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Liliput-E94 mit verrutschtem Zahnrad

#1 von Oldtimerfan87 , 09.02.2012 23:23

Hallo, Liliput-Freunde !
Bevor ich auf das besagte Problem näher eingehe, möchte ich kurz meine E94 124 vorstellen :

Ich kaufte sie im Jahre 1978 für DM 79.- (Die Mä.-Hamo-Lok wollte ich mir damals nicht leisten ).
Natürlich ist sie nicht ganz so doll detailliert- es fehlen z.B. die V + H - Bezeichnungen sowie die
Blitz-Pfeile an den schrägen Führerstands- Seiten, oder an den Drehgestellen die Kühlschlangen
sowie weitere Kleinigkeiten, aber ansonsten gefällt sie mir bis heute - und sie hat sogar ein recht
ordentliches Fahrverhalten, was sie jedoch vor ca. 8 oder 9 Jahren für ein paar Tage verweigerte !
( Da war sie aber schon fast 2 1/2 Jahrzehnte in Betrieb !!). Es kündigte sich so an :
In einer ungünstigen Stellung der Antriebsräder in einer Kurve fing sie irgendwie an zu stottern und
rucken, dann blieb sie einfach stehen und der Motor jaulte auf ! - Nach genauer Untersuchung stellte
ich fest, daß sich plötzlich das große Messing-Zahnrad , welches die Kraft auf die Antriebsräder weiter-
leitet, sich zu weit nach außen bewegen konnte und den Eingriff mit dem oberhalb liegenden, schwarzen
Zahnrad verlor !! Was tun ?? Nach kurzer Überlegung kam ich auf eine zwar primitive, aber äußerst sichere
Lösung des Problems, dem MS-Zahnrad die axiale Bewegung zu beschneiden ! Zunächst das etwas unscharfe
Foto mit den Zahnrädern. Das Zahnrad, um daß es geht, ist rechts unten zu erkennen :

Die Lösung : In das abgerundete Ende (stirnseitig) der Zahnrad-Achse wird mit einer Mini- Schleifmaschine eine
Rille eingeschliffen (feilen geht nicht, die Achse ist gehärtet !), dann wird eine 2mm-Unterlegscheibe auf das
Zahnrad gelegt, und in die eingeschliffene Rille ein ca 5-6mm langes und 1mm dickes Stahldraht-Stückchen
eingeklebt ! ( Mit dickflüssigem oder geel-förmigen Sekundenkleber ! Nicht mit dünnflüssigem, der kriecht
überall hin , und dann geht gar nichts mehr !). Nach einigen Stunden Wartezeit der Probelauf : Alles war wieder
in Ordnung , und sie läuft heute immer noch ! Das wollte ich Euch nicht vorenthalten !
Schöne Grüße
Wolfgang aus dem Sauerland
( Übrigens, die sichtbare Kupplung ist nicht original, sondern von Gützold.)


Tesmo-, Ortwein-, Röwa-Sachen,
sind Dinge, die mir Freude machen !

 
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RE: Liliput-E94 mit verrutschtem Zahnrad

#2 von Roco-Clubber , 14.03.2013 18:43

Hallo,

toller Tipp! Danke! Meine fährt nun auch wieder!


Liliput 119 Rot ÖBB 1020.42

LG
Norbert aus DIN

 
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zuletzt bearbeitet 15.03.2013 | Top

RE: Liliput-E94 mit verrutschtem Zahnrad

#3 von Oldtimerfan87 , 16.03.2013 22:16

Hallo Norbert,
na, das freut mich ja doch außerordentlich, daß ich nach über einem ganzen Jahr ( !!! ) doch mal eine positive Rückmeldung auf meine
Reparaturanleitung bekomme ! Und das, wo es doch eigentlich eine große Zahl von Besitzern gewisser Lilischut - Wien - Modelle geben muß !
Natürlich gebe ich meine Tips nicht vordergründig deshalb weiter, um Beifall und Lob zu erheischen, sondern um zu verhindern, daß eigentlich
interessante Modelle wegen eines leicht zu behebenden "Wehwehchens" zu schnell in der "Bucht" versenkt werden !! Übrigens, die Gützold -
Kupplung ( übrig aus einem BR75 - Umbau ) hatte ich ihr verpasst, weil ihre Original- Kupplungen gerade Stoßplatten hatten, die ein sicheres
Kuppeln mit ADE - Silberlingen unmöglich machten ! Und ich wollte eben die Silberlinge mit der 94 kombinieren, weil es schön aussieht !
Es freut mich, daß Deine schöne Österreicherin wieder fährt, und wünsche Dir viel Spaß damit ! ( Meine werde ich jedenfalls behalten !).
Schöne Grüße
Wolfgang aus dem Sauerland


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