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Märklin Sommerbastelei

#1 von Eisenbahner , 01.08.2008 21:16

Hallo,

ich habe mir in diesem Sommer drei kleinere Dampfloks im Stil der 50iger Jahre selber gebaut.

http://img232.imageshack.us/img232/2738/umbauloks003tp5.jpg

Links eine BR 80 auf dem Fahrwerk einer alten CM 800(3000) und einem
uralten Piko Gehäuse.
In der Mitte die BR 89 (preuß.T3) ebenfalls auf einem alten 3000er
Märklin Fahrwerk und mit einem Fleischmann T3 Gehäuse von 1957.
Rechts eine BR 64 mit einem Fahrwerk und Gehäuseteilen (vorne) einer
alten Märklin FM 800 von 1956(später 3003).

http://img227.imageshack.us/img227/2135/umbauloks004id5.jpg

http://img233.imageshack.us/img233/1844/umbauloks005ta1.jpg

Das Gußgehäuse stammt von Pico Express aus Dresden von ca.1952 und hat die Nummer 64125.

http://img135.imageshack.us/img135/8815/umbauloks002sk4.jpg

Alle drei Dampfloks haben zusätzlich von mir mit einem aus Märklin-
teilen selbst konstruierten Lampenhalter im Stil der 50iger eine rück-
wärtige Beleuchtung bekommen.
Die Wechsellichtschaltung bei allen drei Maschinen ist durch eine
Änderung des alten Schaltrelais 21175 von zwei auf vier
Schaltstufen verändert worden.
Die Loks haben daher noch die alte 800er Schaltung mit Licht bei stehender Lok, doch entfällt der gewaltige Umschaltlichtblitz und der dann erfolgende Bocksprung.
Der Aufbau dieser Loks, die es damals in den 50igern von Märklin nicht gab, hat zwar einiges Denken aber auch eine Menge Spaß gebracht.

Gruß
Hans-Gerd


 
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zuletzt bearbeitet 16.10.2011 | Top

RE: Märklin Sommerbastelei

#2 von ET426 , 01.08.2008 21:42

Hallo Hans-Gerd,

erste Sahne, vor allem die 64er hats mir angetan... - die ist ja ein echtes Schmuckstück...

Kein Wunder, dass die jetzt Begehrlichkeiten in mir weckt... - kannst Du da mehr zu erzählen..

Grüße,
Flo


 
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RE: Märklin Sommerbastelei

#3 von schabbi ( gelöscht ) , 02.08.2008 09:00

Hallo Hans Gerd die Pico BR64 oder auch 1B1 Lok genahnt wurde nicht in Dresden sondern in Chemnitz entwickelt und hergestellt.Die Gehäuse waren aus Zinkguß bei dieser Lok ist das Material beständiger gewesen als bei den beiden anderen Loks von Pico ,der Me101/102,so das man öfters auf Börsen und Flohmärkten das Gehäuse der BR64 215 findet.Das Gehäuse gab es ab ca.1955 auch in Kunststoff in 2 Varianten bei Piko dann aber in Sonneberg.

Gruss Tino

schabbi

RE: Märklin Sommerbastelei

#4 von Eisenbahner , 02.08.2008 13:08

Zitat von ET426
Hallo Hans-Gerd,

erste Sahne, vor allem die 64er hats mir angetan... - die ist ja ein echtes Schmuckstück...

Kein Wunder, dass die jetzt Begehrlichkeiten in mir weckt... - kannst Du da mehr zu erzählen..

Grüße,
Flo



Hallo Flo,

ich habe einige Detailfotos gemacht.

http://img229.imageshack.us/img229/4669/umbauloks006qc0.jpg

http://img227.imageshack.us/img227/4075/umbauloks007hu7.jpg

http://img241.imageshack.us/img241/3236/umbauloks008dj7.jpg

http://img152.imageshack.us/img152/1444/umbauloks009uc9.jpg

http://img137.imageshack.us/img137/1569/umbauloks010fx6.jpg

Und hier die Details:
Auf den Bildern kannst Du vorne links das abgeschnittene vordere Gehäuseteil der FM 800 sehen, es wird einfach auf die beiden Lampen aufgesetzt.
Daneben die lange Gehäusebefestigungsschraube, sie wird von oben durch den Kamin in einen Winkel eingeschraubt.Mit einer Schraube als Ersatz für die vorhandene Öse als Befestigung für die Glühbirnenplatine wurde dieser Winkel befestigt.
Rechts daneben das modifizierte Schaltrelais 21175 mit dem damals neu eingeführten Unterbrecherkontakt . Rechts die beiden verschienen Schaltwalzen.
Die linke Schaltwalze habe ich aus dem Relais 21175 herausgenommen und die rechte dafür eingefügt. Sie stammt vom Relais 800 - 6 Gp, das z.B. in den Loks CM, CE, FM, DA, RET, SET... von 1953 - 1956 als letzte Bocksprungvariante" eingebaut war.
Man sieht deutlich links auf den oberen Kontaktscheiben der Schaltwalzen links vier und rechts zwei Kontaktstellen. Durch die beiden fehlenden Kontaktstellen bei der rechten Schaltwalze entsteht zweimal die Schaltstellung "Halt mit Licht".
Die Stromzuführung vom Schleifer wurde oben rechts zusammen mit dem dünnen Draht aus der Relaiswicklung angelötet. Oben links ist die Stromzuführung zum Motor festgelötet. Durch die Unterbrechung bei angezogenem Schaltarm unterbleibt der "Bocksprung".
Die fahrtrichtungsabhängige Beleuchtung ist jeweils wie bei einer TT 800 an den jeweiligen Relaisfedern angelötet.
Oben im alten Gehäusebefestigungsteil der FM 800 habe ich eine Schraube mit einem etwas größeren Kopf eingedreht. Durch das Drehen dieser Schraube kann man das Gehäuse in die Waagerechte justieren, ohne im darüberliegenden Dom ein häßliches Loch zu bohren, was bei vielen Loks als Öffnung für die Gehäusebefestingsschraube dient. Den Dom habe ich innen blank geschliefen, er dient als zusätzlicher Massekontakt zwischen Gehäuse und Fahrgestellschraube.
Rechts sieht man die rückwärtige Beleuchtung. Sie ist aus einem Lampenhalter TT 800 hinten oder RSM 800 vorne und einer Lampenplatine der 3023, 3024 entstanden. Beim Lampenhalter wurden die Birnen von der
entgegengesetzten Seite eingeschoben. Die Lampenplatine wurde oben im Bogen flachgedrückt um die Federspannung zu erhöhen. Eine Befestigungsschrauben wurde nicht benötigt, da die Bohrungen im Gehäuse etwas breiter sind und die Lampenhalter durch die dadurch enstehende Spannung sehr gut halten.
Als Nachläufer habe ich das vordere Laufgestell 20352 der BR 44 (3047)
genommen und die Achse in die hintere Führung eingesetzt. Die Kupplung wurde aus einer bereits vorher irgendwann bearbeiteten gefertigt.

Ich habe die vordere Achse mit der Radpresse durch eine mit Haftreifen ersetzt, was der Zugkraft, besonders im Bergaufteil meiner Anlage zugute kommt.

Gruß
Hans-Gerd


 
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RE: Märklin Sommerbastelei

#5 von tischbahn , 02.08.2008 20:48

Hallo Hans-Gerd,

Bodo G. Wagner schreibt in einem seiner Bücher über die Fleischmannn T3, dass wohl viel mehr Gehäuse als ganze Lokomotiven hergestellt und verkauft wurden. Das ist sogar so weit gegangen, dass lange Lieferzeiten auf dem Gehäuse waren bzw. beim Händler, es immer gleich wieder ausverkauft war !!
Viele Wechselstrombahner hatten sich eine T3 auf ein CM800 Fahrgestell gebaut, das dauerte angeblich nur 15 min.
Kannst da das auch bestätigen??
Könntest du ein paar detailiertere Bilder der T3 zeigen, bzw. erklären was geändert werden muß ?
Würde mir vielleicht auch gerne eine "basteln".

Gruß,
Horst

 
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RE: Märklin Sommerbastelei

#6 von Eisenbahner , 03.08.2008 13:07

Zitat von tischbahn
Hallo Hans-Gerd,

Bodo G. Wagner schreibt in einem seiner Bücher über die Fleischmannn T3, dass wohl viel mehr Gehäuse als ganze Lokomotiven hergestellt und verkauft wurden. Das ist sogar so weit gegangen, dass lange Lieferzeiten auf dem Gehäuse waren bzw. beim Händler, es immer gleich wieder ausverkauft war !!
Viele Wechselstrombahner hatten sich eine T3 auf ein CM800 Fahrgestell gebaut, das dauerte angeblich nur 15 min.
Kannst da das auch bestätigen??
Könntest du ein paar detailiertere Bilder der T3 zeigen, bzw. erklären was geändert werden muß ?
Würde mir vielleicht auch gerne eine "basteln".

Gruß,
Horst



Hallo Horst,

die Kürze der Zeit die Bodo G. Wagner beschreibt kann ich nicht bestätigen, ich habe etwas länger gebraucht. Es geht deutlich enger zu als bei der oben beschriebenen BR 64. Es wird einiges abgefeilt, bis es optimal passt.

Hier einige Deteilfotos vom Innenleben des Umbaus:

http://img225.imageshack.us/img225/2600/umbauloks012zn2.jpg

http://img80.imageshack.us/img80/6617/umbauloks013md8.jpg

http://img112.imageshack.us/img112/596/umbauloks014hp4.jpg

http://img229.imageshack.us/img229/4310/umbauloks015ng9.jpg

http://img230.imageshack.us/img230/3558/umbauloks016gz7.jpg

Es werden runde Öffnungen ins Gehäuse gefeilt, in die die Birnchen mit den Blechhülsen des Lampenhalters 20285 ( TM, HR, SE...) ohne das Mittelteil des Lampenhalters eingeklebt werden. Auf dem Fahrgestell habe ich zwei Messingwinkel und einen Streichholz, den ich schwarz gemacht habe, eingesetzt, um den Birnchen Massekontakt und dem Gehäuse eine Stütze zu bieten. Der geschwärzte Streichholz kann auch durch einen Metallstreifen gleicher Stärke ersetzt werden.
Die Gußhalterung der Lampenplatine wird ziemlich dünn gefeilt , damit das Gehäuse darüber paßt.
Ebenso wird der Handumschalter mit der Gußbefestigung entfernt. Im Gehäuse werden an der gleichen Stelle kleine Ecken weggefeilt.
An der Gehäusebefestigung des Fahrgestells wird der Gewindezapfen für die Gehäuseschraube gekürzt. Rechts und links daneben werden die Auflageflächen für das Gehäuse dünngefeilt Am Gehäuse innen habe ich die Rundung darüber etwas weiter gefeilt und den eckigen Dom innen weiter gemacht und mit einem Loch versehen. Die Spuren der Feile sind auf den Bildern deutlich zu sehen. Die Gehäuseschraube der CM 800 bleibt unverändert
An der Rückseite habe ich wieder den Lampenhalter wie in der BR 64 eingebaut. Aufgrund des Platikgehäuses habe ich hier noch einen braunen Massedrath für den Lampenhalter anlöten. Das Schaltrelais 21175 fand wieder in der veränderten Form wie bei der BR 64 Verwendung.
Am Schaltarm wird an der vorderen, linken Seite etwas abgefeilt, damit er nicht innen am Gehäuse unterhalb der Gehäusebefestigung hängen bleibt.
Es empfiehlt sich die Feldwicklung und auch den Lampenhalter mit einem Streifen Isolierband voreinander zu schützen. Die Kanten des Lampenhalters können die Feldwicklung bei Aufsetzen des Gehäuses beschädigen.

Viel Spaß beim Basteln!

Gruß
Hans-Gerd


 
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RE: Märklin Sommerbastelei

#7 von ET426 , 03.08.2008 13:30

Hallo Hans-Gerd,

habe vielen Dank.. - das wird ein anspruchsvolles Projekt, wie ich befürchte...

Zuerst müssen da mal passende Spendermaschinen gefunden werden, was bei der FM800 nicht so das Problem werden dürfte, Schwierigkeiten sehe ich beim Gehäuse der 64er....

Falls ich weitere Fragen habe, darf ich mich an Dich wenden?

Viele Grüße,
Flo


 
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RE: Märklin Sommerbastelei

#8 von Eisenbahner , 03.08.2008 16:31

Zitat von ET426
Hallo Hans-Gerd,

habe vielen Dank.. - das wird ein anspruchsvolles Projekt, wie ich befürchte...

Zuerst müssen da mal passende Spendermaschinen gefunden werden, was bei der FM800 nicht so das Problem werden dürfte, Schwierigkeiten sehe ich beim Gehäuse der 64er....

Falls ich weitere Fragen habe, darf ich mich an Dich wenden?

Viele Grüße,
Flo



Hallo Flo,

es gibt zwar auch noch andere Gehäuse für eine BR 64, z.B. Piko ab 1955 in >Plastik> wie schabbi schreibt, oder Trix-Express ab 1956 in Metall. Den Trix Umbau habe ich auch schon in zwei Varianten bei einem Sammlerkollegen gesehen, hat aber vorne 3Licht Spitzensignal.

Dieses alte Pico-Express Gehäuse ist deshalb von Vorteil, weil es dem Aussehen der alten Märklin Loks sehr nahe kommt. Neben die TT 800 gestellt, siehst Du keine riesigen Unterschiede im Gehäuse, die TT hat zwar aufgesetzte Leitungen, Handgriffe und die zu öffnende Rauchkammertür, aber die Charakteristik und der Charme den eine alte Märklin Lok verbreitet, kommt auch beim 64er Gehäuse ganz gut rüber.

Viel Spaß beim Basteln und wenn Fragen sind einfach melden.

Gruß
Hans-Gerd


 
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RE: Märklin Sommerbastelei

#9 von tischbahn , 03.08.2008 19:36

Hallo Hans-Gerd,

danke für die detailierte Beschreibung. Na das klingt doch um einiges aufwändiger als die 15min Version des Hrn. Wagner. Mal sehn.... :
Ich werde mich jetzt mal in der Bucht nach einem brauchbarem Gehäuse oder einem Schlachtobjekt umschauen. Eile brauch ich damit sicherlich nicht haben

Gruß,
Horst

 
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RE: Märklin Sommerbastelei

#10 von schabbi ( gelöscht ) , 03.08.2008 20:14

Ich habe noch ein Pico Express Gehäuse aus Guß rumliegen (BR64 215).

Gruss Tino

schabbi

RE: Märklin Sommerbastelei

#11 von Eisenbahner , 03.08.2008 22:48

Zitat von tischbahn
Hallo Hans-Gerd,

danke für die detailierte Beschreibung. Na das klingt doch um einiges aufwändiger als die 15min Version des Hrn. Wagner. Mal sehn.... :
Ich werde mich jetzt mal in der Bucht nach einem brauchbarem Gehäuse oder einem Schlachtobjekt umschauen. Eile brauch ich damit sicherlich nicht haben

Gruß,
Horst



Hallo Horst,

sollten Fragen auftauchen, einfach melden.

Gruß
Hans-Gerd


 
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RE: Märklin Sommerbastelei

#12 von schabbi ( gelöscht ) , 04.08.2008 11:04

Hallo an alle habe in der HubrikDR Modellbahnen :mal was zum Tehma Pico BR64 215,Br81,Br71,1B1 reingeschrieben.Übrigens gibt es in Shop bei modellbahnwerkstatt.de noch ein einzelnes Gußgehäuse der Pico Express 1B1 Br64 215.

Gruss Tino

schabbi

RE: Märklin Sommerbastelei

#13 von Gromit , 04.08.2008 12:09

Gromit  
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RE: Märklin Sommerbastelei

#14 von schabbi ( gelöscht ) , 04.08.2008 12:45

Hallo Gromit genau das Gehäuse leider etwas teuer für meinen Geschmack,achja natürlich hätte der Hinweis auch von schrotti kommen können

Gruss Tino

schabbi

RE: Märklin Sommerbastelei

#15 von schabbi ( gelöscht ) , 25.08.2008 19:17

Hier ein Tip wo man eine Lok BR64 215 aus Guß von Pico Express kaufen kann zum umbau in eine BR64 Märklin.
www.pirnaerlokschuppen.mx35.de

schabbi

   

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