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Restaurierung einer TM 800

#1 von Br 50 , 03.11.2008 15:03

Hallo,

da ich schon einige Zeit in diesem Wunderbarem Forum mitlese (Danke Heinz-Dieter ) möchte ich mich nun einmal vorstellen und einen kleinen Beitrag mit einfließen lassen.
Mein Name ist Marcel, ich komme aus Herzberg am Harz nahe Göttingen und bin 16 Jahre alt. Mittlerweile beschäftige ich mich nun schon neun Jahre mit diesem wundervollen Hobby.
Angefangen habe ich wie so viele auf dem Teppich mit Material von Lima und Fleischmann.
Als der Wunsch nach einer festen Anlage aufkam, wurde kurzerhand eine gebaut. Nun aber mit Märklin. Ich fahre vorwiegend mit neuem Material, jedoch habe ich auch eine vorliebe für die alten Gußmonster wie sie ein anderer Forenteilnehmer einmal nannte, sodass sich etwa 10 Loks mit dem Baujahr 1960-1985 einfanden. Darunter auch die 0815 Modelle wie die 44er (3047) oder die V200 (3021). Gefahren wird heute Digital mit dem Controlunit 6021.

Doch nun zur TM 800:

Da ich wie oben erwähnt schon das ein oder andere alte Modell in meiner Sammlung habe, hatte ich den Wunsch nach etwas „richtig“ altem. Eine TM 800 kam mir gerade recht da eine SK 800, TT800 oder gar ein CCS 800 mein Budget deutlich gesprengt hätten. Also wurde kurzerhand eine alte verbrauchte Lok in Ebay gekauft.
Hier die Auktion. Einfach in die Ebaysuche schmeißen: 180300910237

Als sie per Post geliefert wurde, stellte sich heraus dass der alte Lack gar nicht mehr zu verwenden war. So wurde dieser mit Verdünnung entfernt. Die Lackierung wurde mit dem Airbrush aufgebracht. Zuerst die Grundierung, dann die Schwarze und zum Schluss die Rote Farbe.
Um scharfe Farbübergänge zu erhalten wurden die Schwarzen Bereiche mit Kreppband abgeklebt. Verwendet wurde Weinert Acryllack (Schwarz Ral 9005, Rot Ral 3000). Danach wurde das Gehäuse nochmal mit einer Klarlackschicht überzogen.

Während den Lackierpausen wurden der Motor und das Getriebe mit Waschbenzin komplett gereinigt. Es ist schon erstaunlich was in einer über Fünfzigjahre alten Lok für Dreck stecken kann
Nachdem der Lok neue Haftreifen spendiert wurden, es war sowieso nur noch ein Plastikhaftreifen vorhanden, ging´s an den Decodereinbau. Da der große Scheibenkollektormotor bleiben sollte, wurde ein Uhlenbrock AnDi eingebaut. (Art. Nr. 75000)
Dann konnte mit der Montage begonnen werden.
Doch nun ein paar Bilder:














Um welche Koll-Version handelt es sich hier eigendlich? Bauzeit?
Da die Lok mein erstes Airbrush-Werk ist, ist die Lackierung vielleicht nicht perfekt. Ich denke aber das sie dadurch im Gegensatz zu vorher schon ansehnlicher geworden ist.
Gekostet hat das ganze ca. 65€. (Decoder schon eingerechnet)
Ich hoffe das ganze gefällt euch etwas.

Viele Grüße aus Herzberg

Marcel

Ps: Der "hochstehende" Bahnsteig in Bild 5 ist doppelseitiges Klebeband das zur Tarnung des darunter befindlichen Entkupplungsgleises darüber geklebt wurde.

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RE: Restaurierung einer TM 800

#2 von Gleis_3600 , 03.11.2008 15:47

Hallo Marcel,

schöne Bastelarbeit!

.... auch wenn mir beim Gedanken von einem Digitdecoder in einer alten Lok regelmäßig übel wird

ABER die Zeit hatte ich auch mal ... vor ein paar Jahren habe ich Loks aus meiner Kindheit (die sind aber bei weitem nicht so alt wie die TM ) mit Decoder umgebaut... mittlerweile habe ich diese aber wieder mit dem alten Umschalter "zurückgebaut"


Gruß
Volker

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RE: Restaurierung einer TM 800

#3 von Br 50 , 03.11.2008 15:53

Hallo Volker,


zuerst wollte ich die Lok auch im Originalzustand belassen, allerdings war ein relativ neues Telex-Relais verbaut. Die Verkabelung war ebenfalls nicht mehr original. Bei anderen Loks wie z.B. die 44er die im Hintergrund auf dem doch recht Unscharfen Bild zu sehen ist, wurde ein Lopi mit Hamo-Motor eingebaut. Die Relais wurden natürlich alle aufgehoben, sodass ein Rückbau jederzeit möglich ist.


Gruß Marcel

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RE: Restaurierung einer TM 800

#4 von modellbahner , 03.11.2008 19:32

Hallo Marcel,
da hast Du aber ganz gute Arbeit geleistet.
Kann es sein, dass die Lok etwas ruckartig fährt. Oder macht die Lok beim fahren ein rhytmisches Geräusch?

Ich frage deshalb, weil auf dem letzten Foto zu erkennen ist, dass das Rad auf der letzten Achse nicht die gleiche Stellung hat wie das Rad davor. Deutlich erkennbar befindet sich die Gestängebefestigungsschraube nicht in der Mitte der Bohrung von der Kuppelstange. (Schwer zu formulieren )
Die Räder auf der anderen Seite stehen genau richtig.

Gruss
Oswin


 
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RE: Restaurierung einer TM 800

#5 von Br 50 , 03.11.2008 20:03

Guten Abend Oswin,

danke für deinen Hinweis.
Allerdings fährt die Lok ganz gut.
Die Löcher der Kuppelstangen sind jedoch recht großzügig bemessen sodass dieser leichte Versatz der Lok nichts anhaben kann.
Diesen Versatz kann man aber bei vielen Märklinloks älteren Baujahres beobachten.


Marcel

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RE: Restaurierung einer TM 800

#6 von modellbahner , 04.11.2008 08:33

Hallo Marcel,
wenn die Lok gut läuft, dann ist es gut. Trotzdem sollte man das im Auge behalten. Meistens macht sich ein fehlerhafter Versatz anfangs durch ein leichtes Geräusch ,dass später immer stärker wird, bemerkbar.
Dieser Fehler dürfte bei dieser Lok eigentlich nicht so schnell auftreten, weil ja alle Räder angetrieben sind.
Bei den neueren Loks, wo nur eine Achse direkt und die Andern über das Gestänge angetrieben sind, kommt dieser Fehler sehr oft vor.



Gruss
Oswin


 
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RE: Restaurierung einer TM 800

#7 von Gleis_3600 , 04.11.2008 09:00

Huhu,

immer wieder sieht man wie Leute die angetriebenen Achsen einer Lok mit der Hand "drehen".... also die Lok auf dem Kopf stehend in der Hand halten und dann die Räder drehen.

Wenn man dabei die Räder mit den Zahnkränzen bewegt kann eigentlich auch nichts weiter passieren... beim drehen der gegenüberliegenden Räder ohne Zahnkranz kann man aber sehr schnell mal ein Rad auf der Achse verdrehen.

Ich hatte das auch bisher (fast) immer nur bei Rädern Gesehen die einem angetriebenen gegenüberliegen - also genau wie auf dem Bild oben.

Du kannst das vielleicht auch ganz einfach wieder halbwegs "richten"... einfach das angetriebene Rad auf der Achse gut festhalten und dann das andere Rad versuchen zu drehen...


Gruß
Volker

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RE: Restaurierung einer TM 800

#8 von modellbahner , 04.11.2008 09:31

Zitat von Gleis_3600
Du kannst das vielleicht auch ganz einfach wieder halbwegs "richten"... einfach das angetriebene Rad auf der Achse gut festhalten und dann das andere Rad versuchen zu drehen...


Hallo Volker,
das ist ein gut gemeinter Rat. Aber solange die Lok noch läuft und das nicht stört, würde ich die Räder so lassen. Durch das Verdrehen wird das Rad ja wieder ein kleines Stück mehr gelockert.
Eine Korrektur halte ich erst dann für sinnvoll, wenn das Rad sich von selbst weiter verdrehen und sich lockern würde.

Gruss
Oswin


 
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RE: Restaurierung einer TM 800

#9 von Christian H. ( gelöscht ) , 04.11.2008 19:20

Nettes Projekt und handwerklich gut umgesetzt.
NUR... : ein Digitaldecoder gehört einfach nicht in eine TM, das steht mal fest.

Christian H.

RE: Restaurierung einer TM 800

#10 von modellbahner , 04.11.2008 19:44

Zitat von SunTse
ein Digitaldecoder gehört einfach nicht in eine TM, das steht mal fest.


Zitat von Gleis_3600
.... auch wenn mir beim Gedanken von einem Digitdecoder in einer alten Lok regelmäßig übel wird


Hallo Leute,
ich kann diese Meinungen zwar nachvollziehen. Wenn Marcel sein Lok aber lieber digital steuern möchte, dann ist das doch auch in Ordnung.Oder
Ich würde mit Marcel nicht so hart in's Gericht gehen.

Schaut mal hier Umbau mit Dekoder sind schon einige Fragen zu so einem Umbau aufgetaucht.


Gruss
Oswin


 
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RE: Restaurierung einer TM 800

#11 von Heinz-Dieter Papenberg , 04.11.2008 20:11

Hallo Oswin, hallo Leute,

Zitat von modellbahner
Ich würde mit Marcel nicht so hart in's Gericht gehen



das hat aber auch keiner wirklich gemacht.

Ich selber stehe auch auf dem Standpunkt das in eine alte Märklin Lok kein Decoder rein gehört.

Aber trotzdem sage ich das es jeder selber wissen muß ob er umrüstet oder nicht

Wir hatten z.B. bei unserem letzten Stammtisch einen Kollegen dabei der einen Lopi in eine SK 800 eingebaut hat, das war für mich persönlich nicht nachvollziehbar, aber den anderen Kollegen hat es sehr gefallen.

Da scheiden sich nun mal die Geister. Ich habe auch nur einige wenige analoge Loks auf digital umbauen lassen und die waren alle nicht jünger als Bj. 1978. Alles was vor 1978 gebaut wurde da wird bei mir niemals ein Decoder rein kommen. Aber wie schon gesagt ist das meine rein persönliche Meinung und ich bin auch keinem böse der das anders sieht.

Gruß

Heinz-Dieter Papenberg


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RE: Restaurierung einer TM 800

#12 von Gleis_3600 , 04.11.2008 20:18

Zitat von modellbahner

Zitat von Gleis_3600
.... auch wenn mir beim Gedanken von einem Digitdecoder in einer alten Lok regelmäßig übel wird



ich kann diese Meinungen zwar nachvollziehen. Wenn Marcel sein Lok aber lieber digital steuern möchte, dann ist das doch auch in Ordnung.Oder
Ich würde mit Marcel nicht so hart in's Gericht gehen.




Hallo Oswin,

du zitierst einen einzigen Satz und reißt ihn somit vollkommen aus dem Zusammenhang...

Ich habe weder geschrieben, dass ich Marcels Entscheidung einen Decoder einzubauen nicht nachvollziehen/respektieren könnte noch bin ich generell mit ihm "hart in's Gericht" gegangen...

Lese doch mal genau was ich oben geschrieben habe - und achte auch auf die verwendeten Smilies.


Gruß
Volker

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RE: Restaurierung einer TM 800

#13 von martin67 , 04.11.2008 20:20

Hallo,

und herzlich willkommen im Forum! Schönes Projekt, gut umgesetzt.

Zitat
Angefangen habe ich wie so viele auf dem Teppich mit Material von Lima und Fleischmann.



Klar, daß mir das gefällt! Zeigt es doch daß Lima einen nicht unerheblichen Beitrag zum Thema Einsteiger geleistet hat. Viele vergessen das gern im Laufe der Zeit!

Du bist wahrscheinlich einer der jüngsten Teilnehmer hier. Auch das finde ich schön. Klassische Modellbahnen gehören ja nicht gerade zu den Hauptinteressengebieten junger Modellbahner.

Zum Decoder, ich finde, wenn eine Lok schon mal eine Neulackierung spendiert bekam und damit nicht mehr so richtig original ist, schadet auch kein Decoder mehr!

Grüsse aus dem Süden,

Martin


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RE: Restaurierung einer TM 800

#14 von Br 50 , 04.11.2008 21:41

Hallo


Da ich mich eher zu den Betriebsbahnern zähle bin ich solchen Umbauten eigentlich sehr aufgechlossen. Solange an einem Modell nichts verändert wird was sich nicht mehr rückgängig machen lässt, denke ich ist es ganz in Ordnung ein alte Lökli Digitaltauglich zu machen.
Allerdings sieht meinermeinung nach das ganze bei Sammlungswürdigen Maschinen, also wenig gelaufen, Originalverkabelung und originales Relais ganz anders aus.
Besonders wenn es sich um eine seltene oder wertvolle Lok handelt. (SK 800,DL 800,TT800 usw.)




Hier nocheinmal ein Bild der Lok im Originalzustand.
Am Dach wurde wohl damals schon mit
einer nicht ganz so passenden Farbe nachlackiert.




Gruß Marcel

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RE: Restaurierung einer TM 800

#15 von modellbahner , 05.11.2008 09:12

Zitat von Heinz-Dieter Papenberg

Zitat von modellbahner
Ich würde mit Marcel nicht so hart in's Gericht gehen



das hat aber auch keiner wirklich gemacht.

Ich selber stehe auch auf dem Standpunkt das in eine alte Märklin Lok kein Decoder rein gehört.




Hallo Leute,
das habe ich auch nicht so gemeint.
Die Frage Umrüsten oder nicht ist wirklich eine Glaubensfrage.
Hier habe ich wohl vergessen, einen Smilie zu setzen.

Marcel hat auch geschrieben, dass er seine Lok jederzeit wieder zurückbauen kann. Das zeigt , dass es seine Lok auch gerne im originalen Zustand haben möchte, wenn es ihm danach ist.
Man kann zu einer digitalen Steuerung eine kritische Einstellung wegen den Veränderungen an den Loks haben.
Der Vorteil einer Digitalsteuerung ist aber nicht von der Hand zu weisen. Jeder hat sich doch früher gewünscht, jede Lok individuell steuern zu können. Das geht aber nicht ohne Veränderungen an den Loks.

Wenn jemand Veränderungen an seinen Loks nicht durchführen möchte, dann ist das für mich auf jeden Fall nachvollziehbar. Auf keinen Fall würde ich aber sagen, das er seine Loks umbauen muss.
Entsprechend würde ich zu Leuten, die in ihre Loks Digitaldekoder einbauen, niemals sagen, dass man das nicht macht.

@ Volker und SunTse
Ich will hier keinen Glaubenskrieg vom Zaun brechen.

Die Restaurierung und der Umbau stellen für mich eine gelungene Arbeit dar.

Gruss
Oswin


 
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RE: Restaurierung einer TM 800

#16 von tischbahn , 05.11.2008 10:43

Hallo Marcel,

zum Decodereinbau sag ich nix, das muß jeder für sich entscheiden!
Aber warum hast du eigentlich die Lok komplett lackiert? So schlecht sah sie doch gar nicht aus.
Ich halte es für mich so, dass mir der org. Lack mit vertretbaren Macken 10-mal lieber ist, als eine Komplettlackierung. Abgesehen von Ausbesserungen an den "roten" Stellen hätte ich hier wohl nichts weiter gemacht. Aber auch da gehen die Meinungen sicherlich weit auseinander.

Viel Spaß damit auf deiner Anlage.
Gruß,
Horst

 
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RE: Restaurierung einer TM 800

#17 von Br 50 , 05.11.2008 13:46

Hallo Horst


Neulackierung aus zwei gründen:

1. wollte ich mal ein wenig Erfahrung mit dem airbrush sammeln und
2. hatte die Lok noch eine menge andere Macken die man auf dem Foto nicht erkennen kann. Eine Farbausbesserung mit originalfarben, gut und schön aber hier hätte ich den Lack noch kaufen müssen. Der Weinertlack war schon vorhanden.
Ich habe lieber eine restaurierte Tm 800 als eine stark bespielte. Aber das ist natürlich mal wieder Ansichtssache.


Gruß Marcel

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