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Fleischmann Mehrzugsteuerung FMZ

#1 von adlerdampf , 22.09.2015 21:50

Hallo Leute,

hier mal etwas, was eigendlich zu neu ist für dieses Forum, weil ja digital. Aber, mit der Übernahme von Fleischmann durch die Modelleisenbahn GmbH wurde das FMZ-System eingestellt.
1985 vorgestellt, war es die Antwort Fleischmanns auf die digitalen Systeme von Märklin bzw. Trix. Später kam dann noch das DCC-Protokoll hinzu. Da die Geräte dann FMZ und DCC verstanden, nannte man diese Twin.
Mit heutigen Systemen bei weiten nicht mehr vergleichbar, gibt es jedoch eines was das FMZ-System kann, was die anderen Systeme bis heute nicht können:
der gleichzeitige Betrieb von analogen und digitalen Fahrzeugen auf dem selben Gleis.

Wer in die Tiefen des Systems einsteigen will, dem seien diese Seiten empfohlen.

Hier zeige ich mal die digitalen Komponenten, die neben den Gleisen zu finden sind.

Zentralen/Steuergeräte









Stromversorgung










weiters Zubehör







Diese Komponenten sind heute noch funktionsfähig, gleichwohl gibt es alles nicht mehr ab Werk. Im www gibt es jedoch noch einiges, zum Teil Neuware, um das System zu betreiben.
Auch gibt es noch FMZ-Lokomotiven im www, zu erkennen an der silberfarbenen Umverpackung.


Herzlich gegrüßt aus der heimlichen Bierhauptstadt Deutschlands, Kulmbach
Karsten


Fleischmann? Was sonst!

 
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5 Ergänzungen

#2 von Charles , 22.09.2015 22:17

Hallo,

1 das System ist nur Horst Fleischmanns Sturheit zu verdanken. Ich habe ihm damals ins Gesicht gesagt dass das zu einem Sargnagel für Fleischmann werden wird. Er hat es mir nicht übelgenommen.

2 Sehr schnell übersetzte die Branche FMZ mit "F-leischmann M-acht Z-u".

3. Ein konventionelles Fahrzeug kann auch bei Lenz/DCC gesteuert werden. Das Besondere an Fleischmann war dass hier ein analoges Fahrzeug pro analogem STROMKREIS gefahren werden konnte.

4. Das TwinCenter kam von Uhlenbrock und war eine Intellibox Variante, die neben Sx und DCC auch FMZ (statt Märklin Motorola) verstand.

5. Rat an Neueinsteiger : Finger weg !

Nachtrag : Auch wenn im nächsten Beitrag anderes behauptet wird, Lenz (damals als Märklin für H0 Gleichstrom und Spur 1 auf dem Markt, das dann weiterentwickelt und als DCC genormt wurde) war deutlich früher als FMZ und erlaubte den Einsatz einer analogen Lok, sogar mit Steuerung durch das Digitalgerät. Bei Fleischmann brauchte es pro Stromkreis ein Analogfahrgerät und serienmäßig große Kondensatoren in den Digitalloks.Auch waren DCC Digitalloks ohne Änderung analog steuerbar, FMZ Loks fuhren analog nicht.


Grüße aus dem Odenwald

Charles

Linktipp : Glasers Annalen als PDF Download : http://tinyurl.com/yampsnk7

 
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RE: 5 Ergänzungen

#3 von mitch67 , 23.09.2015 20:48

naja

zumindest im Erscheinungsjahr war FMZ das eiinzige Mehrzugsystem, das eben auch Analoglokomotiven mit separatem Trafo auf einem Gleis erlaubte.

Selectrix bot dieses nicht..


Dafür konnten FMZ Lokomotiven nicht zum Kumpel mit genommen werden, der noch analog fuhr.

allerdings:

dieses Digitalsystem ist imho schon als historisch anzusehen....

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RE: 5 Ergänzungen

#4 von Ulrich A , 06.01.2016 13:53

Hallo:

Alle DCC Systeme, welche auf dem Lenz-System aufbauen, koennen im Prinzip eine analoge Lok ueber die DCC-Zentrale steuern. Im Lenzsystem von Anfang an moeglich, bei dem NMRA-DCC Systemen in den USA auch. In Europa hatte Lenz sein Protokol freizuegig ohne Gebuehren zur Verfuegung gestellt, mit einer Ausnahme: Das Strecken der "0" was patentrechtlich geschuetzt. Daher waren die Lenzsysteme die einzigen DCC-Systeme in Europa, die auch eine Analoglok steuerrn konnten. Ich weiss nicht, wann das Lenzpatent erloescht.

Die DCC Spannung ist eine modulierte echteckspannung. Kurze Rechtecke werden als "1" vom Decoder gelesen, alle anderen als 0 lesen, wobei es auf die Laenge einer "0" nicht ankommt. Letztere koennen daher mehr oder wenig gestreckt werden. Das Strecken der positiven oder der negativen Komponente der "0" erzeugt dann eine DCC Spannung, die entweder einen positiven oder einen negativen Bias hat, mit welchem dann die Analoglok angesteuert wird.

Die Fleischmann Loesung war anders: Eine analoge Spannung wurde der hochfrequenten FMZ-Spannung ueberlagert. Daher musste auch ein Kondesator in die Lok eingebaut werden, der diese Gleichspannung vom Decoder fernhaehlt. Die Idee der Spannungueberlagerung ist im Prinzip aehnlich wie die, die Trix bei seinem EMS-System nutzte. Bei Trix wurde halt nur eine hochfreuqente Wechselspannung statt eines FMZ-Signals dem Gleichstrom ueberlagert, mit der dann eine Lok gesteuert wurde.

In allen Faellen wird die hochfrequente Spannung durch den induktiven Widerstand des Motors mehr oder weniger von der Analoglok ignoriert. Sie erzeugt jedoch ein Pfeifen bei Stillstand der Lok, da die Frequenz um 10.000 Hz liegt, also im Hoerbereich.

Ulrich

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RE: 5 Ergänzungen

#5 von SAH , 06.01.2016 14:31

Guten Tag Ulrich,

wenn Du weißt, wann das Patent erteilt wurde, dann maximal 20 Jahre dazu.
Alternativ: Du kennt die Patentkennung und schaust unter http://depatisnet.dpma.de/ nach.

mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn


Stephan-Alexander Heyn
www.sheyn.de/Modellbahn/index.php

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