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Bub`s zusammensetzbarer Elektromotor für Spielzeuglokomotiven

#1 von riera , 27.12.2014 14:54

Für BUB-Interessierte:
Bub entwickelte in den 1920er Jahren den “ Zusammensetzbaren Elektromotor für Spielzeuglokomotiven“ und ließ diese Neuerung am 3. März 1927 patentieren.
Denkbar, dass damit das Interesse der technisch untersuchenden Knaben geweckt werden sollte, auch um eventuelle Reparaturen selbst durchführen zu können
Das Patent:










eine Bub-Lok dazu, nicht ganz den Zeichnungen entsprechend, aber zerlegbar.











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zuletzt bearbeitet 27.12.2014 | Top

RE: Bub`s zusammensetzbarer Elektromotor für Spielzeuglokomotiven

#2 von joha30 , 01.01.2015 23:56

Danke für den Hinweis. Ich hatte neulich diesen Motor in der Hand und wunderte mich darüber wie einfach er zu zerlegen ist. Dass ich einen "Baukasten"-Motor in der Hand hielt - darauf bin ich nicht gekommen. Bub ist immer für eine Überraschung gut!


Viele Grüße, JoHa

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RE: Bub`s zusammensetzbarer Elektromotor für Spielzeuglokomotiven

#3 von nürnberger , 22.01.2015 16:44

Hallo Bub-Fans,
der "zerlegbare" Bub-Motor wurde 1926/27 als 20 Volt Motor deshalb neu konstruiert, weil ab 1.1.1927 gemäß VDE-Vorschrift für Spielsachen max. 24 Volt Spannung zulässig war.
Es war also eine notwendige Neukonstruktion aufgrund von neuen Vorschriften - wie bei allen anderen Herstellern auch. Die "Starkstromzeit" endete bekanntlich am 31. 12.1926.
Der neue Bub-Motor erhielt, wie erwähnt, am 3.3.27 Patentschutz. Bub lobte im Prospekt von 1928 diesen Motor:
- neu, vollständig zerlegbar
- einfache Reparatur, jedes Einzelteil als Ersatzteil erhältlich
- "unbegrenzte" Lebensdauer
Der Motor war nicht als "zusammensetzbarer" Motor (im Sinne von Baukasten-Motor oder Bastel-Motor), sondern als "zerlegbarer" Motor zum Zweck des Reparierens und der Ersatzteilbestellung gedacht. Eigentlich ist jeder Motor zerlegbar, sofern er über "lösbare" Verbindungen (Verschraubungen) verfügt. Erst wenn Vernietungen vorliegen, kann man den Motor zwar zerlegen, aber man muss die Nietungen aufbohren, um sie zu lösen. Also ist der Begriff "zerlegbar" ein Marketing-Argument, auch um einen möglichen Patentschutz zu erreichen.
Aus den Zeichnungen der Patentschrift ist zu erkennen, dass die Bürstenführungen in einem der beiden Motorschilden vertikal übereinander liegen. Die im vorherigen Beitrag von "riera" gezeigte Lok ( es ist die 8250/18) hat horizontal nebeneinader liegende Bürstenführungen und ist ein späteres Modell. Die Bauart des Lokgehäuses weist auf die Zeit ab 1936 hin und hat einen anderen Motor.
Der Motor von 1927 (gemäß Patentschrift) wurde aber sehr bald geändert, da die übereinander liegenden Bürstenführungen die Bewegung von Treib- und Kuppelstangen bei Dampfloks behindertern. Deshalb gab es anfangs sogar vertikal gekröpfte Treibstangen oder mithilfe von Distanzbuchsen weit abstehende Treib- und Kuppelstangen. Dies ist in den nachfolgenden Bildern deutlich zu erkennen.
Die neue Lösung waren höher angeordnete horizontal liegende Bürstenführungen. Die alte Bauweise wurde aber teilweise noch bis 1933 weiter verwendet.
Wer sich detailiert informieren möchte, sei auf den 27-seitigen Beitrag von M. Dietz "BUB zur Reichsbahnzeit" im Heft des 25. TINPLATEFORUMS von 2011 hingewiesen, was man unter TINPLATEFORUM im Internet bestellen kann.

Nachfolgend die Beschreibungen im 1928 Bub-Katalog:










Bub 2256 mit langen übereinander liegenden Bürstenführungen


]
Bub 2256 mit langen übereinnader liegenden Bürstenführungen,
Treib- bzw. Kuppelstangen weit abstehend (Distanzbuchsen)



Bub 2723 mit kurzen übereinander liegenden Bürstenführungen



Bub 2723 mit kurzen übereinader liegenden Bürstenführungen,
Treib- bzw. Kuppelstangen normal



Bub Typ 4600 mit vertikal gekröpfter Treibstange



Bub Typ 4600 mit vertikal gekröpfter Treibstange



Bub (KB-BW Typ 4600) (gleicher Lok-Typ wie vor) mit höher liegenden horizontal angeordneten Bürstenführungen



Bub (KB-BW Typ 4600) mit höher liegenden horizontal angeordeneten Bürstenführungen



Alles klar???


Manfred

nürnberger  
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zuletzt bearbeitet 24.01.2015 | Top

   

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