe Groll besuchte.
Sorry, Harry, -mehr weiß ich auch nicht.
Aber das weiß ich:
Dieses Krokodil hat nix mit Bing zu tun!
Die Bing-Konstrukteure würden sich im Grab rumdrehen.
Schöne Adventsgrüße
Botho

PS
Die Frage nach Bing-Handmuster wurde natürlich schon oft gestellt.
Hier haben wir aber ganz andere Voraussetzungen, wenn man dies mit Märklin vergleichen will:
Die Bing-Handmuster gingen wohl mehrheitlich mit den Werkzeugen, Waren- und Teilebeständen an die übernehmenden Nürnberger Firmen.
bgw

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