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die P10 oder BR39

#1 von adlerdampf , 14.06.2015 15:20

Hallo Leute,

da gibt es eine Lok, welche mittlerweile auch schon fast 30(!) Jahre alt ist, die 4139. 1987 neu erschienen, ist es eine der wenigen Loks, die es bis heute geschafft haben im aktuellen Lieferprogramm zu sein.
Von 1987 an bis heute gibt es fast 20 verschiedene Versionen dieser preußischen Konstruktion.
Und da offenbar keine Bildersammlung dieser imposanten Lok vorhanden ist, mache ich mal den Anfang:



82 4139, 2002, K.P.E.V., 2811


4814, 1988, K.P.E.V., 2810


481209, 2012, K.P.E.V., 2811


4827, 2000, DRG, 39 105


64139, FMZ, 1989 - 2002, DRG, 39 199


4139, 1987 - 1993, DRG, 39 204


4138, 1989 - 1993, DB, 39 103


80 4136, 2000, DB, 39 177


Herzlich gegrüßt aus der heimlichen Bierhauptstadt Deutschlands, Kulmbach
Karsten


Fleischmann? Was sonst!

 
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RE: die P10 oder BR39

#2 von cst , 04.03.2018 18:50

Hallo,

schöne Zusammenstellung,
ich hab noch 3 weitere zur Ergänzung.

Zuerst die Artikelnummer 413802 - 39 186 mit Witte Blechen und brüniertem Gestänge und DB Keks


Dann die Artikelnummer 4135 - 39 068 ebenfalls mit Witte Blechen und brüniertem Gestänge und Schriftzug "Deutsche Bundesbahn"


Dann die Artikelnummer 413801 - 39 062 in Preussenfarben als DRG Variante mit brüniertem Gestänge

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RE: die P10 oder BR39

#3 von tane , 10.03.2018 14:06

Loks mit brüniertem Gestänge werden von mir boykottiert ;-). Schon die brünierten Räder sind eine Zumutung. Der Antrieb im Tender war schon die erste Fehlentwicklung, aber da sahen die Modelle wenigstens noch schön aus. Dann hat sich Fleischmann im Laufe der Zeit unter dem Druck sog. "Modellbahn-Experten" leider dahin drängen lassen, seine Modelle immer lebloser und stumpfer zu gestalten. Betriebecht sieht das trotzdem nicht aus und stumpf-schwarze Gestänge oder Laufkränze hab' ich in Natura auch noch nicht entdeckt. Wie viel schöner ist doch eine alte 1360 oder 1361.


Gruß von Tane

 
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RE: die P10 oder BR39

#4 von Charles , 10.03.2018 14:31

Hallo,

in den Serien der ersten Jahre hat Fleischmann die Restbestände der Motoren von der Autorennbahn verbaut was diesen Modellen ein hervorragendes Fahrverhalten und einen sehr guten Auslauf verlieh.


Grüße aus dem Odenwald

Charles

 
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RE: die P10 oder BR39

#5 von BW-Werner , 10.03.2018 17:22

Hallo,

also ich war von diesem Motor nie besonders angetan. Verbaut wurde er ja im Wannentender der BR 50 und 38.10, dann bei der 56.20 und zuletzt bei der 39.0. Ich selbst hab ihn bei der 56.20 und der 39.0, bei beiden fällt er dadurch auf, daß sein Rastmoment enorm hoch ist und dadurch ein eher unschönes Anfahrrucken entsteht. Bei der 39.0, die ja eine ordentliche Schwungmasse hat, ist das weitere Fahrverhalten dann ganz ordentlich, wenn auch nicht so gut wie das bei den späteren Auflagen/Varianten, die dann den Bühlermotor bekamen. Ich fand es bezeichnend, daß dann 1992 die Neukonstruktion der 55.25 wieder den klassischen Rundmotor bekam und damit deutlich bessere Anfahr- und Langsamfahreigenschaften zeigte als die 1986 erschienene 56.20 mit ihrem Rennautomotor, der liebt eben eher gleich Vollgas und nicht sanftes Beschleunigen.
Der Rundmotor fand sich ja dann noch 1993 in der Neukonstruktion der BR 86, dann war aber auch seine Zeit bei den Lokneukonstruktionen endgültig vorbei, inzwischen gab es halt, bei allen Qualitäten die er durchaus hatte, doch besseres. Bei den Triebwagen blieb man ja noch länger an diesem Motor und den damit verbundenen Konstruktionsprinzipien haften.

Gruß Werner

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RE: die P10 oder BR39

#6 von cst , 11.03.2018 12:25

Ja, die Bühler-Motoren sind echt gut. Leider haben zu wenige Fleischmänner diese Motoren.
Bei der 38 hatte die zweiter Version mit Wannentender viel bessere Laufeigenschaften als die erste Version bei der 038 547 (4162).

Die Räder und Gestänge sind im übrigen nicht brüniert, wie ich oben geschrieben habe, sondern schwarzvernickelt.

Ich finde, die Schwarzvernickelung verleiht den Loks einen insgesamt stimmigeren Eindruck, weil die silberglänzenden Teile meiner Meinung nach zu sehr in den Vordergrund treten.

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RE: die P10 oder BR39

#7 von cst , 11.03.2018 18:20

Was ich bei der 39 von Fleischmann besonders bemerkenswert finde ist, dass sie eine der sehr wenigen Loks ist, wo die Steuerung nicht auf neutral, sondern auf Vorwärtsfahrt steht.
Wenn sie fährt, kann man richtig die Voreilung des Schiebers beobachten.
Als Dampflokfan finde ich das klasse.

cst  
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RE: die P10 oder BR39

#8 von BW-Werner , 13.03.2018 15:22

Hallo,

das ist eine interessante Beobachtung, ich mußte aber erst mal grübeln bis ich kapiert hatte was da anders ist, da das mit dem Schieber einwenig auf die falsche Fährte führt. Der Kolbenschieber bewegt sich doch bei neueren GFN Loks immer dachte ich zuerst, was ja auch nicht falsch ist. Ich hab mich dann an eine Beitragsreihe zur Dampfloktechnik im Fleischmann Kurier anfangs der 90er erinnert und mit dortiger Nachhilfe und Beobachtung an verschiedenen Dampflokmodellen den Unterschied erkannt. Zur Vereinfachung hab ich mal aus dem Kurier 118 eine Seite eingescannt, damit möglichst alle verstehen um was es geht. Wichtig ist die Abbildung 11, das Teil um daß es geht ist die Schieberschubstange g.

Wie cst schrieb, liegt sie bei den Modellen meist in der Mitte der Schwinge im Punkt F und bewegt sich deshalb durch die Schwingenbewegung nicht. Der Schieber wird nur durch Lenkerstange c und Voreilhebel h bewegt. Bei der P 10 befindet sich aber abweichend die Schieberschubstange g am unteren Ende der Schwinge und bekommt dadurch zusätzlich noch eine eigene Bewegung.

Gruß Werner

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RE: die P10 oder BR39

#9 von *3029* , 14.03.2018 03:34

Hallo zusammen,

interessante Beobachtung, war mir bisher gar nicht aufgefallen.

Danke - und Grüsse

Hermann


 
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