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Die Baureihe 03.10 als Modell von ROKAL (erste Version)

#1 von rokalisti , 22.03.2008 12:32

Angefangen hat ROKAL mit einer Phantasie-Schlepptenderlok, bei der man nicht wirklich einen Bezug zu einem Vorbild herstellen konnte. Mit der Baureihe 71 wurde 1952 das erste Modell nach einem Vorbild herausgebracht, wenngleich die Umsetzung noch sehr zu wünschen übrig ließ.
Umso mehr überraschte ROKAL die Fachwelt mit dem Modell der Baureihe 03.10, das im Vergleich zu den vorherigen Modellen einen echten Quantensprung darstellte.



Im MIBA stand dazu:
[http://smilies-world.de/inc/module/smilie_generator/vorschau/13583.pngROKAL zeigte als kommende Neuheit eine modellgetreue 2'C1'-Lok mit Doppelstockwagen, deren Fertigung für Ende dieses Jahres [Anm. 1952] [http://smilies-world.de/inc/module/smilie_generator/vorschau/13583.pngvorgesehen ist. Sollte diese Zugeinheit in der gezeigten Ausführung gelingen, so dürfte das der TT-Spur einen ungeheuren Aufschwung geben.



Ein Jahr später waren die Modelle dann auf dem Markt:
[http://smilies-world.de/inc/module/smilie_generator/vorschau/13583.png"TT marschiert", haben wir vor einiger Zeit behauptet. Und dies stimmt nicht nur anhängermäßig, sondern auch in Bezug auf die ROKAL-TT-Bahn. Wer die neue 2'C1' mit den Doppelstockwagen oder vor den Messeneuheiten (Reingold-D-Zugwagen einschließlich Postwagen) fahren sah, ebenso die wirklich ausgezeichneten Güterwagenmodelle, kann das Umsichgreifen der 12 mm-Spur wohl begreifen. Qualitativ dürften die ROKAL-Erzeugnisse viele ausländische TT-Fabrikate schon längst überholt haben.

Von der ersten Version der 03 1014 gab es drei Varianten, die sich nur in kleinen Details voneinander unterschieden.
Die erste Version von 1952 bis 1954 hatte ein schwarz lackiertes Fahrgestell, bei den nachfolgenden Modellen bis 1960 war dieses rot lackiert.



Bei der letzten Variante von 1960 wurde auf die Lackierung der Spurkränze verzichtet. Dies ist heute jedoch kein echtes Kriterium mehr für die Zuordnung, da die Farbe an den Rädern meist abgegriffen ist.
Besser geeignet für die Zuordnung ist der Motor. ROKAL hat drei Varianten des Zylindermotors verwendet, die sich minimal in der Bauart, in der Anordnung der Kohlebürsten und vor allem im Durchmesser unterscheiden. Es sind zwar nur Unterschiede im mm-Bereich, aber es reicht, dass man die Gehäuse nicht beliebig zwischen den Fahrgestellen austauschen kann.



Mit der ersten Version der 03 1014 wurden drei Zugpackungen herausgebracht. Zum einen der bereits angesprochene Doppelstockzug, der zum Weihnachtsgeschäft 1952 auf den Markt kam:




Die Vorlage für diesen Zug könnte ein Film der Deutschen Bundesbahn gewesen sein, der den Bau der damals neuen Doppelstockwagen dokumentiert und den Zug mit der 03 1014 zeigt. Dieser Film ist bei Bahn TV online verfügbar unter: http://www.bahntv-online.de/btvo/site/in...5600&ids=139777

Auf der Nürnberger Spielwarenmesse 1953 wurde dann der Rheingold vorgestellt. Die Wagen gab es in verschiedenen Ausführungen (wir müssen darüber auch mal einen Beitrag machen). Die erste Version trug wie beim Vorbild den Schriftzug "Deutsche Bundesbahn".
Die Zugpackung bestand aus der Lok, dem Postwagen, zwei D-Zugwagen und einem Schienenkreis. Beim echten Rheingold wurde bis 1954 immer ein Speisewagen der ISG mitgeführt (ab 1955 DSG). Zudem bestand der Expresszug mindestens aus fünf Wagen. Also habe ich hier mal vorbildgerecht aufgefüllt.




Als dritte Zugpackung mit der ersten Version der 03 1014 wurde von 1958 bis 1960 der Austria-Express angeboten. Die Packung beinhaltete einen Postwagen, einen ISG- und DSG Schlafwagen und einen grünen D-Zugwagen. Und auch hier gilt: mit vier Wagen kommt so ein Zug nicht richtig zur Geltung.




Mit dem Modellwechsel der 03.10 wurde noch eine weitere Zugpackung, der Nord-Express angeboten.

Edit: es fehlten noch die Katalogseiten


Grüße, Stefan

Meine ROKAL-TT Seite: http://rokal-tt.org

 
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RE:

#2 von Isabell Listmann , 12.07.2016 10:59

Text verstößt gegen die Forenregeln, deshalb entfernt

Gruß Gerd aus Dresden (Admin.)

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RE:

#3 von Michi67 ( gelöscht ) , 12.07.2016 12:03

Hi,
lass' mich raten ....es war ein Verkaufsangebot ???

MfG Micha

Michi67

RE:

#4 von telefonbahner , 12.07.2016 16:54

Hallo Micha,
richtig geraden.
Forenregeln sind für so manche(n) vermutlich nur schmückendes Beiwerk und deren Beachtung Glückssache.

Gruß Gerd aus Dresden (Admin.)

 
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RE:

#5 von Flanders , 11.09.2016 22:57

Hallo Rokal Freunde,
ich habe eine frühe 1004 in meiner Sammlung, die ist glänzend lackiert. Ich hege erstmal keine Zweifel an der Originalität der Lackierung. Alle anderen Loks sind ja immer matt lackiert. Besitzt noch jemand eine glänzend lackierte Lok?
VG, Frank


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#6 von Klein_Elektro_Bahn , 12.09.2016 12:28

Hallo Frank,

ich vermute, dass diese Lok mit Öl (Pflegeöl, Fahrradöl oder Waffenöl, bspw. Ballistol oder WD-40) abgerieben wurde. Damit wird und bleibt dann jede ROKAL-Dampflok "glänzend" ...

K_E_B


Gruß aus Lobberich, der Heimatstadt der ROKAL-Bahn



Infos für ROKAL-Bahner: www.ROKAL-Freunde-Lobberich.de

 
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RE:

#7 von Flanders , 09.10.2016 22:53

Hallo Rokal Mannschaft,
anbei mal ein Foto aus der Miba 15/1953, Mir ist aufgefallen, dass die dort gezeigte Rokal-BR03 keine Griffstangen hat. ...da war doch was... Genau - meine "glänzende" 03 hat auch keine Griffstangen. Die wollte ich bei Gelegenheit mal ergänzen. Klappt aber nicht! Sie hat keine Bohrungen im Guss um die Griffstangen ein zu stecken. Kann man im Führerhaus und Kessel gut sehen. Bei allen anderen Loks kann man durchschauen, bei der glänzend lackierten Lok ist es zappenduster. Kein Lichteinfall, keine Bohrung! Allerdings sind im Guss an den richtigen Stellen entsprechende Vertiefungen. Jedoch sind sie nicht aufgebohrt. In der Rokal Dokumentation (das berüchtigte blaue Buch) und auch hier im FAM-Rokal-Index gibt es keine Infos dazu. Nun zu meiner Vermutung: Die ganz frühen Rokal Loks aus 1953 hatten keine Griffstangen und eine glänzende Lackierung. Die Folgemodelle hatten matt-schwarze Lackierung und angesetzte Griffstangen. Meine Vermutung stützt sich auch auf die Rokal-Kataloge aus der Zeit (vgl. hier im FAM-Rokal-Index). Könnt ihr mal eure 03'er kontrollieren und meine Vermutung evtl. bestätigen oder auch anzweifeln? Wäre doch ein weiteres gutes Indiz um das Baujahr dieser Loks einzugrenzen. Die glänzende Lok hat übrigens auch ein unterschiedliches Gestänge (Detailfoto reiche ich nach). Anbei die Fotos:
VG, Frank





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RE:

#8 von Flanders , 10.10.2016 21:38

Hallo Forum,
anbei ein Vergleichsbild der Gestänge, Es gibt schon ein paar Unterschiede. In den alten Fachzeitschriften und Katalogen gibt es mehrere frühe Fotos aus den Jahren 53 und 54 wo die Lok ebenfalls ohne Griffstange abgebildet ist.
VG, Frank


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#9 von aus_Kurhessen , 10.10.2016 22:15

Hallo Frank,

hier mal ein Foto von meinen beiden alten 03.10:



Oben die ältere Version mit schwarzem Rahmen aber schon mit Griffstange. Sie hat die gleiche Steuerung wie Deine Lok ohne Griffstange. Außerdem hat sie zusätzlich eine Stromabnahme vom mittleren Rad.
Unten die jüngere Version ist genauso wie Deine. Bei mir glänzt die jüngere Lok mehr und die ältere ist matter. Unterschiedliche Glanzgrade habe ich auch bei meinen beiden 71er festgestellt. Ich denke das hängt auch damit zusammen, wie der Farbnebel auf die Lok aufgetragen wurde und wie schnell er getrocknet ist. Auch häufiges Anfassen kann den Glanz erhöhen.

Viele Grüße
Jürgen


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RE:

#10 von Flanders , 08.01.2017 19:42

Hallo Forum,
beim Basteln an zwei Metallguss-Tendern für die frühe Version der 03.10 (1004) fielen mir unterschiedliche Verschraubungen auf. Links mit feinen Gewindeschrauben, rechts mit groben Gewinde und Halbrundkopf. Gab es bei Rokal während der Bauzeit mal eine entsprechende technische Änderung?
VG, Frank


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