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Letzte Version 374 ESSO

#1 von tischbahn , 29.11.2008 14:38

Hallo,

habe mir einen 374 Esso in grau gegönnt. Eigentlich ein schönes Wägelchen, nur die Farbe grau trifft nicht so richtig zu. Kann es sein dass mit der Zeit aus einem Grau ein Gelb-Grau wird? Mein Wagen hat einen richtigen Gelb-Stich, der fast schon ein bisschen ins grünliche geht. Nur an dem Einfüllstutzen kann men erkennen dass alles mal heller gewesen sein muß. Hat da vielleicht die Sonne zu lange drauf geschienen??
Sicher ist, es wurde nichts manipuliert, die Laschen sind alle org. umgebogen und man erkennt auch nicht dass mal nachlackiert wurde.




Gruß,
Horst

 
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RE: Letzte Version 374 ESSO

#2 von falke7424 , 29.11.2008 15:16

Hallo, ja mit den jahren vergilben die Farben der Waggons etwas. Dies geschieht besonders wenn sie öfter dem Sonnenlicht ausgesetzt sind. (z.B. Wenn die Züge in einer Vitrine stehen auf die permanent die Sonne scheint.) Dann kann man sehr schön sehen, dass die der Sonne zugewandten Seite vergilbt ist und die andere nicht.
gruß
falk

 
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RE: Letzte Version 374 ESSO

#3 von Expressler , 29.11.2008 16:37

Und wenn der Gilb mit dem feuchten Finger weg geht, kommt er vom Rauchen!

Günther

(der sowas aus Erfahrung kennt...)


Solange ich lebe, lebt auch Trix Express!

 
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Re: Letzte Version 374 ESSO

#4 von Eisenbahner , 29.11.2008 18:50

Zitat von tischbahn
Hallo,

habe mir einen 374 Esso in grau gegönnt. Eigentlich ein schönes Wägelchen, nur die Farbe grau trifft nicht so richtig zu. Kann es sein dass mit der Zeit aus einem Grau ein Gelb-Grau wird? Mein Wagen hat einen richtigen Gelb-Stich, der fast schon ein bisschen ins grünliche geht. Nur an dem Einfüllstutzen kann men erkennen dass alles mal heller gewesen sein muß. Hat da vielleicht die Sonne zu lange drauf geschienen??
Sicher ist, es wurde nichts manipuliert, die Laschen sind alle org. umgebogen und man erkennt auch nicht dass mal nachlackiert wurde.




Gruß,
Horst



Hallo Horst,

auf Deinem ersten Bild sieht man ganz gut, daß es hinter dem Bremserhaus und hinter dem Schild 374 deutlich hellgrauer ist und kein Gelbschleier zu sehen ist, genau so auf dem zweiten Bild hinter dem Schild 374 und hinter der Leiter.
Mit ist bekannt, daß Märklin um 1950 und kurze Zeit danach mit einem Schutzlack gearbeitet hat, der hier nach langen Jahren vergilbt ist. In der Vorkriegszeit hat Märklin ja auch Schutzlack in großem Stil benutzt, man denke an die "goldenen" Dächer der 354er Serie.
Ich habe hier darüber schon in einem anderen Artikel geschrieben.


Gruß
Hans-Gerd


 
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RE: Letzte Version 374 ESSO

#5 von tischbahn , 30.11.2008 09:21

Danke für die Antworten,
...also aus einem Raucherhaushalt stammt er definitiv nicht! Dann kommts eher vom Schutzlack, kann ich aber auch mit leben!
Ciao,
Horst

 
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Sonnenseite

#6 von martinf , 01.12.2008 22:36

Hallo Horst,

wenn man die Fotos der beiden Waggonseiten direkt vergleicht, fällt auf, dass die Seite, die auf der ersten Abbildung zu sehen ist, deutlich gelber erscheint als die zweite. Also wohl wie schon weiter oben geschrieben durch langes Stehen im Sonnenlicht passiert. Aber nachdem der Wagen doch im Vergleich zu den silbernen Varianten relativ rar ist, ist das wohl, wie Du auch schon geschrieben hast, hinzunehmen.

Viele Grüsse
martinf

 
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Re: Sonnenseite

#7 von Eisenbahner , 02.12.2008 11:26

Zitat von martinf
Hallo Horst,

wenn man die Fotos der beiden Waggonseiten direkt vergleicht, fällt auf, dass die Seite, die auf der ersten Abbildung zu sehen ist, deutlich gelber erscheint als die zweite. Also wohl wie schon weiter oben geschrieben durch langes Stehen im Sonnenlicht passiert. Aber nachdem der Wagen doch im Vergleich zu den silbernen Varianten relativ rar ist, ist das wohl, wie Du auch schon geschrieben hast, hinzunehmen.

Viele Grüsse
martinf



Hallo martinf,
wie erklärt man sich die etwas helleren Farbstriche unter dem linken Esso-Emblem und der hellgraue Einfüllstutzen. Diese Nachpinseleien haben diegleiche Farbe wie die hinter dem Bremserhaus. Auf der linken Kesselseite ist genau die Größe des Bh in der Schutzlackierung ausgespart, daß deutet darauf, daß hier der Sprühstrahl genau von vorne kam, eine solche Aussparung kann durch Sonnenlicht nicht entstehen, auch nicht die hellen Stellen unter dem Esso-Emblem und dem Einfüllstutzen.
Nachdem der Wagen bei der Produktion mit Schutzlack besprüht wurde und man dann später noch Kratzer entdeckt hat, wurden die dann in der Märklin Handlackiererei ausgebessert. Der Lack darunter sieht durch den mit dem Zeit vergilbten Schutzlack leicht gelblich aus, der nachträglich von Hand aufgetragene Lack darauf blieb hellgrau. Wenn auf einer Seite der Schutzlack etwas stärker aufgetragen wurde als auf der anderen Seite, kam es dann zu diesen späteren Unterschieden.
Zu sehen sind die Damen aus der Handlackiererei im Buch >Märklin 50 Jahre H0 1935-1985< Seite 86 oben, >Farbfinish am Gehäuse der Northlander Triebzüge< steht unter dem Bild. Dieses tolle Buch, eins von mehren, wurde von Joachim Kampmann, dem Vetter unseres Heinz Dieters, geschrieben. Er war ein sehr kompetenter und gesuchter Märklin Fachmann, der mir viele Fragen am Anfang meiner Sammlertätigkeit vor 30 Jahren beantworten konnte. Er war auch lange Jahre Veranstalter der Siegerland Tauschbörsen in der Siegerlandhalle in Siegen.
Diese Nachpinseleien, auch an fabrikneuen Teilen, habe ich schon oft gesehen, man kann sie auch sehr gut unter einer Blaulichtlampe erkennen.

Gruß
Hans-Gerd


 
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Erklärungsansätze

#8 von martinf , 02.12.2008 20:42

Hallo Hans-Gerd,

ich persönlich halte es für wahrscheinlicher, dass das Bremserhaus durch Schattenbildung an dieser Stirnseite des Kessels partiell das "vergilben" verhindert hat, als dass der Sprühstrahl "nur" genau von vorne kam. Die etwas helleren Farbstriche könnten z.B. auch durch langjährige Verschmutzungen entstanden sein, die erst nach der Vergilbung entfernt wurden und daher den darunter befindlichen Lack über lange Zeit vor Lichteinfluss geschützt haben. Das ist meine persönliche Meinung. Die Deinige ist sicherlich auch plausibel.

Ich finde jedoch den Hinweis auf die Handlackiererei an dieser Stelle wichtig, aus heutiger Sicht fehlt uns - Perfektion aus europäischer industrieller Fertigung gewohnt - wohl manchmal die Vorstellung, wie vor über 50 Jahren Spielzeug hergestellt wurde

Gruss
martinf

 
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