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Auseinandernehmen Märklin Drehscheibe 7186

#1 von koef2 , 22.09.2012 13:33

Hallo,

im Unterforum Märklin gibt es einige Infos zur Märklin-Drehscheibe 410 und 7186. Zur Wartung der 7186 hab es mal einen schönen Workshop, der leider nicht mehr verfügbar ist.

Da ich mir eh hier im Forum eine Drehscheibe von einem Forumskollegen gekauft habe, beschreibe ich hier, wie ich die Drehscheibe 7186 auseinander genommen habe.

Zunächst geht es in diesem Teil 1 um die Trennung von der Drehbühne.


Bild: Oberseite


Bild Unterseite

Der Motor sitzt unter dem Bedienerhäuschen der Bühne. Zum Abnehmen der Abdeckung sind 2 Schrauben zu lösen. Eine Schraube sitzt an der langen Seite der Häuschenwand, die andere Schraube an der rechtwinklig Metalllasche von Häuschen zur Drehbühne. Habe leider vergessen, davon Bilder zu machen.

Nach dem Öffnen habe ich von der Verkabelung BIlder gemacht.


Bild Verkabelung 1


Bild Verkabelung 2


Bild Verkabelung 3

Im Bedienerhäuschen sitzt der Motor samt Einrastkinematik für die Bühne an den Gleisabgängen. Zur Einrastkinematik ist eine Spule eingebaut, welche den Einrasthebel zurückzieht, damit sich die Bühne drehen kann. Im meiner alten Version ist auch noch eine Glühbirne vorhanden. Von dem Motor wird über Lager und Getriebe die Drehung auf ein Zahrad übertragen, welche auf den feststehenden Zahnkreis im Bühenbogen wirkt und somit die Drehung der Bühne erzeugt.


Bild Getriebe


Bild Eingriff Zahnrad auf feststehenden Zahnkreis im Bühnenboden

Ich habe die Drehbühne entfernt, um die Kontaktierungen von Bühne zu Bühnenboden zu kontrollieren. Hierzu muss ein Sicherungsring mit dem Schraubenzieher vorsichtig entfernt werden, dann kann die Bühne abgehoben werden. Wichtig: unterhalb der Bühne ist ein einfacher Metallfederring, welcher gern schnell verloren geht.


Bild: Position Sicherungsring Unterseite Drehscheibe


Bild: Metallfederring unterhalb Bühne

Bühne nach oben abziehen.


Bild: Bühnenboden ohne Drehbühne


Bild: Unterseite Drehbühne

So, im nächsten Teil geht es dann weiter.

Viele Grüße
Kai
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Teil 2 Auseinandernehmen Märklin Drehscheibe 7186

#2 von koef2 , 24.09.2012 18:08

Hallo Zusammen,

und weiter geht es.

Zur Dokumentation die seitlichen Anschlüsse und unten.


Bild seitliche Anschlüsse

Im Sammlerleitfaden existieren Anschlusspläne von Edmund.


Bild Verkabelung unten Teil 1


Bild Verkabelung unten Teil 2

Dokumentation der Anschlüsse Motorschild. Die brauchte ich wirklich, da Probleme auftauchten.


Bild Anschlüsse Motorschild

Zunächst Kupfer- und Kohlebürste entfernen. Hier mit eienr feinen Pinzette die Drähte hoch nehmen und vorsichtig zur Seite schieben. Nun die Bürsten entfernen. Evt. mit kleinem Schraubenzieher seitlich dran ziehen.
2 Schreiben am Motorschild lösen. Vorsichtig Motorschild zur Seite wegnehmen. Ich habe mir dabei das Kabel, welches zur Motorspule geht abgerissen.

Nun Ansichten des verunreinigten Ankers.


Bild Anker unter abgenommenen Motorschild


Bild verschmutzter Anker


Bild in die Motoraufnahme

Motorblock, Motorsichild und auch den Rest mit SR24 und Ohrenstäbchen reinigen. Zum Schluss mit sauberen Ohrstäbchen nachputzen.
Die Kontakte der Drehbühne und im Bühnenboden um die Aufnahme des Stiftes der Drehbühne herum ebenfalls mit SR24 reinigen. Sofern die Farben und der Kunststoff ölbeständig ist, geht dies auch mit Ballistol.
Den Anker reinige ich ebenfalsl mit SR24 und Glasfaserradierer. Hier im Forum werden auch noch andere Methoden beschrieben.


Bild gereinigter Anker 1


Bild gereinigter Anker 2

Das abgerissene Kabel zu Motorspule habe ich leicht mit isolierter Litze durch Elektroniklöten verlängert und mit Schrumpfschlauch noch isoliert.
Nun alles wieder zusammensetzen. Aber vorher im Motorblock wenig wenig wenig Öl seitlich das Zahnrad im Motorblock geben. Ich hatte Probleme, dass dies zunächst sehr trocken lief und die Schmierung von Außen nicht reichte.
Alles weiter zusammenbauen (Anker, Motorschild, Bürsten erneuern, ...)
Nun ein Tropfen von vorn auf die Führung des Ankers im Motorschild. Von Hinten sind zwei Lagerstellen vorhanden (Anker und ein Zahnrad), hier ebenfalls ein wenig ölen.
Die Achsen und Zahnräder des Getriebes bis zum Zahnkreis im Bühnenboden auch ein wenig ölen.

Kleine Metallfeder auf Stift der Drehbühne setzen, festhalten und Bühnenboden aufstecken. Dann Sicherungsring aufstecken und mit Hilf einer kleinen Zange richtig auf dem Stift verankern.

Beim Probebetrieb ohne Gehäuse lief der Motor teilweise in einer Richtung nicht richtig an und musste in Schwung gebracht werden. Teilweise brummte es leicht. Hier hatte die eine Lötstelle Kontakt zum Metall des Motorschildes. Die Lötstelle etwas weg gebogen und schon lief es einwandfrei. Wichtig: wenn der Motor brummt und dabei still steht SOFORT Spannungsversorgung abziehen. Die Motoren mögen das nicht und es kann zu einer Erwärmung des Ankers kommt, der bei mir auch dazwischen Kunststoff hatte.


Bild Problemlötstelle

Nun Gehäuse drauf und fleißig ausprobieren.


Bild zusammengebaute Drehbühne

Die Drehbühne auseinander zunehmen ist nichts für blutige Anfänger. Aber mit ein wenig mechanischer Erfahrung geht das.

Folgendes muss man ja leider heute sagen: alle Angaben ohne Gewähr, für Schäden übernehme ich KEINE Haftung.

Viel Erfolg und Spaß
Euer
Kai
Koef2


 
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RE: Teil 2 Auseinandernehmen Märklin Drehscheibe 7186

#3 von raily , 25.09.2012 00:00

Moin Kai,

danke für diese Baubeschreibung,
diese Scheibe steht bei mir auch noch zur Anschaffung an.

Es interessierte mich, ob man da auch einen HLA mit Dec. einsetzen kann, müßte dann sicherlich ruhiger laufen?

Hat die überhaupt schon jemand digitalisiert, in Antrieb und Steuerung?

Viele Grüße,
Dieter.


Märklinbahner (H0 AC) mit Pause seit `61, favorisierend die älteren Modelle, Ep. III-IVa. Und neuerdings ein bißchen DC.

wd.


 
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RE: Teil 2 Auseinandernehmen Märklin Drehscheibe 7186

#4 von Old Märklinist , 25.09.2012 11:19

Hallo zusammen,
Kai , vielen Dank für Deine Mühe mit der Drehscheibe.
Ja irgend wann ist auch mal der Motor der Drehscheibe zur Inspektion fällig,dann ist man froh wenn wir an die Drehscheibe auf der Anlage dran kommt.
Dieter,jetzt hast Du mir das Stichwort gegeben mit Drehscheibe digitalisieren,das war bis jetzt mit großem Aufwand betrieben worden.
Werde mir mal eine zweite zulegen und es mal mit einem HLA und Funktionsdecoder probieren,einen Versuch ist es wert.


die besten Grüße aus dem Glantal, Edmund


 
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RE: Teil 2 Auseinandernehmen Märklin Drehscheibe 7186

#5 von koef2 , 25.09.2012 20:54

Hallo zusammen,

zur Digitalisierung gibt es im Stummiforum aber auch auf anderen Webseiten viele Informationen.
Zur Verringerung der Lautstärke auch.
Zur Drehscheibe gibt es aber hier im Forum Infos und es wurde da schon etwas diskutiert.

Ich selbst habe aber das alles nur gelesen und selbst liegen keine Erfahrungen vor.

Es gab auch eine Umbaubeschreibung, wie die Drehscheibe mit Gleichstrom betrieben werden kann, damit die Spule zum Anzug der Einrastzungen/-hebel leiser wird. Die Spule habe ich nicht ausgebaut, da alles einwandfrei lief. Habe etwas Ballistol rein gesprüht, viel den Tauchanker hin und her bewegt und mit Ohrenstäbchen weggewischt und trocknen lassen.

Viele Grüße
Kai
Koef2


 
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RE: Teil 2 Auseinandernehmen Märklin Drehscheibe 7186

#6 von Haennie , 29.01.2013 19:22

Hallo,
hoffe, dass mir geholfen werden kann. Meine 7186 Drehscheibe entriegelt und läuft gut in beide Richtungen. Aber, der Motor schaltet nicht ab. Er läuft und läuft wie ein alter VW Käfer. Es sollte doch nach dem Einrasten durch die Kupplung ein Abschalten erfolgen, wobei ich das technisch nicht ganz nachvollziehen kann. Die Gummis der Kupplung habe ich entfettet, aber der Motor rennt. Nur durch Steckerziehen erfolgt ein Stillstand :(
Gruß Hans


und immer Ha Ho He, Hertha BSC


 
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RE: Teil 2 Auseinandernehmen Märklin Drehscheibe 7186

#7 von Blechgleis , 29.01.2013 20:26

Hallo,

noch eine kleine Info zu den 7186 Drehscheiben,
die meiner Meinung noch fehlt, zu dem guten Bericht.

Kohlebürsten: 1 Satz Artikelnummer 600300

Gruß Wolfgang


http://ebenstrit.lima-city.de/moba/


 
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RE: Teil 2 Auseinandernehmen Märklin Drehscheibe 7186

#8 von toy-doc , 29.01.2013 20:33

Zitat von Haennie im Beitrag #6
Hallo,
hoffe, dass mir geholfen werden kann. Meine 7186 Drehscheibe entriegelt und läuft gut in beide Richtungen. Aber, der Motor schaltet nicht ab. Er läuft und läuft wie ein alter VW Käfer. Es sollte doch nach dem Einrasten durch die Kupplung ein Abschalten erfolgen, wobei ich das technisch nicht ganz nachvollziehen kann. Die Gummis der Kupplung habe ich entfettet, aber der Motor rennt. Nur durch Steckerziehen erfolgt ein Stillstand :(
Gruß Hans


Moin Kai!
Zur Beantwortung obiger Frage habe ich mir erlaubt, einen Pfeil in Dein "Foto 3" einzufügen.
Wenn Du das als Urheber nicht möchtest, lösche ich es wieder!

Moin Hans!
Vermutlich trennt der gezeigte Kontakt nicht und Du mußt ihn nachjustieren.
Wenn er sich nicht schrauben lässt, dann vorsichtig die Kontaktfeder biegen


Gruß
toy-doc


 
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RE: Teil 2 Auseinandernehmen Märklin Drehscheibe 7186

#9 von Blechgleis , 29.01.2013 20:43

Hallo, genau
auf der anderen Seite (Foto) die Schraube vom Hebel zum Tauchanker
darf bei meiner Scheibe nicht zu fest angezogen, und nicht zu locker sein.

Wolfgang


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RE: Teil 2 Auseinandernehmen Märklin Drehscheibe 7186

#10 von Haennie , 30.01.2013 05:50

Hallo,
Danke für die Antworten. Der Kontakt ist ok, die Schraube ist nicht fest angezogen, werde sie aber heute nochmal genauer überprüfen
Gruß Hans


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RE: Teil 2 Auseinandernehmen Märklin Drehscheibe 7186

#11 von karlheinz103 , 30.01.2013 11:25

Hallo zusammen,

nach der Fertigstellung der Kranrevision werde ich euch die Drehscheibe als Genaralüberholung aufzeigen. Ich habe Erfahrung damit.
Was den Tauch bzw. Schlupfanker betrifft so ist die Einstellung nicht alleine eine Sache der Bimetall Feder.

Die meisten Schlupfanker sind im inneren der Spule verölt bzw. verschmutzt.

Deshalb ist ein leichtes "gleiten" in der Spule nicht gegeben. Dazu schreibe ich euch was am Wochenende.

Gemach Freunde. Das ist alles nicht so einfach wie es aussieht. Was euch in der Drehscheibenrevision erwartet seht ihr auf den drei folgenden Bildern. Also noch etwas Geduld.







Gruß
KH


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RE: Teil 2 Auseinandernehmen Märklin Drehscheibe 7186

#12 von Haennie , 30.01.2013 18:29

Hallo Karl Heinz, jetzt muß ich doch noch auf Deinen Bericht warten. Meine Drehscheibe muckt weiter. Alles ist leichtgängig, der Magnet arbeitet sauber, der Kontakt schaltet und trennt, die Verriegelung arbeitet, aber der Motor hält nicht an...
Gruß Hans


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RE: Teil 2 Auseinandernehmen Märklin Drehscheibe 7186

#13 von karlheinz103 , 31.01.2013 13:27

Zitat von Haennie im Beitrag #12
Hallo Karl Heinz, jetzt muß ich doch noch auf Deinen Bericht warten. Meine Drehscheibe muckt weiter. Alles ist leichtgängig, der Magnet arbeitet sauber, der Kontakt schaltet und trennt, die Verriegelung arbeitet, aber der Motor hält nicht an...
Gruß Hans


Hallo Hans,

ohne aufschlussreiche Bilder ist es ein Unterfangen dir die richtige Antwort zu geben. Ich gehe aber mal den Fehler den du Beschreibst systematisch an.

Falls der Unterbrecher nach dem anfahren der Scheibe sich nicht selbstständig ausschaltet nach dem erfolgreichen arretieren liegt natürlich Dauerstrom an welcher seine Ursache darin hat das irgendwo der Stromfluß welcher durch die Bimetallfeder abgeschaltet werden sollte weiterhin besteht. Springt die Bimetallfeder zurück hast du am Motor Masseschluß durch irgend ein kleines Kabelende das den Taster überbrückt. Das Kabelende kann sogar so dünn sein wie ein Haar und irgendwo abstehen und so zum Masseschluß führen.

Hast du eine Scheibe mit der kleinen Birne auf dem Dach dann untersuche dort gleich ob alle Drähte sauber verlötet sind und keine "Brücke" entstanden ist. Falls hier alles sauber und mit rechten Dingen zugeht bleibt die nur noch der Taster d.H das Stellpult selbst ist nicht mehr in Ordnung. Überprüfe das Stellpult ob alles sauber arbeitet.

Beim anfahren der Scheibe musst du etwas länger auf dem Taster für die entsprechende Drehrichtung bleiben. Dann läuft die Scheibe bis zum arretieren alleine durch und bleibt nach erfolgreichem arretieren von alleine stehen und der Stromzufluß wird durch die Bimetallfeder abgeschaltet. Hier kommen wir zu einer Sache welche Kai angesprochen hat. Er schiebt seine Scheibe etwas an. Das soll nicht sein. Läuft die Scheibe zu schwer an ohne Belastung dann muß sie grundlegend gereinigt werden. Sie ist zu träge. Wichtig hierbei ist auch das sie in der Verzahnung im Kranz der Bühnengrube nicht verzogen ist. Viele versuchen den Zahnkranz aufzurichten weil er eine leicht wellige unpassende Form hat. Hände weg. Das muß so sein. In der Drehbewegung der Oberbühne wurde die Spannung herausgenommen durch zurechtbiegen des Drehkranzes in der Grube. Somit sieht sie leicht wellig aus. Das ist OK und muß so sein.

Also überprüfe ob du durch ein unsaubereres Kabel Dauerstrom erzeugst und ob die Scheibe sauber abschaltet am Bimetall. Falls die Kabel sauber verlötet sind ist es das Stellpult. Vorraussetzung ist natürlich das alle Teile sauber verbaut worden sind und die Hebel zum Tauch/Schlupfanker sauber arbeiten und dieser sauber trennt.

Gruß
KH


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RE: Teil 2 Auseinandernehmen Märklin Drehscheibe 7186

#14 von Haennie , 31.01.2013 19:23

Hallo KH,
nach weiteren vergeblichen Versuchen, habe ich die Bühne wieder abgebaut. Ich habe den Verdacht, dass z.B. der schwarze Hebel etwas verbogen ist. Weiter fiel mir erst jetzt auf, dass der Kontakt vom Magneten bei mir gerade ist, bei Dir ist er geknickt. Auf jeden Fall habe ich noch keinen Durchblick, wie die Elektrik in Verbindung zur Mechanik funktioniert. Ich habe 16VAC an die Spule angelegt und erwartet, dass der Magnet sauber anzieht. Aber weit gefehlt, die ganze Mimik rappelt hin und her... Werde am Wochenende mir viiiel Zeit nehmen...
Aber Deine Bilder und die Beschreibung sind unbezahlbar... Großes Danke
Gruß Hans


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RE: Teil 2 Auseinandernehmen Märklin Drehscheibe 7186

#15 von karlheinz103 , 01.02.2013 05:26

Zitat von Haennie im Beitrag #14
Hallo KH,
nach weiteren vergeblichen Versuchen, habe ich die Bühne wieder abgebaut. Ich habe den Verdacht, dass z.B. der schwarze Hebel etwas verbogen ist. Weiter fiel mir erst jetzt auf, dass der Kontakt vom Magneten bei mir gerade ist, bei Dir ist er geknickt. Auf jeden Fall habe ich noch keinen Durchblick, wie die Elektrik in Verbindung zur Mechanik funktioniert. Ich habe 16VAC an die Spule angelegt und erwartet, dass der Magnet sauber anzieht. Aber weit gefehlt, die ganze Mimik rappelt hin und her... Werde am Wochenende mir viiiel Zeit nehmen...
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Hallo Hans,

das Bild mit der geknickten Kontaktfeder stammt nicht von mir. Es gehört nach weiter oben zum vorhergehenden Posting. Wenn deine Kontaktfeder gerade ist so ist das richtig. Auf keinen Fall verbiegen. Sonst ist die Auflagefläche der beiden Kontaktplättchen nur noch Punktuell. Damit reißt dir ständig der Kontakt ab. Die Feder sollte gerade oder leicht nach hinten geneigt stehen. Die eigentliche Einstellung der sauberen Kontaktfläche und der richtige Abstand wird am gegenüber liegenden Punkt der verstellbaren Kontaktschraube in der Pertinaxplatte eingestellt. So wie wir früher den Unterbrecherkontakt beim PKW eingestellt haben. Das selbe Prinzip. Nur nicht zwangsmechanisch durch einen Nocken gesteuert sondern elektrisch anziehen und loslassen. Die Kontaktfeder selbst soll auch im Betrieb wenn sie durch längeres Betätigen erwärmt wird zuverlässig ihren Dienst verrichten. Daher bitte die Kontaktfeder nicht verbiegen.

Die Bilder die ich gezeigt habe sind etwas dunkel. In der Drehscheibenrevision werden sie besser dargestellt werden. Das dauert noch etwas weil es eine "Sauarbeit" ist alles plausibel darzustellen. Siehe die Kranrevision. Da steckt unsägliche Arbeit drin. Wenn die Kranrevision sauber, komprimiert,verständlich,plausibel validiert ist werde ich mich hier mit den Admins austauschen damit die Revision auf ein brauchbares Maß abgespeckt und von allem überflüssigen Geschreibsel befreit wird. Daher hängt alles noch etwas hinten dran bei der Kranrevision. Das geht manchmal nicht so schnell.

Hier mal ein Bild wie die Kontaktfeder bei fachgerechter Montage auszusehen hat.



Im nächsten Bild ist die absolut saubere Masseverlötung der Spule zur Pertinaxplatte auf die Mittlere Schraube zu sehen. Das ist einer der Punkte die sehr genau ausgeführt werden müssen. Ich hatte schon "Scheiben" in der Hand die absolut nicht anlaufen wollten. Mein erster Griff ist mit dem Schraubendreher diese Schraube etwas zu lockern, wieder anzudrehen und nach dem Kabel zu sehen bevor ich nach dem eigentlichen Fehler suche. Wenn hier der Kontakt nicht stimmt läuft die ganze Scheibe nicht mehr.



Und hier passieren dann die meisten Fehler. Der eng begrenzte Raum auf der unteren Pertinaxplatte mit dem Abzweig zu den drei Kontaktfederblechen auf der Drehbühne. Die darf nur in gelockertem Zustand gelötet werden, da sie durch Hitzeentwicklung beim löten sehr schnell auseinander brechen kann.



Alles nicht ganz so einfach wie es auf den ersten Blick scheint.

Auf dem Bild das toy-doc nochmals gezeigt hat mit der gebogenen Kontaktfeder siehst du übrigens das der Tauch/Schlupf/Anker etwas nach aussen steht, und die Feder nach innen gebogen wurde. Das richtige Maß wäre wenn der Anker in der hinteren Position also nach innen gedrückt steht und die Feder etwas leicht nach hinten geneigt anliegt, so das sich beide Kontaktpunkte Mittig berühren. Dann kann man durch leichtes lösen der Überwurfmutter den Kontakt in der Pertinaxplatte von hinten her mit dem Schraubendreher in die richtige Position bringen und justieren. Dieser Kontakt lässt sich durch die etwas größere Bohrung in der Pertinalplatte gut zentrieren. Es ist auch auf jeden Fall darauf zu achten das der Umlenkhebel an welchem Die Konaktfeder aufgenietet ist auf der gegenüberliegenden Seite richtig mit der abgesetzten Schraube sauber in der Passung liegt. Dabei ist auf die Blechfederscheibe zu achten die den Arretierungshebel in der "Schwebe" halten muß.

Hier mal das Ensemble.









So sollte das ganze dann verbaut aussehen.







Gruß
KH


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RE: Teil 2 Auseinandernehmen Märklin Drehscheibe 7186

#16 von Haennie , 01.02.2013 05:59

Hallo KH,
ok, das hilft schon weiter... Werde Morgen erst weiterbasteln. Aber Du gibst Dir unheimliche Mühe! Wirklich supernett...
Gruß Hans


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RE: Teil 2 Auseinandernehmen Märklin Drehscheibe 7186

#17 von Haennie , 02.02.2013 20:01

Hallo,
also ich geb auf. Die Drehscheibe ist sauber, gut ausgerichtet, gefettet, (nicht die Kupplung). Sie läuft gut, der Magnet zieht sauber an. Nur wenn ein Gleis verriegelt, läuft der Motor immer weiter. Abhilfe geht nur durch Abziehen des gelben Steckers am Pult. Ich werde mir erstmal so weiterhelfen. Ich habe noch soviel andere Baustellen an der Anlage. Eine nicht gut laufende Schiebebühne z.B.
Trotzdem noch mal ein Danke an alle Helfer...
Gruß Hans


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RE: Teil 2 Auseinandernehmen Märklin Drehscheibe 7186

#18 von karlheinz103 , 02.02.2013 20:28

Zitat von Haennie im Beitrag #17
Hallo,
also ich geb auf. Die Drehscheibe ist sauber, gut ausgerichtet, gefettet, (nicht die Kupplung). Sie läuft gut, der Magnet zieht sauber an. Nur wenn ein Gleis verriegelt, läuft der Motor immer weiter. Abhilfe geht nur durch Abziehen des gelben Steckers am Pult. Ich werde mir erstmal so weiterhelfen. Ich habe noch soviel andere Baustellen an der Anlage. Eine nicht gut laufende Schiebebühne z.B.
Trotzdem noch mal ein Danke an alle Helfer...
Gruß Hans


Hallo Hans,

wer wird denn hier gleich die Flinte ins Korn werfen. Werfe lieber Morgen mal die Kamera an, damit ich sehen kann was du gelötet hast. Dann wird das schon.

Gruß
KH


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RE: Teil 2 Auseinandernehmen Märklin Drehscheibe 7186

#19 von koef2 , 02.02.2013 21:24

Hallo zusammen,

hört sich eigentlich so an, als würde ein Elektromagnet sich nicht Entmagnetisieren.

Viele Grüße
Kai
Koef2


 
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RE: Teil 2 Auseinandernehmen Märklin Drehscheibe 7186

#20 von karlheinz103 , 02.02.2013 22:05

Zitat von koef2 im Beitrag #19
Hallo zusammen,

hört sich eigentlich so an, als würde ein Elektromagnet sich nicht Entmagnetisieren.

Viele Grüße
Kai
Koef2


Hallo Kai,

das ganze Problem sind ja immer die fehlenden aussagekräftigen Bilder bzw. was schon unternommen wurde. Meist wird dann die nächste Baustelle aufgemacht. Man erfährt dann nur noch wenig. Laut seinen Angaben verriegelt die Scheibe, aber schaltet nicht ab. Es gibt nur zwei Alternativen.

Die erste wäre das ein Kabel auf Dauerstrom gelötet wurde und somit die Abschaltung überbrückt.

Das zweite wäre der von dir angesprochene Punkt das der Tauch/Schlupfanker seinen Dienst nicht richtig versieht. Dazu ist nötig das die Bimetallfeder richtig eingestellt ist und die Spulenführung für den Tauchanker ölfrei und leichtgängig ist.

Aber ohne Bilder bin ich da machtlos.

Gruß
KH


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RE: Teil 2 Auseinandernehmen Märklin Drehscheibe 7186

#21 von Mathieu , 11.03.2018 22:58

Liebe Leute,
das ist mein erster Tag und mein erster Beitrag in diesem Forum. Ich habe eine Drehscheibe 7186 geerbt, die aber Probleme hat:
- der Motor macht ca, 75% der Zeit schauerliche, kreischende Nebengeräusche (den Rest der Zeit läuft er laut, aber mit "normalem" Ton)
- die Drehscheibe stoppt nicht, wenn sie einen Gleisanschluss erreicht.
Das letztere Problem scheint ein feinmechanisches zu sein: Der Mechanismus, der das Einrasten besorgt, fühlt sich irgendwie schwergängig und verhakt an.
Auseinandernehmen in die Hauptbestandteile, reinigen und ölen hat nicht geholfen; das komplette Zerlegen des Motors traue ich mir aber nicht so recht zu. Auch finde ich, wenn die Bühne zusammengebaut ist, nicht den Punkt, wo die Mechanik hakt ...
Hat jemand eine Idee, was ich unternehmen könnte?
Viele Grüße


Mathieu  
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RE: Teil 2 Auseinandernehmen Märklin Drehscheibe 7186

#22 von 1borna , 12.03.2018 20:29

Hmm, vielleicht ist ein Teil des Switch-Mechanismus verzerrt und vielleicht ist die ganze Bridge (und die Base) verzerrt? Könnte sie die Brücke abheben, sie umdrehen und verbinden, um den gedrückten Mechanismus geschlossen zu halten und den gesamten Mechanismus zu beobachten?


Ich habe vor 4 Jahren einen in schlechtem Zustand gekauft, aber nachdem ich den Mechanismus gereinigt habe und die Schmierung wie neu funktioniert


 
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RE: Teil 2 Auseinandernehmen Märklin Drehscheibe 7186

#23 von koef2 , 16.03.2018 18:27

Hallo zusammen,

MAthieu, 1borna hat Recht. Es wäre gut zu prüfen, ob die Rastnasen der Brücke auch wirklich einrasten an den Öffnungen im Bodenblech. Wenn der Motor bereits ruhiger läuft, nach dem Säubern, ist das gut.
Evtl. ist aber auch ein Lötpunkt irgendwo mit einem anderen verbunden, so das der Abschaltmechanismus auch nicht funktioniert.
Evtl. ist die Brücke auch verbogen?
Viele Grüße
Kai
Koef2


 
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