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Gleichteile Wiederverwertung bei GFN

#1 von BW-Werner , 08.07.2014 20:20

Hallo,

ausgehend von diesem Thread 5282 der komische OO , der die Frage aufwarf, ob das Untergestell des 5282 und 5281 eventuell schon mal bei den US-Exportmodellen Verwendung gefunden hatte, wollte ich die Frage ein wenig weiterspinnen. Dennis hatte ja schon gesagt, daß augenscheinlich keine Übereinstimmung herschte, gleichzeitig aber die Überlegung angestellt, daß evtl Werkzeugteile dennoch mehrfach verwendet werden konnten. Ich hab von dieser Thematik schlicht zu wenig Ahnung, um da in die eine oder andere Richtung hin zu spekulieren. Ich beschränke mich deswegen auf Übereinstimmungen die offensichtlich sind und dazuhin durch mehrere Jahre zwischen Erstverwendung und Zweitverwendung getrennt sind.

Der erste Kandidat ist der O 20 (5203) der späten Ausführung mit Kunstofffahrgestell, das glaube ich 1969 das ursprüngliche Metallfahrgestell ersetzte. Ich habe da nur die erste Metallausführung und gebe die Jahreszahl mal mit Vorbehalt weiter. Die Zweitverwertung war dann im K 25 Artnr 5210 erfolgt. Der kam erst 1975 heraus und war mit seiner Maßabweichung bei den Fleischmann-Neuentwicklungen damals schon ein Ausreißer.

Der zweite Fall ist der Omm 55 (Artnr 1457, später 5205). Ursprünglich erschienen im Jahr 1968, dann aber mit Einführung der Kurzkupplungskulisse am Fahrgestell leicht überarbeitet, wobei die ganze Relief und Gravurausführung identisch blieb, abgesehen vom Firmenschriftzug und den Kopfenden mit der Kupplungsbefestigung.


Hier das Ursprungsfahrwerk am Beispiel des 5207, SNCB Ausführung

Der Wagen im Ganzen war nach der Überarbeitung rund 1,5 mm länger, weil man die Puffer etwas verlängert hatte, für 1:87 reichte das aber immer noch nicht, da fehlten dann immer noch 2 mm die am Wagenkasten auch nicht herbeizuzaubern waren. Das war aber auch nicht erstaunlich, da der Wagen ja noch nicht zu Fleischmanns 1:87 Phase gehörte, sondern in die sogenannte 1:85 Übergangsphase, in der Fleischmann die Güterwagen-Neuentwicklungen generell leicht verkürzte.
Die Zweitverwertung dieses Fahrgestells geschah dann im Tms 851 (Artnr 5333) der 1989 erschien. Relief und Gravur sind absolut identisch, einzig die angespritzten Zusatzteile am Langträger zeigen Unterschiede. Der Tms hat 4 statt 2 Rangiertritte, andere Bremstellhebel und kein Trapezsprengwerk unterhalb der Seitentüren.





Als Folge dieser Wiederverwertung ist der Tms 851 aber ebenfalls um 2 mm zu kurz und fällt damit, vor allem auch mit seinen ziemlich breit daherkommenden Achslagern, völlig aus dem Rahmen und Maßstab den Fleischmann damals selbst mit einer ganzen Serie von überragenden Güterwagen-Neuentwicklungen am Ender der 80er Jahre aufgestellt hatte.
Der Kastenaufbau kam dagegen durchaus proper daher, sodaß man den Wagen doch gerne in den eigenen Wagenpark einreihte.

Gruß Werner

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