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Beschriftungen restaurieren

#1 von modellbahner , 25.03.2008 20:03

Hallo Leute,
hier ist nun der versprochene Thread zum Thema Beschriftungen restaurieren.
Angefangen hat das Ganze damit, als ich dem Ulli eine von mir neu lackierte Lok gezeigt habe. Ich wollte sein Urteil höhren, weil ich befürchtete, dass die Lok wegen dem zu grossen Glanz noch einmal neu lackiert werden muß.
Ullis Urteil war vernichtend. Meine Befürchtungen hat er bestätigt.

Als das abgeklärt war, haben wir uns über Restaurationen von Beschriftungen unterhalten. Bisher gibt es ja keine Werkstatt, die Lokomotiven mit bedruckter Beschriftung restauriert. Da Ulli ja vom Fach ist, wollte ich wissen, wie hoch der Aufwand ist, soetwas selbst zu machen.

Nun ja so fing es an.
Ullli hat sich umgesehen, und eine geeignete Maschine zum Drucken gefunden.
Die eigentliche Arbeit fing jetzt an.

Wir haben uns gedacht, dass das Thema in diesem Forum von Interesse sein dürft.
Rein spasseshalber hat Ulli dann eine 3080 mit der Beschriftung einer V60 versehen. Daraus haben wir dann ein Rätsel gemacht.
Nach der Auflösung des Rätsels mussten wir feststellen, dass wir Recht hatten mit unserer Vermutung, dass das Restaurieren von Beschriftungen ein allgemein interssantes Thema ist.

Leider ist der Aufwand etwas hoch. Eine Beschriftung ist nicht für ein paar Euro zu haben. Aber dazu wird euch der Ulli mehr schreiben können.
Eines steht aber fest. Je höher die Druckauflage von einer Beschriftung ist, um so billiger wird es für den Einzelnen.

Wir wollen vorerst folgende Lokomotiven neu beschriften.

V100 2215
belgische V60
V60 1009
VT 95


Zunächst nehmen wir uns die Betriebsnummern vor, weil es am meisten auffällt, wenn diese nicht mehr vorhanden sind.
Die Rahmenbeschriftungen folgen danach.

Ich würde mich freuen, wenn wir mit unserem Projekt die Wünsche vieler Forenmitglieder erfüllen könnten.
Wer möchte nicht gerne seine erste Lok, die im laufe der Zeit etwas gelitten hat, wieder im Glanz der ersten Tage strahlen sehen.

Gruss
Oswin


 
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RE: Beschriftungen restaurieren

#2 von Heinz-Dieter Papenberg , 25.03.2008 20:16

Hallo Leute,

Oswin hatte mich heute Mittag angerufen und gefragt ob er das in diesem Forum schreiben dürfte weil das ja an sich Werbung ist. Ich habe mein OK gegeben, da ich der Meinung bin das so etwas jeden Freund alter Modellbahnen angeht oder interessieren wird

also alles was zu diesem Thema vom Ulli oder Oswin geschrieben wird hat meine ausdrückliche Genehmigung. Ich hoffe auf Euer Verständnis

Heinz-Dieter Papenberg
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Gruß

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RE: Beschriftungen restaurieren

#3 von Epoche IV UIC ( gelöscht ) , 25.03.2008 20:19

hi oswin,
danke für die ersten infos. wie schon gesagt: interessiert sind wir im prinzip sicher alle. allerdings muss man es natürlich immer in relation sehen.
für mich wäre es z.b. schwierig wenn die betriebsnummern feststehen. meine loks sind alle mit der beschriftung ab 68 versehen. meine v60 ist also keine v60, sondern eine 260.

und man muss natürlich auch immer den preis sehen und welche alternativen man hat.
da sind zum einen decals. die kann ich mir für wenig geld und mit geringen versandkosten nach meinen vorgaben machen lassen, also auch mit individuellen betriebsnummern, die es bei märklin nie gab.

zweite alternative, und die habe ich bei loks schon mehrfach genutzt:
eine günstige, optisch gut erhaltene lok bei ebay schießen und das gehäuse tauschen. wenn man nicht unter zeitdruck steht, verliert man dabei entweder wenig oder manchmal sogar gar nichts. ich habe sogar schon ein wenig daran verdient und hatte trotzdem das bessere gehäuse.

eine frage wäre natürlich auch, wie es z.b. mit v60 beschriftung auf einer v60 aussieht, bei der die schrift noch halb vorhanden ist.

und so werden natürlich auch andere für sich überlegen, wie reizvoll es ist oder auch nicht. und da könnte der preis natürlich mit eine entscheidende rolle spielen.

Epoche IV UIC

RE: Beschriftungen restaurieren

#4 von modellbahner , 25.03.2008 20:39

Hallo Caesar,
dass der Preis eine Rolle spielt, ist selbstverständlich. Nur mit Decals kann man natürlcih vom Preis her gesehen nicht konkurrieren. Die Frage ist nur, ob Decals mit der Qualität konkurrieren können. Die lösen sich mit der Zeit schneller ab, als eine aufgedruckte Beschriftung.

Individuelle Bertiebsnummern sind eigentlich kein Problem. Dazu wird der Ulli wohl noch was schreiben.
Wenn Du Gehäuse austauscht, dann könntest Du die Gehäuse, die Du nicht mehr brauchst, gegen ein Gehäuse mit Beschriftung eintauschen.
Das haben wir uns schon überlegt.
Man könnte eine Serie Gehäuse im voraus bedrucken, und braucht diese dann nur noch auszutauschen.
Das würde sich auch auf den Preis auswirken.
Je mehr Gehäuse auf einmal bedruckt werden, um so geringer ist der Aufwand. Die Maschine müsste nicht jedesmal neu eingerichtet werden.

Gruss
Oswin


 
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RE: Beschriftungen restaurieren

#5 von Ulli , 25.03.2008 21:33

Hallo Ihr Spielkinder

Das Ergebnis einer Neubeschriftung wird genau so aussehen wie es im Original aussieht, da wir die gleiche Technik wie Tante Mä benutzen. Als zu erwartenden Preis können wir momentan ganz grob 20 - 30 Euro pro Lok sagen. Meine Aufgabenstellung sieht dabei so aus, dass ich von jeder Lok eine sehr gute Vorlage suchen muss, die Beschriftung fotografiere und bearbeite. Hierbei muss ich natürlich auch die Fehler der Originaldrucke berücksichtigen, darf es dabei aber auch nicht übertreiben. Der Druck darf, genau so wie eine Neulackierung, nie 100pro aussehen. Deshalb war mir die Nachlackierung bei Oswins Lok direkt aufgefallen.
Von der überarbeiteten Vorlage wird dann je ein Film erstellt, mit dem dann das Druckwerkzeug hergestellt wird. Weiterhin muss für jede Lok für jede Seite eine Halterung hergestellt werden, die sicherstellt, dass sich jedes Gehäuse während des Druckvorgangs immer an gleicher Stelle befindet und sich nicht bewegen kann.
Danach richte ich die Maschine ein und kann mit Probedrucken beginnen. Zum Schluss muss die Maschine gesäubert werden. Das Einrichten der Maschine incl. Probedruck gilt natürlich für beide Seiten extra.
Recht schwierig erweist sich auch das Treffen des richtigen Farbtones, jedoch je länger man im Geschäft ist, desto höher ist die Trefferquote

Mit der Idee des Neubedruckens zielen wir hauptsächlich in Richtung Sammler oder auf die, die eine Lok höherwertig veräußern wollen. Mit Decals sieht es da oft übel aus. Natürlich sind die Drucke wasserfest, eben genau wie das Original.
In welche Richtung der Preis geht und was wir noch alles anstellen können ergibt sich im Laufe der Zeit. Der genannte ca-Preis ist eine Mischkalkulation in der Hoffnung, dass wir immer so zwischen 5 und 10 Loks zusammen bekommen.
So, dann macht Euch mal Gedanken

Grüße
Ulli

PS
Und wenn ich einen Druck versaue habe ich eine Neulackierung am Hals, das ist dann mein Risiko


Der völlig fertige

 
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RE: Beschriftungen restaurieren

#6 von Epoche IV UIC ( gelöscht ) , 25.03.2008 21:40

Zitat von modellbahner
Wenn Du Gehäuse austauscht, dann könntest Du die Gehäuse, die Du nicht mehr brauchst, gegen ein Gehäuse mit Beschriftung eintauschen.



vielleicht habe ich mich da falsch ausgedrückt. wenn ich eine lok mit einem schlechteren gehäuse habe, kaufe ich bei ebay kein gehäuse, sondern eine lok mit optisch gutem gehäuse, tausche das aus und verkaufe die schlechtere lok natürlich wieder.
insofern bleibt kein gehäuse übrig, weil die komplette lok wieder in die bucht geht.

Epoche IV UIC

RE: Beschriftungen restaurieren

#7 von Ulli , 25.03.2008 21:48

Zitat von Caesar

Zitat von modellbahner
Wenn Du Gehäuse austauscht, dann könntest Du die Gehäuse, die Du nicht mehr brauchst, gegen ein Gehäuse mit Beschriftung eintauschen.



vielleicht habe ich mich da falsch ausgedrückt. wenn ich eine lok mit einem schlechteren gehäuse habe, kaufe ich bei ebay kein gehäuse, sondern eine lok mit optisch gutem gehäuse, tausche das aus und verkaufe die schlechtere lok natürlich wieder.
insofern bleibt kein gehäuse übrig, weil die komplette lok wieder in die bucht geht.




So habe ich es bisher auch gemacht, bisher. Jetzt nehme ich die schlechtere Lok (Gehäuse) und lackiere und/oder bedrucke sie neu und erziele so einen höheren Preis. Lohnt sich natürlich nicht bei einer 3000er

Grüße
Ulli.


Der völlig fertige

 
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RE: Beschriftungen restaurieren

#8 von icehouse4711 , 05.09.2008 00:42

Hallo,
das mit dem neu bedrucken hört sich intressant an, hätte gerne eine Märklin 3075 mit Beschriftung V160 025 auf meiner künftigen Anlage, die wurde ja leider nur ganz kurz in dieser Variante ausgeliefert, allerdings um dem Sammlermarkt nicht zu beschädigen könnte man ja auch eine andere Nummer als die 025 nehmen gibt ja genug Zahlen D


Liebe Grüße, Dirk


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RE: Beschriftungen restaurieren

#9 von Merl800 , 05.09.2008 09:03

Moin!

Ne gute Idee mit dem Beschriftungsservice!

Ich hab vor ein paar Tagen den Wunsch geäußert, die Betriebsnummer der Märklin BR 81 gegen "TK 800" austauschen zu lassen.

siehe auch hier: http://alte-modellbahnen.foren-city.de/t...-800-br-81.html

Nun sei mal gefragt, in was für ner Preislage soetwas vonstatten geht, da es sich hier wohl um eine einmalige Sache handeln wird.

Greets!

Merlin


Eile mit Weile, denn zwei Steine auf dem Dach sind besser als Einer im Fenster.

 
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RE: Beschriftungen restaurieren

#10 von Merl800 , 05.09.2008 09:06

Oh!

Öhmmm, kann unser lieber Admin zwei der drei beiträge löschen? Das Netz hat ein bischen gehakt und ich wahr wohl mit dem Button "Absenden" zu ungestüm.

sorry!


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RE: Beschriftungen restaurieren

#11 von Heinz-Dieter Papenberg , 05.09.2008 09:29

Hallo,

das macht der doch glatt

Gruß

Heinz-Dieter Papenberg


Gruß

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RE: Beschriftungen restaurieren

#12 von B12 ( gelöscht ) , 05.09.2008 09:49

Zitat
Lohnt sich natürlich nicht bei einer 3000er



Wenn man den legendären Fehldruck nachproduziert schon
aber das macht ja hoffentlich keiner

Gruss
Daniel

B12

RE: Beschriftungen restaurieren

#13 von Merl800 , 05.09.2008 09:52

Welchen Fehldruck??

Greets!

Merlin


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RE: Beschriftungen restaurieren

#14 von abit , 05.09.2008 09:59

Zitat von Merl800
Welchen Fehldruck??

Greets!

Merlin


Hallo,

um 1970 rum gab es wohl mal eine Serie 3000er mit der Beschriftung auf dem Kopf - also 900 68 statt 89 006.

Gruß
Andreas

abit  
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RE: Beschriftungen restaurieren

#15 von Ulli , 05.09.2008 10:57

Hallo Merlin und Dirk

Der Oswin hat noch bis Do. Urlaub und ich noch Stress . Danach können wir uns darum kümmern. Wir melden uns dann per PN. Wäre das ok?
Bei der 81er müsste ich mir noch ein anderes Werkzeug für hinten besorgen.

Grüße
Ulli


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RE: Beschriftungen restaurieren

#16 von Pete , 05.09.2008 11:02

Hi Ulli,

du hast doch gar keine Zeit für sowas!

Gruß,
Peter


rot geschrieben=Adminaussage,grün geschrieben=Moderatorenhinweis,ansonsten Usermeinung ...

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RE: Beschriftungen restaurieren

#17 von Ulli , 05.09.2008 11:24

Zitat von Pete
Hi Ulli,

du hast doch gar keine Zeit für sowas!

Gruß,
Peter



Keine Bange, Du bist zuerst dran

Aber scheinbar kann ich was, sonst wäre ich nicht so ausgebucht

Grüße
Ulli


Der völlig fertige

 
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RE: Beschriftungen restaurieren

#18 von Pete , 05.09.2008 12:27

Zitat von Ulli
... Aber scheinbar kann ich was, sonst wäre ich nicht so ausgebucht ...



Hi Ulli, zumindest mit dem letzten, als das nach dem Komma, hast du mir was voraus !

bis bald,
Peter


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RE: Beschriftungen restaurieren

#19 von modellbahner , 17.09.2008 20:06

Hallo Leute,
dann will ich mal wieder aktiv werden.
Ulli hat mir schon berichtet, dass es was zu bedrucken geben soll.
Im Prinzip kann man die Modelle mit jeder beliebigen Beschriftung versehen. Aus einer 216 025-7 könnte man theoretisch eine V160 XYZ machen.
Bei der V16 025 würde ich aber eher zu einer anderen Betriebsnummer raten.

Kosten würde das so um die 30 EUR für eine Lok. Sind aufwendige Bedruckungen erforderlich, dann kann es natürlich teurer werden.

Nehmt die 30 Euro also als Richtwert.

Gruss
Oswin


 
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RE: Beschriftungen restaurieren

#20 von Bestatter , 18.09.2008 15:37

Ich muß sagen, die Idee mit den Austauschgehäusen finde ich phantastisch. Am besten, wenn man da noch einen dazwischenschalten kann, der im Gegensatz zu mir vernünftig lackieren kann.

Man schickt sein altes Gehäuse ein, bekommt ein aufbereitetes und das alte kann wiederum aufbereitet werden. Ich bin mir sicher, dafür gibt es einen Markt.


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