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Pantoplatten für GFN 1330 selbst gemacht

#1 von Redfox1959 , 03.05.2015 14:35

Hallo GFN Freunde
Da ich mich schon länger über die defekten Pantoplatten meiner 1330ger geärgert habe, wurde es höchste Zeit für mich, dieses nervige Problem anzugehen.
Nach der bewährten Methode, habe ich auch wieder eine Silikonform hergestellt, das war bei dem Teil etwas schwieriger. Die vier Isolartor- Pinöpel mussten ja jeweils genau zur Hälfte in jedem Formteil vorhanden sein.
Ich hab mal ein paar Bilder dazu gemacht.

Hier habe ich die Form geöffnet und schon einen Teil der Spritzreste entfernt, so ist die Pantoplatte schon gut zu erkennen.

Hier mal Original und Nachbau nebeneinander

Jetzt noch zwei Bilder von der 1330ger mit der defekten und dann mit der Nachbau Pantoplatte. Ich freue mich, das das mit dem Nachbau wirklich nicht schwer ist und die Lok nun wieder topp aussieht.
Die Farbe werde ich so lassen, die Originalen Pantoplatten sind zwar etwas dunkler, aber die sind ja auch schon uralt.

Hier mit der neuen Pantoplatte


Da die Form ja aus zwei Hälften besteht, muss man nach dem Aushärten des Spritzlings noch ein wenig von den Kunststoffresten entfernen, die sich genau zwischen den Formhälften am Spritzling bilden.
das ist das Einzige was etwas fummelig ist. Ich habe dafür einen Skalpell verwendet, ein kleines Cuttermesser geht aber genau so gut.
Sollte einer von Euch Fragen dazu haben, dann los, ich freue mich immer sehr, wenn meine Bastelleien hier auf Interesse stoßen.
Bis bald wieder und viele Grüße sendet der GG1 ( Ghert ).

 
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RE: Pantoplatten für GFN 1330 selbst gemacht

#2 von Udo , 03.05.2015 14:59

Hallo, Ghert,

guter Nachbau. Ich habe das (bei Spur 0) immer mit übereinander geklebter Pappe gemacht, wegen der Dachrundung immer etwas versetzt. Aber deine Methode hat etwas !
Danke für das Zeigen.

Schönen Gruß
Udo

 
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RE: Pantoplatten für GFN 1330 selbst gemacht

#3 von JensB , 03.05.2015 15:34

Klasse Arbeit!
Da die Pantoplatten bei den alten GFN-Modellen ja oftmals defekt sind, hast du hier ein riesiges Marktpotential!


Viele Grüße
Jens
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RE: Pantoplatten für GFN 1330 selbst gemacht

#4 von vwlucas , 03.05.2015 18:07

mit einem Wort: Magnifique!


Für mich ist Fleischmann immer Recht!
Selbst wenn er falsch ist.

 
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RE: Pantoplatten für GFN 1330 selbst gemacht

#5 von AbzweigLetter , 04.05.2015 00:11

Hallo Ghert,

wie ich sehe, brauchst Du meine Hilfe nicht!

Das ist hervorragend gelungen!
Ich hätte allerdings noch kleine Abflussleitungen nach Außen gelegt, um überschüssiges Harz leicht ableiten zu können. Offenbar überflüssig, so wie Du es getan hast.

Die Gummibänder um die Form sind auch nicht zwingend notwendig, wenn Du etwas großzügiger mit der Größe der Form bist. Die Form bleibt dann von selbst richtig im Lot.

Du solltest Dir wirklich überlegen, ob Du nicht Deine Nachgüsse z. B auf Ebay oder Hood anbietest.
Da könnten einige Interessenten herumlaufen, die das FAM sonst nur als "Ab- und Zu-Informationsquelle" gebrauchen. Jedes Hobby muss auch finanziert werden.

Hier noch ein Link zu meiner noch unvollständigen Kleinserien-Tätigkeit der 1980er Jahre:

Hier klicksen

Gruss

Uwe Ganther


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RE: Pantoplatten für GFN 1330 selbst gemacht

#6 von Udo , 04.05.2015 00:21

Hallo, Uwe,

die Bilder
http://www.h0-modellbahnforum.de/t330971...html#msg3710409
würden mich auch interessieren. Morgen soll es aber regnen, da werden die Bilder nicht so gut.

Schönen Gruß
Udo

 
Udo
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RE: Pantoplatten für GFN 1330 selbst gemacht

#7 von toy-doc , 04.05.2015 01:50

Moin Ghert!
Welches Material nimmst Du und wie bekommst Du es dazu, gleichmäßig in alle Hohlräume zu fließen?


Gruß
toy-doc

 
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RE: Pantoplatten für GFN 1330 selbst gemacht

#8 von dieKatze , 04.05.2015 19:35

Zitat von AbzweigLetter im Beitrag #5

Hier noch ein Link zu meiner noch unvollständigen Kleinserien-Tätigkeit der 1980er Jahre:

Hier klicksen

Gruss

Uwe Ganther





Mahlzeit Uwe,

Mann, das ist ja mal ein geiler Bericht. In dem anderen Forum bin ich dank Inaktivität nicht mehr gemeldet, aber sowas interessiert natürlich auch hier. Den Katalog hatte ich in den Achtzigern, ein Bekannter hatte damals für uns Jugendliche eigentlich unerreichbar ein Resin oder so ähnlich Modell eines Ford 12m bekommen und da war der Katalog wohl bei. Der 12m P4 sah aus wie ein Nachguß des Wiking-Modells aus den Sechzigern, so gelblich durchsichtig. Ein originaler alter Wiking war für uns genauso unerreichbar, schon vom "Sammlerpreis" her. Die Autos der Fünfziger hatte ich damals gerade erst entdeckt, und das sollte es jetzt alles im Modell geben? Unglaublich! Ich war sofort voller Hoffnung! Nur, gesehen habe ich diese Modelle damals nie, wir hatten ja keine Informationsquellen, auch hielten wir von Taschengeldbudget nicht diverse Modellzeitungen und "Feldhaus" hatte sie nicht.
Sag mal, die Straßenrandfotos, sind die von Dir? Kannst Du da mehr von zeigen? Ich liebe Straßenfotos, auch mit allem drum und dran. In den frühen Achtzigern, als das bei mir losging gab es Autos aus den Fünfzigern nicht mehr im Alltag und Fotografieren war ja so teuer...

Ausnahmen bestätigen die Regel. Das war 1983 in Liblar, auch die Autos drumherum wären heute alle interessant:




(Jetzt simmer aber echt OT...)


Schönen Gruß,

Ralf

 
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zuletzt bearbeitet 04.05.2015 | Top

RE: Pantoplatten für GFN 1330 selbst gemacht

#9 von Redfox1959 , 04.05.2015 21:19

Hallo toy-doc
Für dich und alle anderen MoBa Freunde die es interessiert, habe ich hier mal eine Aufstellung der Utensilien für die Herstellung der Kunststoffteile aufgelistet.
Kunststoff zum Giessen: Gussmasse
Nun das Silikon für die Formen: Silikonmasse

Das Trennspray für die Silikon Formen, damit die Formhälften bei der Herstellung nicht untrennbar zusammen kleben.
Trennmittel
Sorry, Leute ich weiß nicht warum das verlinken nicht hinhaut, ich bekomme es heut einfach nicht hin. Ich werde es später nochmal versuchen....
Nun habe ich noch ein paar Bilder für Euch, sie zeigen einen kleinen Überblick der Arbeiten.
Zum Herstellen einer Form eignen sich Legosteine ausgezeichnet, entweder in der Bucht kaufen, oder den Enkeln oder Kindern mopsen. Auf die Gefahr einer riesen Plärrerei, habe ich mich zum Kauf in der Bucht entschlossen. Lach...
Für die Herstellung der sogen. Urform habe ich weiche, handelsübliche Knetmasse in orange verwendet. Ich denke aber, das die Farbe egal ist. Gibt's auch in der Bucht für ein paar Euronen.

Ihr seht auf dem Bild ist schon die Knete mit dem Teil, was ich für den Abguss verwenden will vorbereitet. Die Bilder sind natürlich jetzt nachgestellt, es befindet sich ein schon von mir gegossenes Teil zur Demo in der Form.
Die Gusskanäle habe ich mit versilbertem Kupferdraht mit ca. 2mm Durchmesser hergestellt. Die Anordnung der Gusskanäle ist noch nicht optimal. Hätte ich sie jeweils auf eine Ecke des Teils gelegt, dann wäre der Füllvorgang einfacher zu machen. Bei der nächsten Form werde ich das aber sicher schon besser machen. Es geht aber auch so ganz gut, Man darf das Gussmaterial nur nicht volle Kanne mit der Einweg-Spritze in die Form jagen, mit etwas Feingefühl klappt das astrein und die Form füllt sich schön gleichmäßig mit der Gussmasse.
Wir haben hier bei uns im Forum einen Spezialisten, der kennt sich damit sehr gut aus. Ich denke mal, das Uwe ( AbzweigLetter ) bestimmt gerne mit seiner Erfahrung und seinem Wissen, jedem gerne weiterhilft, der diesbezüglich Fragen hat.
Wenn man nun die Urform mit Silikon aufgefüllt hat, das Ganze einmal umdreht und die Knetmasse vorsichtig entfernt, dann sollte das Ganze in etwa so aussehen, wie auf dem folgenden Foto. Es fehlen die Passformlöcher im Silikon, aber das ist eine andere Geschichte. Ich hatte ein falsches Trennmittel verwendet, darum musste ich die Form vorsichtig aufschneiden, daher sind leider auch keine Passnippel vorhanden. Wie war das doch gleich.... Aus Fehlern lernt man !

Nachdem man nun die Form noch einmal gründlich von möglichen Kneteresten gesäubert hat, das RICHTIGE Trennmittel aufgebracht hat, steht der Auffüllung der Form mit der Silikon Gussmasse für die zweite Formhälfte nichts mehr im Weg.

Nach dem Aushärten des Silikons sieht das dann in etwa so wie auf dem folgenden Bild aus. Man hat zwei saubere Formhälften und kann mit der Teileproduktion beginnen.

Auf dem letzten Bild sieht man noch ein wenig von den Gusskanälen. Man füllt die Form immer über einen Bogen von unten nach oben, dadurch können eventuelle Luftblasen schön nach oben aus der Form entweichen.
Hinweis, Uwe weiß da bestimmt noch einige Kniffe, die ich noch nicht kenne !!!
Auf dem Bild habe ich die Spritze mal an die Form gelegt, wo ich die Gussmasse reinspritze. Es ist leider schlecht zu sehen, ist wie die Ostfriesische Flagge, weißer Adler auf weißem Grund, sorry.

Ich hoffe, das ich Euch ein wenig von meinen Giess-Bastellein erklären konnte. Wenn noch Fragen auftauchen, fragt einfach, da mein Ischiasnerv mich außer Gefecht gesetzt hat, fällt mir das Schreiben aber etwas schwer. Habt dann bitte etwas Geduld mit mir.
Dann bis bald wieder... Viele Grüße an Euch sendet der GG1 ( Ghert )

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RE: Pantoplatten für GFN 1330 selbst gemacht

#10 von toy-doc , 06.05.2015 23:03

Moin Ghert!
Vielen Dank für diesen ausführlichen Bericht!
Der hat Appetit auf's Nachmachen geweckt!


Gruß
toy-doc

 
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